Mit fast zweijähriger Verspätung: Rudow hat eine neue Seniorenfreizeitstätte

Im Garten der Alten Dorfschule Rudow wurde gestern Mittag die neue Seniorenfreizeitstätte eröffnet. Sie ersetzt den alten Treffpunkt Alt-Rudow 45, der dem Neubauprojekt der Stadtteilbibliothek weichen musste. „Es ist nicht alltäglich, dass ich als Ministerin eine Seniorenfreizeistätte mit eröffne“, sagte Dr. Franziska Giffey, die noch als Neuköllner Bezirksbürgermeisterin den im Sommer 2017 begonnenen Bau ermöglicht hatte. Viel Unterstützung gab es seinerzeit vom damaligen Sozialstadtrat Bernd Szczepanski sowie vom Rudower Bezirksverordneten Peter Scharmberg.

Ursprünglich sollte der Holz-Glas-Bau im Herbst 2018 fertig sein. Doch erst verzögerte der Einbau des Terrazzo-Fußbodens die Arbeiten und dann kam Corona“, erinnerte sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel, bevor das rote Band zur Eröffnung durchschnitten wurde. Sozialstadtrat Jochen Biedermann, der in dieser Woche aus seiner zweimonatigen Elternzeit zurückkehrte, ist politisch für die Seniorenarbeit im Bezirk verantwortlich und war deshalb beim feierlichen Akt der Dritte im Bunde.

Peter Scharmberg hatte kurz zuvor der neuen Einrichtungsleiterin zwei alte Gemälde eines Rudowers übergeben, die er vor dem Abriss der ehemaligen Freizeitstätte aus dem Gebäude gerettet hatte. In den neuen Räumlichkeiten wird es attraktive Angeboten für Freizeit, Kunst und Kultur geben. Dazu gehören Bewegungstage, Sturz-Prävention, gemeinsames Kochen, Spielenachmittage und Computerkurse ebenso wie Informationsveranstaltungen der Polizei, der Mieter- und der Schuldnerberatung. Zweimal in der Woche ist ein gemeinsamer Mittagstisch geplant.

Die neue Stadtteilbibliothek wenige hundert Meter weiter, für die der feierliche Spatenstich im Juli 2016 war, soll voraussichtlich im nächsten Jahr eröffnet werden.

=Christian Kölling=