Drei Projekte der Wohnungslosenhilfe in Neukölln unter einem Dach

Seit Anfang Oktober arbeitet die Berliner Kältehilfe und bietet bis Ende April 2019 zusätzliche Notübernach-tungsplätze in der Stadt an. Erstmals beginnt die Hilfesaison einen Monat früher und dauert einen Monat länger als in den Vorjahren. Auch organisa-torisch sind die Helferinnen und Helfer besser als in der Vergangenheit vorbereitet. „In den vergangenen Monaten wurde in Verbänden, Projekten, Bezirken und Senatsverwaltungen intensiv gearbeitet, um die Unterbringung und Versorgung von wohnungs- und obdachlosen Menschen zu verbessern“, erklärte erst am Mittwoch vorletzter Woche Elke Breitenbach, die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, auf der 2. Berliner Strategiekonferenz zur Wohnungslosenhilfe. Die 1.Strategiekonferenz hatte im Januar Weiterlesen

Fachtagung „Saore Roma“ diesmal mit dem Schwerpunktthema Wohnen

Zum vierten Mal fand gestern die alljährliche Fachtagung „Saore Roma“ (Alle Roma) des Amaro Foro e. V. in der Neuköllner Werkstatt der Kulturen statt. Das podiumsdiskussion_fachtagung-amaro-foro_neukoellnSchwerpunktthema kreiste diesmal um die Frage „Wohnen – eine Selbstverständichkeit?“  Immer wieder berichten Klienten bei der Sozialberatung des Amaro Foro e. V. Fälle von Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt und im Wohnumfeld. Auch um akute Fälle von Obdach-losigkeit müssen sich Sozialberaterinnen und -berater verschiedener Beratungseinrichtungen kümmern. Gemeinsam mit Vertretern der Bezirks- und Landesverwaltungen sowie der Polizei, mit kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, Weiterlesen

Himmlisches aus Neukölln

engelbrot, märkisches landbrot, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)Dass Peter Steinhoff eine neue Brotsorte erfindet, ist nichts Ungewöhnliches. Das hat er schon oft in seiner inzwischen 35-jährigen Karriere als Bäcker getan. Eher besonders ist für ihn aber, dass das Brot schon einen Namen hat, bevor es überhaupt ein Rezept gibt. Engelbrot  soll es heißen, in Anlehnung an die Frost- schutzengel-Aktion, der es zugute kommen wird, hatte die Geschäftsleitung der Neuköllner Biobäckerei Märkisches backstubenleiter peter steinhoff, engelbrot, märkisches landbrot, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)Landbrot entschieden, wo Steinhoff seit 1987 beschäftigt und seit acht Jahren Backstubenleiter ist. „Viel“, erinnert er sich, „fiel mir dazu erstmal nicht ein.“ Nur, dass Deme- ter-Lichtkornroggen-Mehl die Grundlage sein soll, sei ihm schnell klar gewesen.

Samstagmittag in der Produktionshalle von Märkisches Landbrot: Der Engelbrot-Vorteig aus Mehl und Wasser arbeitet bereits seit 24 Stunden in einem 80 Liter-Kessel vor sich hin. Dass Peter Steinhoff heute arbeitet, ist eine Ausnahme; er hat sein Pensum auf eine Fünf-Tage-Woche reduziert. Aber die engelbrot, märkisches landbrot, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)erste größere Engelbrote-Produktion anlässlich der am nächsten Tag stattfindenden Terra-Hausmesse wollte er sich nicht nehmen lassen: „Das ist ein ganz wichtiger Termin für uns, weil da viele Inhaber und Angestellte unserer Verkaufsstellen sind und die zum ersten Mal die Gelegenheit haben, das Engelbrot zu probieren.“ Fast drei Kilogramm Bio-Landhonig aus Brandenburg und knapp zwei Pfund biozertifiziertes Meersalz geben der Neukreation ihren ganz besonderen Geschmack. „Etwas in der Richtung haben wir bisher noch nicht im Sortiment“, sagt der 51-Jährige. Aber er macht auch kein Geheimnis daraus, wie das Engelbrot schmecken würde, wenn es nur nach ihm gegangen wäre. Er hätte backstubenleiter peter steinhoff, engelbrot, märkisches landbrot, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)es lieber würziger gehabt, mit Ros- marin. Oder fruchtiger, durch Zugabe von Kardamom. Doch die Berliner und Gewürze im Brotteig … „In ande- ren Regionen Deutschlands“, weiß Steinhoff, der aus Baden-Württem- berg stammt, „sind die Kunden etwas offener für Brotsorten, in denen mehr Gewürze als Salz und Pfeffer ste- cken.“ Von anderen Ländern und Kontinenten ganz zu schweigen. Er kann das beurteilen, weil es auf seiner persönlichen Weltkarte nur noch wenige weiße Flecken gibt: „Und wo ich bin, da verbringe ich auch gerne mal ein paar Tage in engelbrot, märkisches landbrot, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)einer Backstube, um mitzuerleben, wie dort gearbeitet wird.“

Der Spiralkneter hat die Engelbrot-Ingre-dienzien gründlich vermengt und der Mas- se die gewünschte Konsistenz verpasst. Zwei Kessel weiter rührt sich ein Hubkneter durch den Teig für Dinkel-Saaten-Brote mit Sanddorn-Extrakt-Zugabe, ebenfalls eine Neuerfindung von Peter Steinhoff, die bei der Terra-Hausmesse zur Verköstigung angeboten werden soll. Das  Geräusch, das der Kneter macht, erin- nert an Wattwanderungen. Der Bäckermeister zieht sich den Engelbrot-Kessel zum Arbeitstisch. 910 Gramm roher Teig ergeben ein gebackenes 750-Gramm-Brot in Kastenform. Um freigeschoben, d. h. ohne Form, in den Ofen zu kommen, sei das Brot wegen des hohen Honiganteils engelbrot, märkisches landbrot, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)und dessen Zusammenspiel mit hohen Tempe- raturen. Zu schnell würde die Kruste zu dunkel und buckelhart werden. „Abwarten, was ich backstubenleiter peter steinhoff, märkisches landbrot berlin-neuköllnnachher noch mach, damit das in der Kasten- form oben nicht pas- siert!“, fordert Stein- hoff, während er ein Brot nach dem anderen „nach Augenmaß und Handgewicht“ abmisst, zur Kontrolle engelbrot, märkisches landbrot, backstubenleiter peter steinhoff, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)wiegt, knetet, formt und in den Metall- kasten legt. Lange prak- tizierte Bewegungen, die er als Backstu- benleiter allerdings nicht mehr allzu häufig macht. 20 Bäcker und drei Auszubildende habe er unter sich, etwa 40 verschiedene Brotsorten würden täglich in den 11 Öfen bei Märkisches Landbrot gebacken. Da gehe es für ihn hauptsächlich um Orga- nisatorisches, um Bestellungen und die Personalplanung. Oder eben um das Erfinden neuer Brotsorten, was bei ihm meist eine Mischung aus Intuition und engelbrot, backstubenleiter peter steinhoff, märkisches landbrot, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)Anregungen  von Kollegen sei.

Feinstes Lichtkornroggenmehl rieselt durch ein Sieb auf die Engelbrote: „Das gibt nicht nur eine spezielles Aussehen, sondern schützt auch beim Backen die Kruste.“ Noch ein Etikett auf jedes Brot gedrückt, dann geht es für sie ab in den Ofen, und Peter Steinhoff kann sich um die ungleich kleinere Pro- duktion der freigeschobenen Sorten kümmern: um das Dinkel-Saaten-Brot mit dem „wunderbar molligen“ Teig und das Emmer-Dinkel-Brot, dem kandierte Walnüsse zugegeben sind.

„Das Engelbrot ist das, das am besten ankommen engelbrot, märkisches landbrot, backstubenleiter peter steinhoff, soli-aktion frostschutzengel (gebewo)wird“, ist er über- zeugt. Der milde Lichtkornroggen des Neulings, der ab 1. Okto- ber im Handel erhältlich sein wird, schmecke auch Kindern, die für normalen Roggen nicht zu begeistern seien. Und die leichte Süße mit der dezenten salzigen Note mache das Brot zur perfekten Basis für Stullen aller Art. Dass sich die Einschätzung bewahrheitet, würde im Falle des Engelbrots nicht nur Peter Steinhoffs Arbeitgeber freuen, sondern vor allem die  Frostschutzengel-Aktion  der Berliner Kältehilfe. Denn Neuköllns älteste Biobäckerei spendet 30 Cent vom Verkaufspreis jedes  Engelbrots an das Projekt.

=ensa=