Drei Projekte der Wohnungslosenhilfe in Neukölln unter einem Dach

Seit Anfang Oktober arbeitet die Berliner Kältehilfe und bietet bis Ende April 2019 zusätzliche Notübernach-tungsplätze in der Stadt an. Erstmals beginnt die Hilfesaison einen Monat früher und dauert einen Monat länger als in den Vorjahren. Auch organisa-torisch sind die Helferinnen und Helfer besser als in der Vergangenheit vorbereitet. „In den vergangenen Monaten wurde in Verbänden, Projekten, Bezirken und Senatsverwaltungen intensiv gearbeitet, um die Unterbringung und Versorgung von wohnungs- und obdachlosen Menschen zu verbessern“, erklärte erst am Mittwoch vorletzter Woche Elke Breitenbach, die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, auf der 2. Berliner Strategiekonferenz zur Wohnungslosenhilfe. Die 1.Strategiekonferenz hatte im Januar dieses Jahres stattgefunden.

Im Frühjahr nahm die Koordinierungsstelle Standortentwicklung Kältehilfe (KSK), die ein Projekt der GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH ist, ihre Arbeit in der Neuköllner Hobrechtstraße 65 auf. Ziel der Stelle ist die Sicherung und Weiter-entwicklung der Berliner Kältehilfe und ihrer vielfältigen Angebote. Auf der gleichen Etage arbeiten auch der Trägerverbund TRIA, der ein Kooperationsprojekt von Caritas-Verband für das Erzbistum Berlin, Berliner Stadtmission und GEBEWO pro für die mehrsprachige Beratung wohnungsloser EU-Bürger ist, sowie die „Frostschutzengel plus“.

Die Beraterinnen des Projekts „Frostschutzengel plus“ sind Gesundheits- und Sozialberaterinnen, die obdachlose Menschen aus Deutschland und den EU-Ländern unterstützen. „Berlin zieht Menschen aus vielen Ländern mit unterschied-lichsten Träumen an. Einige scheitern, werden betrogen oder ausgebeutet, geraten in dramatische Lebenssituationen und sind auf die Hilfen der Wohnungslosenhilfe angewiesen“, sagte mir Petra Schwaiger vom Projekt. Die Mitarbeiterinnen sind Gesundheits- und Sozialberaterinnen, die obdachlose Menschen aus Deutschland und aus anderen Ländern unterstützen. Sie bieten Beratung und Begleitung, Wissen um gesundheitliche Themen und weiterführenden Hilfen in Deutsch, Englisch, Russisch, Bulgarisch, Polnisch, Bosnisch-Serbisch-Kroatisch und Rumänisch an. „Wir haben auch Kontakt mit der Initiative ‚Give Something Back To Berlin‘. Wir freuen uns immer über ehrenamtliches Engagement in Form von Sprachmittlung“, sagte Schwaiger.

=Christian Kölling=