Weiterbetrieb der Brunnenanlage in Rudow vorerst gesichert

„Wer hier abschaltet, gefährdet Wohnraum!“, warnten im Mai 2017 viele Eigenheimbesitzer im Rudower Blumenviertel und mit ihnen die Neuköllner CDU-Politikerin Christina Schwarzer, die damals als Direktkandidatin um ihren Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag kämpfte. Mit einer Unter-schriftenaktion gegen die geplante Abschaltung der Brunnenanlage im Glockenblumenweg sollten die Keller vor Überschwemmung gerettet und das Land Berlin dazu bewegt werden, weiterhin die Kosten für den Betrieb der Anlage – derzeit rund 251.000 Euro jährlich – zu tragen.

„Befristeter Weiterbetrieb der Brunnenanlage im Blumenviertel ist gesichert“, meldete gestern die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Weiterlesen

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Einziges Jugendfreizeitheim im Süden Neuköllns nach Vollsanierung wieder eröffnet

„Alles Gute für den Neustart!“, Tanja Schleef-Ruppert (l.), Erzieherin und Leiterin des Kinderclubhauses Zwicke, hörte ebenso wie ihre Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer am vergangenen Mittwoch-nachmitag viele gute Wünsche und Lob zur Wiedereröffnung ihres Hauses am äußersten Ende des Zwickauer Damms, kurz vor der Landesgrenze zu Brandenburg.

„Es ist wunderschön geworden“, bekannte Jugendstadtrat Falko Liecke (M.). „Wir haben es wirklich gut rausge-putzt“, sagte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (r.). Zur Weiterlesen

„Ich will die neue Lust am unenthemmten Hassen nicht normalisiert sehen“

„Ich bin froh, dass ausgerechnet Sie, ausgerechnet hier unser Gast sind“, hieß Pfarrerin Beate Dirschauer die promovierte Autorin, Publizistin und Philosophin Carolin Emcke am Freitagabend im Gemeindesaal der Evan-gelischen Kirchengemeinde Rudow  herzlich willkommen. 200 Gäste hatten sich im Paul-Gerhardt-Saal in der Prierosser Straße versammelt, um dabei zu sein, wie die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2016, einige Abschnitte aus ihrem Essay „Gegen den Hass“ vorstellte. Anschließend diskutierten sie mit der Autorin über die Perspektiven einer offenen Gesellschaft und pluralistischen Gesellschaft, in der Rassismus, Fanatismus und Demokratiefeindlichkeit keine Weiterlesen

Neukölln hat eine Nummernstraße weniger

Knapp 80 Jahre lang hatte die Straße 574 ihren Namen, seit vorgestern heißt sie Dora-Mendler-Straße. Umbenannt wurde die ehe-malige Nummernstraße in Rudow – mit einem kleinen Festakt, Bratwürsten und einem gut bestückten Getränkewagen – nach Berlins bekannter Stadtbäuerin Dora Mendler, die 1925 in Neukölln geboren wurde und seit 1982 in Rudow den Milchhof Mendler leitete.

In Berlin betreibt die Familie Mendler seit den 1920er Jahren Landwirtschaft. Zu dieser Zeit gab es rund 2.000 kleinbäuerlichen Betriebe mit Kühen und Schweinen, um die Städter mit frischen Weiterlesen

Nicht nur gegen Migranten, sondern gegen eine offene, solidarische Gesellschaft

antirassismus-kundgebung rudow_neukoelln„Heute ist der 21. März: Der internationale Tag gegen rassistische Diskriminierung.“ Unablässig macht der graubärtige Mann in der roten Jacke seine Laut-sprecherdurchsage am U-Bahnhof antirassismus-kundgebung rudow-neukoellnRudow, während zwei Dutzend Menschen mit Fahnen und Trans-parenten über die Fuß-gängerüberwege rund um den Platz an der Rudower Spinne ziehen.

„Es ist 5 vor 12! Seit Monaten steigt die Zahl der rechtsextremen Straftaten“, warnt ein Bündnis für 100 Prozent Menschenwürde in einem gemeinsamen Aufruf, der begleitend zur Kundgebung an Weiterlesen

Filiale des Neukölln Info Centers in Rudow?

Dass seit gestern auf dem Milchhof Mendler immer öfter von NIC, wie das Neuköll-ner schaf-nachwuchs_milchhof mendler neukoellnInformationsbüro offiziell abgekürzt wird, die Rede ist, könnte es vermuten lassen. Der Grund dafür ist auch tatsächlich eine Expansion, aber keine des Neukölln Info Centers: Dienstagmittag bekam das Kamerunschafe-Paar, das seit fünf Monaten auf dem Bauernhof am südlichen Bezirksrand lebt, den ersten Nachwuchs. Noch am Abend gab der Milchhof Mend-ler via Facebook die Geburt bekannt und bat um Namensvorschläge für das – wie sich am Folgetag herausstellte: männliche – Lamm.

Die Auswahl war groß und reichte von Hans-Dieter, Otto und Heinrich bis hin zu Socke, Mister Brown, Zuzu und eben Nic. Im Video von der Taufe teilte der Milchhof Mendler schließlich mit, dass die Entschei-dung für den Vorschlag von Neukölln Info Center-Chefin Tanja Dickert gefallen ist. Seitdem gibt es im Rathaus Neukölln das NIC und in Rudow den Nic.

Bruch in der Rudower Idylle

Eine große Aufenthaltsqualität bieten die Vorgärten an der stark befahrenen Neuköll-ner Straße vorgartenidylle rudow_neukoellnin Rudow nicht. Doch einige Anwohner haben tief im Süden des Bezirks ihre eigene Idylle geschaffen. Manchmal liegen zwischen Glück und Leid aber nur wenige Schritte. „Nur nicht den Kopf verlieren!“ – eine grundlose Angst im Allgemeinen. Hier ist genau das einem Jüngling passiert: Die Liebste sieht verlegen lächelnd weg, Passanten oft hin.