Neukölln hat eine Nummernstraße weniger

Knapp 80 Jahre lang hatte die Straße 574 ihren Namen, seit vorgestern heißt sie Dora-Mendler-Straße. Umbenannt wurde die ehe-malige Nummernstraße in Rudow – mit einem kleinen Festakt, Bratwürsten und einem gut bestückten Getränkewagen – nach Berlins bekannter Stadtbäuerin Dora Mendler, die 1925 in Neukölln geboren wurde und seit 1982 in Rudow den Milchhof Mendler leitete.

In Berlin betreibt die Familie Mendler seit den 1920er Jahren Landwirtschaft. Zu dieser Zeit gab es rund 2.000 kleinbäuerlichen Betriebe mit Kühen und Schweinen, um die Städter mit frischen Weiterlesen

Nicht nur gegen Migranten, sondern gegen eine offene, solidarische Gesellschaft

antirassismus-kundgebung rudow_neukoelln„Heute ist der 21. März: Der internationale Tag gegen rassistische Diskriminierung.“ Unablässig macht der graubärtige Mann in der roten Jacke seine Laut-sprecherdurchsage am U-Bahnhof antirassismus-kundgebung rudow-neukoellnRudow, während zwei Dutzend Menschen mit Fahnen und Trans-parenten über die Fuß-gängerüberwege rund um den Platz an der Rudower Spinne ziehen.

„Es ist 5 vor 12! Seit Monaten steigt die Zahl der rechtsextremen Straftaten“, warnt ein Bündnis für 100 Prozent Menschenwürde in einem gemeinsamen Aufruf, der begleitend zur Kundgebung an Weiterlesen

Filiale des Neukölln Info Centers in Rudow?

Dass seit gestern auf dem Milchhof Mendler immer öfter von NIC, wie das Neuköll-ner schaf-nachwuchs_milchhof mendler neukoellnInformationsbüro offiziell abgekürzt wird, die Rede ist, könnte es vermuten lassen. Der Grund dafür ist auch tatsächlich eine Expansion, aber keine des Neukölln Info Centers: Dienstagmittag bekam das Kamerunschafe-Paar, das seit fünf Monaten auf dem Bauernhof am südlichen Bezirksrand lebt, den ersten Nachwuchs. Noch am Abend gab der Milchhof Mend-ler via Facebook die Geburt bekannt und bat um Namensvorschläge für das – wie sich am Folgetag herausstellte: männliche – Lamm.

Die Auswahl war groß und reichte von Hans-Dieter, Otto und Heinrich bis hin zu Socke, Mister Brown, Zuzu und eben Nic. Im Video von der Taufe teilte der Milchhof Mendler schließlich mit, dass die Entschei-dung für den Vorschlag von Neukölln Info Center-Chefin Tanja Dickert gefallen ist. Seitdem gibt es im Rathaus Neukölln das NIC und in Rudow den Nic.

Bruch in der Rudower Idylle

Eine große Aufenthaltsqualität bieten die Vorgärten an der stark befahrenen Neuköll-ner Straße vorgartenidylle rudow_neukoellnin Rudow nicht. Doch einige Anwohner haben tief im Süden des Bezirks ihre eigene Idylle geschaffen. Manchmal liegen zwischen Glück und Leid aber nur wenige Schritte. „Nur nicht den Kopf verlieren!“ – eine grundlose Angst im Allgemeinen. Hier ist genau das einem Jüngling passiert: Die Liebste sieht verlegen lächelnd weg, Passanten oft hin.

Rennen um die Wurst und den Rudower GrandPrix

4. rudower dackelrennen_neuköllnVieles, was es in Nord-Neukölln gibt, kommt im südlichen Teil des Bezirks nicht vor. Was es allerdings im Norden nicht gibt, während es sich im Süden zu etablieren beginnt, ist ein Dackel-rennen. Am vergangenen Samstag wurde es bereits zum vierten Mal in Rudow ausgetragen.

Die Besitzer von über 20 Lang-, Rau- und Kurzhaardackeln waren diesmal der Einladung gefolgt, ihre Vierbeiner im Wettkampf gegenein-ander antreten zu lassen. Rudower GrandPrix heißt der seit 2014, als die Teckelgruppe Birk-holz die Rolle des Veranstalters übernahm. „Gestartet wird in drei Kategorien: Standardteckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel“, erklärt Karin Kobart. Letztere wiegen bis zu 4,5 Kilogramm, die Zwerge maximal 6, und alles darüber ist Standard. Außerdem wurde bei der Weiterlesen

Tief im Süden hoch zu Ross

Spaß stand im Mittelpunkt des Sommerferienprogramms beim Reiter-Verein Rudow, beim 37. Herbstturnier des Vereins ist es der Sport. Hunderte von Reitern aus Berlin und Brandenburg messen sich seit Freitag parallel auf Spring-, Dressurplatz und in der Reithalle in 26 Wettbewerben für alle Leistungsklassen: Heute stehen u. a. eine Dressur- und eine Springprüfung der Klasse S  auf dem Programm. Mit „Reiten

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gegen Leukämie“, dem aktuellen Turniermotto, soll zudem auf die Arbeit der Deut-schen Stiftung gegen Leukämie aufmerksam gemacht und zur Typisierung aufge-rufen werden. Da es für Zuschauer keine Parkplätze gibt, rät der Reiter-Verein Ru-dow dringend, per BVG zum Vereinsgelände am Ostburger Weg 1 zu kommen; der Eintritt ist frei.

Sehnsüchtiges Warten auf eine Abfuhr

Komplett abgeschmückt ist er und auch – wie von der Berliner Stadtreinigung ge- wünscht – nicht in einen Müllsack gestopft worden. Die Voraussetzungen, von der BSR zusammen mit anderen Exemplaren seiner Art geschreddert und als Energie-lieferant  weiterverwertet  zu  werden, sind also perfekt. Das Einzige, was  man die-

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sem Neuköllner Weihnachtsbaum vorwerfen kann, ist Ungeduld: Denn die BSR lässt die abgetakelten Tannen  in Britz, Buckow, Gropiusstadt und Nord-Neukölln erst am 10. und 17. Januar in den Genuss einer Abfuhr kommen; im Ortsteil Rudow muss bis zum 14. bzw. 21. Januar darauf gewartet werden.