Jobmesse „Shop a Job“ im Neuköllner Süden

Über 75 Arbeitgeber präsentieren morgen auf der „Shop a Job“-Messe in den Gropius Passagen ihre Stellen- und Beratungsangebote. Die Jobmesse, die wieder vom Job Point veranstaltet wird, bietet in diesem Jahr eine große Branchenvielfalt. Neben internationalen Arbeitgebern wie Daimler, Amazon und Fielmann, die Personal suchen, sind auch viele regionale Einrichtungen und Unternehmen wie das Kammergericht Berlin, Vivantes und Berlin Recycling vertreten. Die Agentur für Arbeit bietet zudem eine kostenfreie Prüfung von Bewerbungsunterlagen an. Besucherinnen und Besucher können eine Make-Up- und Stylingberatung nutzen und Bewerbungsfotos anfertigen lassen.

Schirmherren und -damen der Jobmesse sind in diesem Jahr Weiterlesen

Neukölln von seiner natürlichen und tierischen Seite

Mit der Wanderausstellung „Moment mal – ein Vogel – Singvögel in der Stadt“, will das Umwelt und Naturschutzamt Neukölln in Zusammenarbeit mit dem Freilandlabor Britz e. V. die Aufmerksamkeit auf Natur und tierisches Leben in der Stadt lenken. Für eine knappe Woche waren die Bilder und Texte der Ausstellung bereits in der ersten Juli-Hälfte in den Neukölln Arcaden zu sehen. Mittwochnachmittag eröffnete Bernward Eberenz (r.), der Bezirksstadtrat für Umwelt und Naturschutz, nun die Ausstellung im Foyer des BVV-Saals im Rathaus.

„Der Mensch erbaut sich seinen eigenen kulturellen Lebensraum. Er löst sich damit von der Natur, geht weit über sie hinaus. Doch wie er weiterhin der Weiterlesen

Schöne Bescherung für das Kinderhospiz Berliner Herz

Alle Jahre wieder stellt die Galeria Kaufhof in den Neuköllner Gropius Passagen in der Weihnachtszeit einen Charity-Baum auf. In diesem Jahr wurde die Aktion zu charity-baum-galeria-kaufhof_gropiuspassagen-neukoellnGunsten von unheilbar erkrankten Kindern durch-geführt, die vom Kinderhospiz Berliner Herz  ambulant und stationär bis zu ihrem Tod begleitet werden. „Zuerst musste ich heftig schlucken, als ich von der Existenz des Kinderhospizes erfuhr“, berichtete Maxi Volland, Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof-Filiale, als sie am Donnerstagvormittag zusammen mit dem Neuköllner Gesundheits- und Jugendstadtrat Falko Liecke die Geschenke an Sandra Horn, Koordinatorin des Kinderhospizes, übergab.

Binnen einer Woche waren die 52 Geschenkwünsche für maximal 25 Euro, die Kinder und ihre Eltern auf bunte Wunschkarten geschrieben hatten, von Kunden und Mitarbeitern des Kauf-hauses bereits erfüllt. „Ich möchte allen Spendern recht herzlich Weiterlesen

Kommunalpolitisches Potpourri

Für Neuköllns Bezirksverordnete beginnt heute die zweite Woche voller öffentlicher Ausschusssitzungen amtsgericht und rathaus neukoellnim neuen Jahr:

Um 17 Uhr trifft sich der Ausschuss für Verwaltung und Gleichstellung, u. a. um über eine Fortschrei-bung des Neuköllner Integrationspapiers von 2009 abzustimmen.
Morgen um 17 Uhr tagt der Stadtentwicklungs-Ausschuss, der u. a. die Vorstellung der Umbau-pläne der Gropiuspassagen und Genehmigungs-kriterien für den Milieuschutz auf der Agenda hat.
Zeitgleich kommt der Sozialausschuss zusam-men, um z. B. den aktuellen Sachstand bei den Flüchtlingsunterkünften zu erfahren.
Mittwoch geht es ab 17 Uhr im Sportausschuss, um 30 Jahre Football in Neukölln, die Vorstellung der Leffers Sportstiftung und das Sportsanie-rungsprogramm im Bezirk
Donnerstag hat der Ausschuss für Bürgerdiens-te ab 17 Uhr seine Sitzung, einer der Tagesordnungspunkte sind leerstehende Woh-nungen in der Boddinstraße 5. Wer an der parallel angesetzten Sitzung des Inte-grationsausschusses teilnehmen wollte, hat frei: Sie fällt aus.

Nach 30 Jahren: Das Aus der Buchhandlung SoSch

sosch buchhandlung_gropius-passagen_neuköllnAm Heiligabend endet eine Ära, die 1985 begann, als dort, wo seit 1996 die Gropius Passagen sind, noch ein Einkaufszentrum mit nur 40 Ladenpavillons stand. In einem davon hatte Sonja Schwestka-Krause, die 1980 der gropius passagen_neuköllnLiebe wegen von Österreich nach Berlin gekommen war, eine Buchhandlung eröffnet – auf gerade mal 36 Quadratme-tern.

Heute hat die Buchhandlung SoSch 629 Quadratmeter Ver-kaufsfläche. Und zu dieser, die strategisch günstig nahe dem Haupteingang liegt, gehören außerdem drei Räume im Kellergeschoss. „Der 24. Dezember ist unser letzter Verkaufstag“, sagt Sonja Schwestka-Krause. Danach wird das Objekt geräumt, um es pünktlich am 11. Januar an Weiterlesen

Neukölln für die Tonne

Morgen beginnt die Europäische Woche der Abfallvermeidung, und zu den über 145 angemeldeten Akteuren gehören auch fünf in Neukölln. Mit Aktionstagen beteiligen sich der Soziale Computerladen in der Briesestraße, der PC-Recycling anbietet, Im- pact Hub im Mittelweg mit einem Reparaturcafé für Smartphones und elektrische Haushaltsgeräte und die Ahoj! Souvenirmanufaktur, die unter dem Motto Bonus Beu-

wie neu kölln_bsr-mülleimer neukölln

tel Berlin  zum Selbermachen von Einkaufsbeuteln einlädt. Außerdem sind die Neu- kölln Arcaden sowie die Gropius Passagen mit der Aktion Abfallarmes Weihnachten dabei. Für alle, die sich spielerisch auf die Themen Müllvermeidung, Weiterlesen

Als Bettlektüre ungeeignet: Buchpremiere des neuen Fitzek-Thrillers „Der Nachtwandler“ in Neukölln

Man musste schnell sein, um Karten zu ergattern. Denn es dauerte nicht lange, bis die etwa 150 Plätze vergeben waren, die die Buchhandlung SoSch in der Neuköllner sebastian fitzek_der nachtwandler_knaurGropiusstadt für die  Buchpremiere von Sebastian Fitzeks neuem Psychothril- ler „Der Nachtwandler“  anbieten konn- te.

„Wer bist du, wenn du schläfst?“, um diese Frage hat der Berliner Bestseller- Autor einen packenden Plot ausgetüftelt: Fitzeks Protagonist Leon Nader nämlich, der schon in seiner Kindheit wegen massiver Schlafstörungen psychothera- peutisch behandelt wurde, befürchtet, nachts wieder die Horizontale zu ver- lassen. Persönliche Dinge verschwin- den ganz oder tauchen plötzlich an Stellen in der Wohnung wieder auf, wo er sie nicht hingelegt hatte. Ein Paar Sportschuhe wird in der Mikrowelle zum qualmenden Klumpen. Wie anders als mit erneuten somnambulistischen Phasen ließe sich all das erklären? Leon Nader jedenfalls kann sich nicht daran erinnern, zu diesen Geschehnissen beigetragen zu haben.  Als schließlich eines Morgens seine von schwersten Misshandlungen gezeichnete Frau Natalie die gemeinsame Woh- nung verlässt, den Aufzug im Haus in der 3. Etage besteigt, aber nie im Erdgeschoss ankommt  und verschwunden bleibt, beginnt  für ihn die Hölle – und für die Leser ein rasantes, furioses Verwirrspiel.

Um dem eigenen nächtlichen Treiben auf die Spur zu kommen, nimmt Nader nicht nur Kontakt zu dem Psychiater auf, der ihn schon früher behandelt hatte, sondern er geht außerdem nicht mehr ohne eine funkgesteuerte Kamera zu Bett, die er mit einem Stirnband an seinem Kopf befestigt. „Wer bist du, wenn du schläfst?“ Dieser Frage schließt sich nun schnell eine zweite an: die  nach dem Wo. Denn Leon Na- ders schlafwandelndes Ich fitzek_der nachtwandlerstößt hin- ter einem Bauernschrank im Schlaf- zimmer auf eine Tür, die er nie zuvor gesehen hat.

Auch in seinem achten Thriller „Der Nachtwandler“ zieht Sebastian Fitzek wieder alle Register seines Könnens. Im Nu steckt der Leser mitten im Strudel eines beklemmenden Kammerspiels, das immer mehr an Fahrt aufnimmt und dabei immer abstruser wird. Was erlebt Leon Nader wirklich und was nur im Schlaf? Das würde wohl nach der 159. von 318 Seiten niemand beantworten wollen. Aber Fitzek wäre nicht Fitzek, wenn er die Erzählstränge nicht fest in der Hand hielte und am Ende alle Ereignisse schlüssig enträtseln würde.

Zu erleichtertem Aufatmen führt das allerdings in diesem Fall nicht. Wer weiß schon genau, was er wirklich tut, wenn er nur zu schlafen glaubt? Und: Wer guckt in Zeiten, in denen Wohnungen knapp sind, so genau hin, dass ihm bei Besichtigungen eine hinter einem Schrank verborgene Tür auffiele? Diese Skepsis könnte bleiben, selbst wenn  „Der Nachtwandler“  längst einen Platz im Bücherregal gefunden hat.

=ensa=