Neue Uferpromenade am Neuköllner Schiffahrtskanal mit einem Eröffnungsfest eingeweiht

Beim bundesweiten Tag der Städtebauförderung fanden allein in Neukölln am vergangenen Sonnabend sechs Veranstaltungen statt. „Die Berlinerinnen und Berliner können viele Projekte kennenlernen, mit denen unsere Stadt lebenswerter wird“, erklärte die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Die Linke), zum Aktionstag.

Eines dieser Projekte gab Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) bereits mittags für die Öffentlichkeit frei: An der Sonnenbrücke, gegenüber vom Hotel Estrel, weihte sie mit Stadtrat Biedermann, Estrel-Direktor Thomas Brückner, und Dr. Armin Seitz, dem Vorsitzenden des Unternehmensnetzwerkes Neukölln Weiterlesen

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Wo kicken sie denn?

Wenn Shampooflaschen den Aufdruck Fan-Edition tragen, Brötchen im Fußball-Design verkauft werden, Mikrowellen-Gerichte Halbzeit-Imbiss und Fruchtgummis fussball_baobab-turnier neukoellnZuckerpass heißen, hat sich der Handel längst auf eine Europa- oder Weltmeisterschaft eingeschossen. Für die fussball_baobab neukoelln24 EM-Aspiranten beginnt aber die UEFA EURO 2016 erst heute.
Wir haben einige Vorschläge gesam-melt, wo in Neukölln zum Rudelgucken eingeladen wird: In Willi Moeller’s Holz Kohle Bar im Schillerkiez, im Hof der Villa Rixdorf am Richardplatz, bei Käse Paul in Rudow und in der Atrium- und Pianobar vom Estrel-Hotel kann man alle Begegnungen live verfolgen, bei gutem Wetter über-trägt letzteres auch in den Sommergarten am Neuköllner Schiffahrtskanal. Drinnen, aber dafür in Neuköllns höchster Public Viewing-Location laufen Weiterlesen

Neuer temporärer Kiez an der Sonnenallee ist ganz koscher

Alles wie immer vor Deutschlands größtem Hotel an der Sonnenallee, nichts wie sonst in ihm: Freie Auswahl bei den Liegestühlen am Neuköllner Schiffahrtskanal, alternativloser Vorbereitungsstress hinter den Kulissen des Estrel. Denn Montag be-ginnen in Berlin die 14. European Maccabi Games und machen das Hotel zum Athle-

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ten-Dorf. Mehr als 2.000 jüdische Sportlerinnen und Sportler aus über drei Dutzend Ländern, die in 19 Sportarten gegeneinander antreten, ziehen hier ein. Was das für das Hotel, insbesondere aber für das Team um Estrel-Küchenchef Peter Griebel bedeutet, schildert  eine heute erschienene  Jüdische  Allgemeine-Reportage.

Verschmäht

Werden öffentliche Gelder in Bauprojekte gesteckt, die niemand braucht, wird schnell der Vorwurf der Verschwendung laut. Besonders mustergültige Exempel für Prasserei finden sich anschließend im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler (BdSt) wieder: So wird in dessen 2011-Ausgabe beispielsweise die Lichtinstallation „Neuköllner Tor“  aufgeführt, die nicht nur teurer als geplant wurde, sondern zudem in puncto Sinnhaftigkeit und Effekt nach Meinung des BdSt zu wünschen übrig lässt.

Guckt man sich in diesen Tagen am Neuköllner Schiffahrtskanal um, scheint ein neuer Schwarz- buch-Aspirant in Sicht. Für insgesamt 1.860.000 Euro wurde die Peripherie der Wasserstraße im Bereich um den S-Bahnhof Sonnenallee aufgepeppt.  Allein 900.000 Euro flossen im Rahmen des Projekts „Neukölln ans Wasser“ in den Neubau der Treppenanlage Sonnenbrücke Nord. Doch wie man sieht: Vom Bedürfnis der Neuköllner, sich auf den  Granitstufen und  Holzpodesten zu verlustieren, ist nichts zu sehen. Selbiges gilt

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für die Gäste des Estrel Hotels und den Biergarten, der mittels einer Investition des Unternehmens umgestaltet wurde, um ihn optisch der Treppenanlage anzupassen.

Ebenso verwaist liegt der neu gepflasterten Gehweg entlang des Kanals am südli- chen Kiehlufer  da, der – wie auch  Egidius Knops‘ Kunstobjekt „Welle“  – Teil einer weiteren  „Neukölln ans Wasser“-Baumaßnahme  ist. Ein  Fördervolumen von insge-

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samt 960.000 Euro umfasst sie. Das gemessen an der Nutzung wohl erfolgreichste Segment ist allerdings eines, das nur sehr am Rande mit Wasser zu tun hat: die Umgestaltung des Schwarzen Wegs. Vom Wasser haben nicht nur die meisten Neuköllner in diesem Sommer schon jetzt mehr als genug.

Einen Überblick über die „Neukölln ans Wasser“-Umbaumaßnahmen verschafft ein Flyer, der im Rathaus ausliegt und hier als pdf-Download bereitsteht.

=ensa=