120 junge Bäume für Neukölln

Die Stadtbäume in den Straßen Neuköllns senken im Sommer die Temperatur, schützen vor Wind, können als Luftfilter dienen, sind Lebensraum für Tiere und erhöhen die Aufenthaltsqualität der Kieze. Doch den grünen Schattenspendern geht es erkennbar schlecht, weshalb sie immer häufiger aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden müssen. Berlin fehlt aber das Geld, um viele verlorene Straßenbäume zu ersetzen. Hinzu kommt, dass nicht alle alten Standorte für eine Neupflanzung optimal geeignet sind. Die Berliner Stadtbaumkampagne finanziert deshalb gemeinsam mit lokalen Unterstützern seit 2012 die Pflanzung von Kiezbäumen und ihre anschließende Pflege für mehrere Jahre.

120 junge Bäume können dank des Engagements der Stadtbaumkampagne in diesem Frühjahr im Norden Neuköllns ihre Wurzeln schlagen. Allein 20 Neupflanzungen ermöglichte eine großzügige Spende der Fernheizwerk Neukölln AG. Stefan Preidt, Vorstand des Fernheizwerks Neukölln, Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann trafen sich am Dienstag vergangener Woche in der Donaustraße, direkt hinter dem Rathaus, um eine Winterlinde als 20. Stadtbaum des Fernheizwerks gemeinsam zu pflanzen.

In diesem Frühjahr läuft die 20. Pflanzperiode der Stadtbaumkampagne. In Neukölln sowie den Bezirken Mitte und Tempelhof-Schöneberg werden rund 400 Straßenbäume gepflanzt. Die Spenden gingen vom 1. Dezember 2021 bis zum 15. Februar 2022 ein. Insgesamt sind rund 2.500 Euro nötig, damit ein Straßenbaum gepflanzt werden kann und die intensive Pflege erhält, die er in den ersten Jahren in Berlin benötigt. Mit einer Einzelbaumspende in Höhe von 500 Euro können Einzelpersonen oder Gemeinschaften für einen bestimmten Baum innerhalb einer Pflanzperiode spenden. Auf Wunsch erhält der Baum dann ein Baumschild mit Namen der Spender. Viele weitere Fragen werden auf der Webseite der Stadtbaumkampagne beantwortet.

=Christian Kölling=

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