0178 523 58 38 – eine Nummer, die Leben retten kann

Der Erfrierungstod eines Obdachlosen in Berlin war 1994 die Geburtsstunde einer mobilen Hilfseinrichtung. Seit dem 1. November fährt der Kältebus der Berliner Stadt-mission auch in diesem Winter wieder von 21 bis 3 Uhr durch Berlin, um Kon-takt zu hilflosen Menschen aufzuneh-men. und sie mit Tee, Schlafsäcken oder medizinischer Hilfe zu versorgen. Wer aber Obdachlose bemerkt, die nicht mehr ansprechbar sind, sollte statt der 0178 523 58 38 gleich die 112 anrufen.

Drei Projekte der Wohnungslosenhilfe in Neukölln unter einem Dach

Seit Anfang Oktober arbeitet die Berliner Kältehilfe und bietet bis Ende April 2019 zusätzliche Notübernach-tungsplätze in der Stadt an. Erstmals beginnt die Hilfesaison einen Monat früher und dauert einen Monat länger als in den Vorjahren. Auch organisa-torisch sind die Helferinnen und Helfer besser als in der Vergangenheit vorbereitet. „In den vergangenen Monaten wurde in Verbänden, Projekten, Bezirken und Senatsverwaltungen intensiv gearbeitet, um die Unterbringung und Versorgung von wohnungs- und obdachlosen Menschen zu verbessern“, erklärte erst am Mittwoch vorletzter Woche Elke Breitenbach, die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, auf der 2. Berliner Strategiekonferenz zur Wohnungslosenhilfe. Die 1.Strategiekonferenz hatte im Januar Weiterlesen

Nachts in den Straßen der Hauptstadt

„Jetzt in Neukölln Straßenschläfer mit Tee und Schlafsack versorgt“ oder „Ein junger Mann erzählt uns, dass er seit sechs Wochen auf der Straße lebt, eigentlich im April mit dem Medizinstudium beginnt, aber die verspro-chene Wohnung nicht bekommen hat“ oder „Manche wollen aber auch einfach keine Hilfe annehmen“: Es sind Eindrücke wie diese, die Neuköllns Sozialstadtrat von einer Nacht mit dem Berliner Kältebus-Team mitbrachte. „Viele krasse Eindrücke – zum Lachen, zum Schreien, zum Weinen“, resümiert Jochen Biedermann und bittet, Obdachlose auf jeden Fall zu fragen, ob sie Hilfe brauchen, und das Kältebus-Telefon 0178 523 58 38 anzurufen, wenn sie die Frage bejahen.

Zweite Saison der Kältehilfestation Teupitzer Straße

Die Kältehilfestation für männliche Obdachlose in der Teupitzer Straße 39 ist ab heute wieder geöffnet. Bis zu 25 obdachlose Männer können die im vergangenen Jahr erstmals eingerichtete Notübernachtung bis 31. März 2018 nutzen. Der Neuköllner Sozialstadtrat Jochen Biedermann, der im letzten Winter selbst zwei Freiwilligenschichten in der Kältehilfe einlegte und so die Einrichtung aus einem anderen Blickwinkel kennenlernte, erklärte zur Eröffnung in den Räumen des früheren Obdachlosenasyls in Nord Neukölln: „Beeindruckt hat mich die große Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft und der Gewerbetreibenden der Umgebung. Mein Dank gilt allen, die auch im kommenden Winter mit daran Weiterlesen

Anlauf zur Kältehilfe-Saison 2017/18

Alle Jahre wieder beginnt kurz vor Einbruch der kalten Jahreszeit die hektische Suche nach Notübernach-tungsplätzen für Obdachlose in Berlin, denn sobald das Thermometer unter Null sinkt, droht beim Über-nachten im Freien der Erfrierungstod. „Wir müssen zu einer langfristigen Planung kommen“, kritisierte der Neuköllner Sozialstadtrat Jochen Biedermann (l.) im Januar diesen Jahres die bisherige Praxis im Land Berlin. „Nach der Kältehilfe ist vor der Kältehilfe“, sagte er damals dem FACETTEN-Magazin und forderte, dass spätestens im Frühsommer ein Konzept für die Saison 2017/2018 vorliegen müsse.

Pünktlich zum Abschluss der Kältehilfe-Saison 2016/17, die am 31. März endete, fand am vergangenen Montag ein Treffen für den Erfahrungs- und Weiterlesen

Optimistische Zukunftsperspektiven mit Wermutstropfen: Bezirksamt Neukölln stellt Arbeitsschwerpunkte für 2017 vor

„Ein Jahrzehnt der Investitionen liegt vor uns“, frohlockte Neuköllns Bezirksbürger-meisterin, als sie und ihre Dezernenten gestern Mittag bei einer gemeinsamen eberenz_liecke_giffey_raemer_biedermann_bezirksamt-neukoellnPressekonferenz im Rathaus die Arbeitsschwer-punkte für das laufende Jahr vorstellten. Hinter Dr. Franziska Giffey und den Bezirksstadträten stand zur Veranschaulichung zwischen der Berliner und der Neuköllner Fahne eine Karte des Bezirkes mit vielen bunten Fähnchen, die die Orte der künftigen Investitionen markierten.

„Wir setzen uns für die direkte Anbindung des Hauptstadtflughafens BER an die U-Bahnlinie 7 mit einer Station am Liselotte-Berger-Platz im Frauenviertel ein. Wir brauchen die Verlängerung Weiterlesen

„Nach der Kältehilfe ist vor der Kältehilfe“: Neuköllns Sozialstadtrat fordert langfristiges Notunterkünfte-Konzept

schlafsaal_kubus-obdachlosen-notunterkunft-neukoellnEigentlich ist die Kubus gGmbH, deren Neuköllner Einrichtung in der Teupitzer Straße auf dem Areal eines ehemaligen Obdachlosennachtasyls liegt, für seine an Arbeitslose adressierten Beschäftigungs- und Bildungsprojekte sowie als Träger der freien Jugendhilfe bekannt. Um die Obdachlosenarbeit kümmerten sich auf dem geschichtsträchtigen Gelän-de nahe dem Neuköllner Schiffahrtskanal bislang allein die Wohnungslosen-Erstaufnahme „Die Teupe“  der GeBeWo mit derzeit etwa 200 Bewohnern sowie das Obdachlosenasyl für Frauen und Kinder des Vita e. V. mit augenblicklich circa 80 Personen.

Das ist ab heute anders: „Wir haben auf Wunsch des Bezirksamtes Weiterlesen