Ehrenamtsempfang in der High-Deck Siedlung: „Ohne die Mitwirkung der Bewohner wäre das soziokulturelle Leben im Quartier sehr viel ärmer“

Auch wenn die Wurzeln des Bund-Länder-Programmes „Soziale Stadt“ im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen liegen , wie kürzlich im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt beim Bundeskongress „Mehr Quartier für alle – 20 Jahre Soziale Stadt“ festgestellt wurde, so haben viele Berliner Kieze vom Förderprogramm in den letzten zwei Jahrzehnten ebenfalls profitiert. Das Neuköllner QM-Gebiet High-Deck-Siedlung/Sonnenallee Süd, das bereits 1999 eingerichtet wurde, ist dafür ein gutes Beispiel. Ein Ehrenamtsempfang und eine Feier zum 20-jährigen QM-Jubiläum in der Mensa der Schule in der Köllnischen Heide erinnerten daran am vergangenen Freitagnachmittag.

„Wir wollen den Ehrenamtlichen im QM-Gebiet High-Deck-Siedlung auch im Jubiläumsjahr für ihren Einsatz danken. Zahlreiche Aktive haben in den letzten 20 Jahren im Quartier viel auf die Beine gestellt und sich damit quasi nebenbei um das Miteinander verdient gemacht“, sagte mir QM-Managerin Ines Müller am Nikolaustag. Für den Festempfang waren über 200 Aktive aus der Nachbarschaft und viele Kooperationspartner eingeladen. Zu den Gästen gehörten Dr. Sandra Obermeyer, Leiterin der Abteilung IV der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Bezirksstadtrat Jochen Biedermann ebenso wie Ingo Malter, STADT UND LAND Wohnbauten-GmbH, Izabela Zych, VONOVIA, und Edda Gräter, EVM Berlin eG.

„Viele Aktive haben sich zusammen mit dem Quartiersmanagement in den letzten 20 Jahren dafür eingesetzt, das Miteinander im Quartier zu verbessern“, begründete QM-Managerin Müller die Ehrung: „Viele Projekte wurden gemeinsam auf den Weg gebracht. Die Aktiven engagieren sich zum Beispiel im Quartiersrat, im Aktionsfondsbeirat, im ‚mittendrin‘-Beirat, in Mieterbeiräten und Mietervertretungen, bei der Konfliktvermittlung und für bessere Nachbarschaften, bei der Organisation von Festen und Aktionen im Quartier, als Lesepaten an Kitas und Schulen, in der Elternarbeit, in der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche, in der Arbeit mit Senioren“, listete sie auf. „Ohne die Mitwirkung der Bewohner und der Kooperationspartner wäre das soziokulturelle Leben im Quartier High-Deck-Siedlung/Sonnenallee Süd sehr viel ärmer“, bestätigte Stadtentwicklungsstadtrat Biedermann, der zusammen mit Obermeyer die Urkunden und Blumen sowie Taschen mit kleinen Geschenken an die freiwilligen Helferinnen und Helfer übergab.

Ines Müller ist seit Einrichtung des QM-Gebiets High-Deck Siedlung / Sonnenallee Süd im Jahr 1999 mit dabei. Sie konnte im Quartier schon viele ausländische Gäste begrüßen, wie z. B. 2015 den ehemaligen französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault oder in diesem Jahr eine Delegation aus der chilenischen Stadt San Pedro de la Paz. Mit einem Wettbewerb für Balkone, Terrassen und Mietergärten wird das Quartier bereits seit 19 Jahren verschönert. Am Freitagnachmittag dankten die Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Quartiersmanagerin Ines Müller mit Blumen und einem großen Applaus.

=Christian Kölling=

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