Große Kunst eines kleinen Jungen

Die Ansage, die Wände seines Zimmers nicht zu bemalen, dürfte bei Frieder auf taube Ohren stoßen. Vielleicht reizen die vergleichsweise mickrigen Ausmaße den Dreijährigen aber auch gar nicht: Schließlich hat er die ganze Seitenwand des  Hau- ses Britzer Damm 181 für sein großes Kunstwerk “Meine Oma” zur Verfügung gestellt

frieders oma_fassadenbild britzer damm_neukölln

bekommen. Die Suche nach Bildnissen weiterer Familienmitglieder in der Neuköllner Wohnanlage ist übrigens zwecklos: Wie eine Mitarbeiterin der Hausverwaltung auf Anfrage mitteilte, handelt es sich bei Frieders Gemälde um ein Unikat.

Zentraler Kunstaktionstag im Körnerkiez

Was gestern auf dem Schierker Platz mit einem Cooking Exchange Workshop be- kunstaktionen zum mitmachen_schierker platz neuköllngann, gipfelt heute von 13 bis 17 Uhr dort im Zentralen Kunstaktionstag. Initiiert von der Kunstfiliale Körnerkiez, laden fünf Neuköllner Künstlerinnen zu Kunstaktionen zum Mitmachen ein, die im öffentlichen Raum den Dialog zwischen Generationen und Kulturen fördern sollen. Zugleich wol- len sie mit ihren von einer Bewohner- jury ausgewählten Projekten die krea- tive Vielfalt des Kiezes zeigen. Um Kulinarisches geht es dabei auch, aber  nicht  nur.

Wie machen die das?

An manchen Neuköllner Brandmauern sind es Schriftzüge wie Kotzkölln oder Kiez statt Kies, die zu dieser Frage führen. An anderen prangen Wandbilder  verschiedens- ter  Stilrichtungen, die  rätseln und  letztlich mehr  oder weniger viel  sportlich-akrobati-

schornstein-gemälde_neukölln brandmauer-graffiti_neukölln

schen Einsatz erahnen lassen. Unter weitaus komfortableren Bedingungen entstan- den indes Gemälde wie die “Rixdorfer Bühne” : Es wurde 1981 als Auftragsarbeit von der Künstlergruppe Ratgeb auf die Brandmauer des Hauses Richardstraße 99 ge- pinselt und inzwischen von Kunst im öffentlichen zu Kunst im zugebauten Raum.

SEP5_TeaserIn der 5. Ausgabe unseres Sommer-E-Papers gibt es für Fans gedruckter Lektüre neben unseren textlastigen Beiträgen der letzten Wo- che Veranstaltungstipps für die nächsten Tage: Klick auf die Grafik öffnet das pdf-Dokument.

Späte Ehrung für frühe Kletterkünste

Viel Zeit war nicht, um sie zu entdecken. Nur drei Tage lang zierten 13 blaue Kera- mikkacheln den Körnerpark: Die deutsch-kanadische Künstlerin Belle Santos hatte bernhard thieß_the blue plaque_körnerpark neuköllnsich mit den Objekten namens The Blue Plaque am letzten Wochenende am B_Tour Festival beteiligt, das zu experimentellen geführten Stadttouren einlud.

Auch Bernhard Thieß, der bis vor we- nigen Wochen zusammen mit seiner Frau den Neuköllner Leuchtturm be- trieb, widmete die Künstlerin eine ihrer blauer Kacheln, die Weiterlesen

“Er ist schon ein recht arroganter Typ”

flamingo_tilman geiger_rixdorfer schmiede neuköllnAus welcher Richtung der Wind weht, ist ihm ziemlich wumpe. “Er ist schon ein recht arroganter Typ”, findet auch Tilman Geiger. Der Kunstschmied, der zusammen mit Martin Böck in der Schmiede in Rixdorf am Neuköllner Richardplatz arbeitet, hat den silber glänzenden Flamingo gebaut, der sich als Blickfang über dem Zaun des Grundstücks dreht. “In Anlehnung an Wet- terhähne auf Kirchturmspitzen”, ergänzt er, das Wort Anlehnung betonend. Denn dass sich der rund 40 Weiterlesen

Weniger Montagsmuffel in Neukölln?

Bei deutschen Arbeitnehmern ist er besonders unbeliebt (und entsprechend beliebt als Begründung für schlechte Laune, Lustlosigkeit und Aggressionen): der Montag, der durch das Inkrafttreten der DIN 1355 den Sonntag im deutschen Kalender von der

montagsmotto_neukölln

Pool Position des Wochenanfangs verdrängte. Heute ist wieder so einer, und falls die Stimmung in Neukölln besser als andernorts sein sollte, dann könnte Weiterlesen

Liebes Tagebuch!

Ist das Kunst oder kann das weg? Ja! Mit ihrem Journal à ciel ouvert, das anlässlich des Festivals 48 Stunden Neukölln entstand, wollen Hélène Pintier und Roberto Duarte nicht nur Gedanken von Anwohnern und Besuchern des Flughafenkiezes  öf-

journal a ciel ouvert_boddinplatz_neukölln journal a ciel ouvert_boddinplatz neukölln

fentlich zugänglich machen. Zugleich geht es ihnen auch um den Verfallsprozess des Tagebuchs unter freiem Himmel. Noch sind die mit Kreide auf das Pflaster vom Bod- dinplatz geschriebenen Texte gut zu lesen und könnten die Verweildauer manches Passanten auf dem Platz deutlich verlängern.

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