Tage im Zeichen des Designs im Vollgutlager

Der Name lässt es schon vermuten: Auch beim Besuch des State of Design-Festivals sind – wie mittlerweile bei vielen Veranstaltungen im Neuköllner Norden – Englisch-Kenntnisse lohnend. Seit vorgestern gastiert es im Vollgutlager, wo über 80 nationale und inter-nationale Designer aktuelle Arbeiten zeigen: von filigranen Schmuck- und originellen Möbelstücken über Mode und Wohnaccessoires bis hin zu wuchtigen Industriedesign-Objekten.

Die Verschiedenheit und Vielseitigkeit von Kunst und Design werde von den Ausstellern präsentiert, sagt Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, die gestern Nachmittag im Rahmen des Weiterlesen

Neuköllner Produktionen in Ateliers und Galerien

art-spaces-nk_offene-ateliers-neukoellnEine Premiere steht heute Abend in der Galerie im Saalbau auf dem Programm: Dort wird um 18 Uhr erstmalig der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Neuköllner Kunstpreis verliehen, um den sich über 180 in Neukölln „professionell arbeitende bildende Künst-ler*innen“ beworben haben. Zehn von ihnen wurden nominiert, sind nun Anwärter auf die Auszeichnung und dürfen ihre Werke bei der Ausstellung „Neuköllner Produktion“ zeigen.
Nichts wirklich Neues ist hingegen das Begleitprogramm, das sich am Wochenende anschließt. Morgen und übermorgen stehen von 15 bis 20 Uhr über 150 Ateliers im Bezirk offen, um entdeckt zu werden, Gespräche mit den Kunstschaffenden zu ermöglichen und die Aufmerksamkeit auf die Bandbreite des Produktionsstandorts Neukölln zu lenken. Ergänzt wird das Event, das wie eine Reanimation des NACHTUNDNEBEL-Kunstfestivals bzw. eine Weiterlesen

Neues Leben auf dem Gelände der alten Geyer-Werke

giffey_koslowsky_muecke_j2c-eroeffnung neukoelln„Ich bin früher mit dem Auto durch die Hermannstraße gefahren und dachte, hier möchte ich niemals leben“, gestand der Berliner Jörg Koslowsky (M.) bei der Eröffnung des neuen Firmensitzes seiner Journey 2 Creation GmbH (J2C) auf dem Gelände der ehemaligen Geyer-Werke in Nord-Neukölln. Nun tragen er und sein vor sieben Jahren aus Köln zugezogener Mitge-sellschafter Jan Lucas Licht nicht ohne Stolz eine Anstecknadel mit Weiterlesen

Neukölln behütet

Die Frage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ stellt sich häufig in Neukölln und kreativitaet und kommerz neukoellnsehr oft sind die Grenzen fließend. Die Festivalbeiträge der heute Abend endenden 48 Stunden Neukölln sollten generös der Kunst zugeord-net werden. Kreativität zeigt sich in Neukölln aber auch abseits des Events, zuweilen im Einklang mit dem Beweis, dass der schnöde Mammon nicht weit entfernt ist.

Zwei Designerinnen bringen Stil in Neuköllns Sonnenallee

stil-kooperation berlin_sonnenallee neukoellnDie Sprühkreide, mit der Melanie Simmersbach das Wort „Eröffnung!“ auf den Bürgersteig geschrieben hatte, war noch nicht trocken, da kamen schon die eroeffnung stil-kooperation berlin_neukoellnersten Schaulustigen über die Schwelle. Läden wie dieser sind schließlich noch Rari-täten in der Sonnenallee, wo die meisten Geschäfte einen arabischen Namen haben und Dinge verkaufen, die für Zuwanderer aus dem Orient ein Stück Heimat bedeuten.

Für Melanie Simmersbach und Stascha Hirte ist die Sonnenallee 58 in den letzten Wochen auch zum Zuhause geworden: „Wir fühlen uns hier wirklich Weiterlesen

Überblick garantiert: 18 Designer unter einem Dach

nemona popup-shop neukoelln arcadenSeit die Nanu-Nana-Filiale vor Monaten aus den Neukölln Arcaden auszog, steht die Ladenfläche leer. Es ist nicht die einzige im ersten Oberge-schoss des Shoppingcenters. In den nächsten drei Wochen wird das Objekt aber nun wieder bespielt: Donnerstag eröffnete dort der NEMONA Pop-up Shop @ Neukölln Arcaden, um 18 Berliner Labels die Möglichkeit zu geben, ihre Kreationen zu prä-sentieren und zu verkaufen.

17 der 18 haben einen Neukölln-Bezug, wobei der Begriff recht weit gefasst ist. Er bestehe schon, wenn die Designer nur im Bezirk oder an der Bezirksgrenze wohnen. „Auch Labels, die hier angefangen haben zu arbeiten und mit ihrem Atelier umziehen mussten, bleiben bei uns im Netzwerk“, Weiterlesen

„Unser Bestreben ist, diejenigen zu unterstützen, die schon lange in Neukölln dabei sind“

giffey_muecke_biwaq-pk_rathaus neuköllnKnapp 2 Millionen Euro konnte das Bezirksamt Neu-kölln aus dem ESF-Bundesprogramm Bildung, Wirt-schaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ einwerben. Das Programm, das am 1. September startete und im Bezirk unter dem Namen „Unternehmen Neukölln“ bis 31.12.2018 läuft, ist ein Partnerprogramm des Städtebauförderungsprogrammes Soziale Stadt, denn es legt den Schwerpunkt bewusst auf benachteiligte Stadt- und Ortsteile.

Gestern Mittag informierten Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey und Clemens Mücke von der Wirt-schaftsförderung bei einer Pressekonferenz im Rixdorf-Salon des Rathauses über Einzelheiten vom „Unternehmens Neukölln“. Anwesend waren auch Sabine Slapa und Susann Liepe, die seit 2010 für das Citymanagement arbeiten und im neuen Projekt den Teilbereich Weiterlesen

Ist die Neuköllner Kreativwirtschaft mehr als eine zu vernachlässigende Größe?

(v. l.: Clemens Mücke, Mareike Ulman, Tobias Losekandt, Anja Kofbinger, Notker Schweikhardt)

(v. l.: Clemens Mücke, Mareike Ulman, Tobias Losekandt, Anja Kofbinger, Notker Schweikhardt)

„Das große Geld wird in der Kreativ-wirtschaft noch nicht gemacht“, schickte Dr. Susanna Kahlefeld, Mitglied der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, gleich zu Beginn des Kiezgespräches „Bunt, kleinteilig und international – Krea-tivwirtschaft in Neukölln“ voraus. Zu diesem hatte sie vorgestern zusammen mit ihrer Parteikollegin Anja Kofbinger ins Café DOTS in der Weserstraße ein-geladen. Besonders in den letzten fünf Jahren hätten sich aber laut einer im Okto-ber 2014 vorgestellten Studie immer mehr Unternehmen der Bereiche Designwirtschaft, Software/Games/IT, Kunstmarkt, Film-wirtschaft oder Mode im Norden Neuköllns niedergelassen. Und: „Mehr als 50 Prozent sagen, dass sie von ihrem Unternehmen leben können“, gab Weiterlesen

Dorf für Kreative am Neuköllner Schiffahrtskanal

berlinstudios_neuköllner schiffahrtskanalSo richtig festlegen mag sich Vera Ritter nicht. Weil der Bau-Fortschritt schon mehrfach erheblich ins Stocken geraten ist, ist sie vorsichtig geworden. Denn eigentlich hätte das, was nun auf dem Eckgrund-stück Kiehlufer/Brockenstraße entsteht und vom gegenüber liegenden Weigandufer Rätsel aufgibt, bereits 2014 eröffnet werden sollen.

„Allein bis die Vorbereitungen abgeschlossen waren und mit dem Bau begonnen werden konnte, verging ein Jahr.“ Den Grundstein für die Verzögerungen habe das Ergebnis der Bodenproben gelegt, erklärt Vera Ritter.  Sie wiesen aus, dass unter dem Gelände, das zuvor und ohne vorherige Untersuchung von Kleingärtnern zwischengenutzt wor-den war, ein Schuttberg liegt, der 1905 beim Aushub des Neuköllner Weiterlesen

Konsens, Kontroversen und eine Ehrung in Neuköllns BVV

rathaus neukölln_amtsgericht neuköllnDie Tagesordnung der Neuköllner Bezirksverordne-tenversammlung ist um zwei Buchstaben länger geworden, seit Heinz Buschkowsky von Dr. Franziska Giffey im Rathaus abgelöst wurde. „Die Bürgermeisterin hat das Wort“ heißt es nun zwischem Geschäftlichem und Entschließungen. Bei der BVV-Sitzung am vergangenen Mittwoch konnte Giffey (SPD) den Kommunalpolitikern unter diesem Programmpunkt gleich von zwei brand-aktuellen Ereignissen berichten: Am Vormittag war Neukölln von einer Gruppe ehemaliger Bundes- tags- und Europaparlamentarier besucht worden, und der Hauptauschuss des Abgeordentenhauses hat gerade Gelder für den Erweiterungsbau des Campus Rütli freigegeben, so dass die Bagger jetzt rollen können.

Stillstand stattdessen bei der Schaffung weiterer Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge im Bezirk. Um endlich den von der SoWo Berlin geplanten Bau einer Flüchtlingsunterkunft in der Karl-Marx-Straße 278 anzuschieben, Weiterlesen

„Der Bezirk hat für die Karl-Marx-Straße alles getan, was ein Bezirk kommunalpolitisch tun kann“

16.Aktion KMS-Treffen_Marcel Weber_SchwuZ Berlin-Neukölln„Wir sind ein Teil des ganzen Gentrifizie- rungsprozesses, den wir nicht verteufeln wollen, weil er ein natürlicher Entwicklungs- prozess der Stadt ist. Wir wollen aber die Leute von Anfang an mit ins Boot holen und sensibel mit dem Thema umgehen. Wir müssen nicht Experimente wie in Prenzlauer Berg wiederholen“, mit diesen Worten for- mulierte Marcel Weber, Geschäftsführer des SchwuZ, seine Erwartung an das 16. Tref- fen der [Aktion! Karl-Marx-Straße], das vorgestern Abend in den Räumen seines Veranstaltungszentrums für homosexuelle Männer und Tunten in der Neuköllner Rollbergstraße stattfand. Auch wenn die überwältigende Mehrheit der Anwesenden den Wunsch von Marcel Weber vermutlich teilte, das Wort Gentrifizierung fiel im Lauf des Abends nicht ein einziges Mal mehr. Bezirksstadtrat Thomas Blesing und die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] hatten vielmehr Weiterlesen