Diskussion über positive und negative Seiten der Entwicklung im Körnerkiez

Ist das Gewerbe eine Belebung oder Belastung für den Körnerkiez? Akteurinnen und Akteure aus der Praxis, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Nachbarinnen und Nachbarn hatten vorgestern die Gelegenheit, über diese Frage gemeinsam zu diskutieren. Eingeladen hatte zum 8. Diskussions-forum Körnerkiez das Quartiersmanagement Körnerpark, das die Veranstaltungsreihe mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt fördert und die LPG Landesweite Planungsgesellschaft mbH, die sie Weiterlesen

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„In Neukölln leben die meisten Minijobber, die zusätzliche Hilfe zum Lebensunterhalt benötigen. Das darf und kann so nicht bleiben“

Können Sie sich an die Diskussion über die Einführung sogenannter 620 Mark-Jobs erinnern? Bei Arbeitgebern und Arbeitnehmer waren sie gleichermaßen beliebt, weil sie halfen, lästige Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Für geringfügig Beschäf-tigte eroeffnung-warum-minijobs_rathaus-neukoellnwurden sie zudem als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt angesehen. In Deutschland stieg zwischen 1992 und 1996 die Zahl der 620 Mark Jobs von 1,5 auf 5,4 Millionen. Doch was nach der Wiedervereinigung, vor Einführung des Euro und den großen Steuer-, Renten- und Arbeitsmarkt-reformen als alternativlos galt, kann heute durchaus einmal angezweifelt werden:

„Warum Minijob? Mach mehr draus!“ lautet der Titel einer bundesweit verfügbaren Wanderausstellung, die bereits in einigen anderen Berliner Bezirken Weiterlesen

Neues Leben auf dem Gelände der alten Geyer-Werke

giffey_koslowsky_muecke_j2c-eroeffnung neukoelln„Ich bin früher mit dem Auto durch die Hermannstraße gefahren und dachte, hier möchte ich niemals leben“, gestand der Berliner Jörg Koslowsky (M.) bei der Eröffnung des neuen Firmensitzes seiner Journey 2 Creation GmbH (J2C) auf dem Gelände der ehemaligen Geyer-Werke in Nord-Neukölln. Nun tragen er und sein vor sieben Jahren aus Köln zugezogener Mitge-sellschafter Jan Lucas Licht nicht ohne Stolz eine Anstecknadel mit Weiterlesen

Neugierde und Geduld von der Nachbarschaft des Kindl-Geländes in Neukölln erwünscht

vollgut-pk_neukoellnEs ist nicht zu übersehen, dass sich auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei etwas tut. Mit dem gerade im Umbau befindlichen Kindl-Zentrum für zeitgenössische Kunst und dem SchwuZ haben sich bereits zwei Einrich-tungen etabliert. Auf der Teilfläche an der Mainzer Straße errichtet die Ziegert Immobilien GmbH derzeit 119 Eigentumswohnungen.

Das Bezirksamt Neukölln und die Stiftung Edith Maryon zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten luden am vergangenen Mittwoch gemeinsam zu einem Presse-temin, um über die aktuellsten Entwicklungspläne zu informieren. Die Weiterlesen

In Neubritz geht’s um die Wurst

Currywurst_maximilian fleischwaren neukoelln„Gehse inne Stadt, wat macht dich da satt? ‚Ne Currywurst.“ So sang Herbert Grönemeyer 1982. Da gab es das lukullische Straßenkind bereits seit 33 Jahren, jedenfalls in seiner Geburtsstadt Berlin. Knappheit und Experimentierfreude waren die Antriebe, denn in der Mangelsituation nach dem 2. Weltkrieg waren Naturdärme schwer zu beschaffen. Dem begegnete der sächsische Fleischer Max(imilian) Brückner erfolgreich mit einer darmlosen Wurst, die er nach seinem Umzug nach Berlin in Spandau produzierte und daher den Namen „Spandauer ohne Pelle“ bekam. Eine seiner treuesten Kundinnen war Herta Heuwer, die diese Würste an Weiterlesen

„Unser Bestreben ist, diejenigen zu unterstützen, die schon lange in Neukölln dabei sind“

giffey_muecke_biwaq-pk_rathaus neuköllnKnapp 2 Millionen Euro konnte das Bezirksamt Neu-kölln aus dem ESF-Bundesprogramm Bildung, Wirt-schaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ einwerben. Das Programm, das am 1. September startete und im Bezirk unter dem Namen „Unternehmen Neukölln“ bis 31.12.2018 läuft, ist ein Partnerprogramm des Städtebauförderungsprogrammes Soziale Stadt, denn es legt den Schwerpunkt bewusst auf benachteiligte Stadt- und Ortsteile.

Gestern Mittag informierten Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey und Clemens Mücke von der Wirt-schaftsförderung bei einer Pressekonferenz im Rixdorf-Salon des Rathauses über Einzelheiten vom „Unternehmens Neukölln“. Anwesend waren auch Sabine Slapa und Susann Liepe, die seit 2010 für das Citymanagement arbeiten und im neuen Projekt den Teilbereich Weiterlesen

Ist die Neuköllner Kreativwirtschaft mehr als eine zu vernachlässigende Größe?

(v. l.: Clemens Mücke, Mareike Ulman, Tobias Losekandt, Anja Kofbinger, Notker Schweikhardt)

(v. l.: Clemens Mücke, Mareike Ulman, Tobias Losekandt, Anja Kofbinger, Notker Schweikhardt)

„Das große Geld wird in der Kreativ-wirtschaft noch nicht gemacht“, schickte Dr. Susanna Kahlefeld, Mitglied der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, gleich zu Beginn des Kiezgespräches „Bunt, kleinteilig und international – Krea-tivwirtschaft in Neukölln“ voraus. Zu diesem hatte sie vorgestern zusammen mit ihrer Parteikollegin Anja Kofbinger ins Café DOTS in der Weserstraße ein-geladen. Besonders in den letzten fünf Jahren hätten sich aber laut einer im Okto-ber 2014 vorgestellten Studie immer mehr Unternehmen der Bereiche Designwirtschaft, Software/Games/IT, Kunstmarkt, Film-wirtschaft oder Mode im Norden Neuköllns niedergelassen. Und: „Mehr als 50 Prozent sagen, dass sie von ihrem Unternehmen leben können“, gab Weiterlesen