Jobcenter Neukölln verlängert Leistungen zum Lebensunterhalt vorerst automatisch

Gute Nachricht für alle, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Hartz-IV) beziehen und in nächster Zeit eigentlich einen Weiterbewilligungsantrag stellen müssten: „Für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 31. März 2020 bis vor dem 31. August 2020 enden (einschließlich 30. August 2020), werden die Leistungen auf Basis der Verhältnisse des bisherigen Bewilligungszeitraums automatisch weiter bewilligt. Sie brauchen in diesen Fällen keinen Weiterbewilligungsantrag zu stellen“, teilt die Arbeitsagentur auf ihrer Webseite zum Bezug des Weiterlesen

Industriearbeitsplätze in Neukölln auf Talfahrt: Die Linke bilanzierte Hartz IV im Bundestag

Zu einer politischen Bilanz „15 Jahre Hartz IV“ lud die Bundestagsfraktion der Partei Die Linke nur wenige Wochen nach dem Hartz IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in den Deutschen Bundestag. Im ehemaligen Arbeiterbezirk Neukölln bewegt augenblicklich der Abbau gut bezahlter Industriearbeitsplätze die Menschen und hier sind – ebenso wie in Mitte – besonders viele Menschen auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angewiesen. In vier Arbeitsgruppen diskutierten Aktive, Initiativen sowie Vertreter von Weiterlesen

„Die in Deutschland am weitesten verbreitete Form der Diskriminierung ist die Abwertung von Langzeitarbeitslosen“

In Deutschland entscheide vor allem die soziale Herkunft, über welche Zugänge zu Bildung und zu kulturellen und materiellen Ressourcen ein Kind verfügt, erklärt die Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage einleitend zu ihrem neuesten Themenheft „Klassismus – Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft“. In den vergangenen Jahren seien große Anstrengungen unternommen worden, um die Gesellschaft für unterschiedliche Formen der Diskriminierung zu sensibilisieren. „Während inzwischen viele Maßnahmen gegen Rassismus oder Homophobie ergriffen werden, wird der Klassismus, so der Fachbegriff für die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft, nach wie vor stiefmütterlich behandelt“, beklagt die Weiterlesen

Welche Auswirkungen haben Sanktionen im SGB II?

In Neukölln sind aktuell rund 76.700 Menschen auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II angewiesen. Die sogenannte Hartz-IV-Quote des Bezirkes liegt damit bei 29 Prozent – im Vergleich zu 19 Prozent im Berliner Durchschnitt. Besondere Aufmerk-samkeit hat im einstigen Arbeiterbezirk Neukölln deshalb eine 11-seitige Übersicht qualitativer Studien über die Auswirkungen von Sanktionen im SGB II verdient, die der Fachbereich Arbeit und Soziales der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages kürzlich erstellte. Die letzte große Anhörung um SGB-II-Sanktionen fand Weiterlesen

Optimistische Zukunftsperspektiven mit Wermutstropfen: Bezirksamt Neukölln stellt Arbeitsschwerpunkte für 2017 vor

„Ein Jahrzehnt der Investitionen liegt vor uns“, frohlockte Neuköllns Bezirksbürger-meisterin, als sie und ihre Dezernenten gestern Mittag bei einer gemeinsamen eberenz_liecke_giffey_raemer_biedermann_bezirksamt-neukoellnPressekonferenz im Rathaus die Arbeitsschwer-punkte für das laufende Jahr vorstellten. Hinter Dr. Franziska Giffey und den Bezirksstadträten stand zur Veranschaulichung zwischen der Berliner und der Neuköllner Fahne eine Karte des Bezirkes mit vielen bunten Fähnchen, die die Orte der künftigen Investitionen markierten.

„Wir setzen uns für die direkte Anbindung des Hauptstadtflughafens BER an die U-Bahnlinie 7 mit einer Station am Liselotte-Berger-Platz im Frauenviertel ein. Wir brauchen die Verlängerung Weiterlesen

„Hartz IV ist ungerecht und demütigend“: Systemkritik eines Neuköllner Aufstockers als Novelle

thomas pregel_stadtbibliothek neuköllnEinen „sehr fleißigen Aufstocker“ konnte Bibliothe-kar Ralph Haack gestern Abend im dicht besetzten Veranstaltungsraum der Neuköllner Stadtbibliothek begrüßen: Thomas Pregel war gekommen, um aus seiner im letzten Jahr erschienenen und teils autobiographischen „Hartznovelle“ zu lesen.

Grundsituation der Erzählung: Die gelernten Histo-riker Dr. Heiko Rüdesheimer, Dr. Katharina Breiten-bach und der Magister Artium-Absolvent Sebastian Podbielski haben nie einen richtigen Einstieg ins Berufsleben gefunden. Sie treffen sich jetzt regelmäßig im Emser Eck, einer fiktiven Kneipe, für die es in Nord-Neukölln Weiterlesen

Hauptrollen für zwei Neuköllner Jungs in neuem Kinderkrimi

dorit linke_fett kohle_magellan-verlagNiklas könnte das Geld schon gut gebrauchen. Der Elfjährige lebt mit seiner Mutter, ihrem neuen Mann und seinen beiden Stiefgeschwistern in Neukölln, ganz in der Nähe vom Tempelhofer Feld. Und die Familie wiederum lebt von Hartz IV, ist also permanent knapp bei Kasse. Für Niklas gilt das plötzlich nicht mehr, als er eines Abends beobachtet, wie eine große Tasche aus dem offenen Fenster eines Transporters, den die Polizei verfolgt, geworfen wird und im Müllcontainer vor dem Haus landet.

Als draußen alles wieder ruhig ist, holt er sich die Tasche, öffnet sie und findet darin richtig fett Kohle. So viel, dass er seiner Mutter endlich eine neue Spülmaschine, den Stiefgeschwistern gleich mehrere neue Paar Schuhe und sich selber etliche Flugtickets Weiterlesen