Bezirk Neukölln schafft Voraussetzung für Berlins höchstes Wohngebäude

Der ESTREL-Tower kann kommen – den Weg für den Neubau gegenüber dem ESTREL-Hotel an der Sonnenallee hat der Bezirk Neukölln frei gemacht. Ein entsprechender Bebauungsplan wurde von der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung am 13. Dezember beschlossen. Mit Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt tritt der Bebauungsplan in Kraft – dies solle noch im laufenden Jahr erfolgen, teilte Bezirksbürgermeisterin Giffey gestern mit.

Der Bebauungsplan für den ESTREL-Tower schließt sich südlich der Sonnenallee an das bestehende Hotel an. Um den Neubau zu ermöglichen, musste die erlaubte maximale Bauhöhe auf dem Gelände von 75 Meter erhöht werden. Der geplante Hotelturm wird mit 175 Metern Berlins höchstes Wohngebäude. Eingerahmt wird er von einem 55 Meter hohen Büroturm, einem Gebäudekomplex für Veranstaltungen und Events und dem Parkhaus. Um 814 Zimmer soll das ESTREL-Hotel, schon jetzt Europas größtes Messe- und Kongresszentrum, damit vergrößert werden.

Im Oktober 2013 fand ein Realisierungswettbewerb statt, bei dem das Konzept des Büros Barkow Leibinger mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. Das geplante Gebäudeensemble schafft mit dem bestehenden Hotelkomplex eine Torsituation an der Schnittstelle zwischen großmaßstäblicher äußerer Stadt und kompakter innerer Stadt. Dem Ensemble gelingt es, einerseits nach außen klare städtebauliche Kanten andererseits im Inneren qualitätsvolle Räume für Öffentlichkeit und Begegnung auszubilden. Zur S-Bahn und Autobahn hin zeigt sich der Neubau von seiner verschlosseneren Seite. Zur Sonnenallee und zum Kanal hin liegen die beiden Gebäudefronten, die dem neuen Komplex sein öffentliches Gesicht geben. Zum Neuköllner Schifffahrtskanal soll mit einem multifunktionalen, begrünten Platz ein attraktiver Freibereich mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

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