Solidarität mit dem Musikhaus Bading – ein Beispiel für Möglichkeiten und Grenzen spontaner Hilfsbereitschaft?

„Dit hat meen Herz berührt“, klagte Leierkastenfrau Primel Paula gestern Mittag mit Blick auf das Musikhaus Bading, das in der Silvesternacht fast völlig ausbrannte, weil unbekannte Randalierer erst die Eingangstür des Neuköllner Musiktempels zerstörten und anschließend Pyrotechnik in das Ladengeschäft warfen, bis die historische Inneneinrichtung Feuer fing: Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Nicht nur Trauer und Wut, sondern auch Anteilnahme mit dem dreiköpfigen Bading-Team, das aus der 94-jährigen Tochter des Firmengründers, Brünhilde Schibille, ihrer 84-jährigen Schwägerin Liane Bading und dem 68-jährigen Dieter Götz besteht, sind groß. „Ich unterstütze euch, wo ich kann! Das hat kein Mensch verdient“, steht auf Weiterlesen

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Bauarbeiten länger, Aufzug später – und der schwierigste Abschnitt beim Umbau der Karl-Marx-Straße kommt erst noch

Eigentlich sollte die aufwändige Sanierung der Karl-Marx-Straße im Abschnitt zwischen Uthmann- und Briesestraße, die im April 2016 mit einem feierlichen Spatenstich begann, Ende 2017 fertig sein. Wegen abschließender Asphaltierungsarbeiten, die nur bei Temperaturen über 6 Grad Celsius und trockenem Wetter möglich seien, zögen sich die Bauarbeiten jetzt aber noch bis Ende März 2018 hin, erklärte Wieland Voskamp, der Leiter des Neuköllner Tiefbauamtes.

Verzögerungen gibt es auch bei der Inbetriebnahme des Fahrstuhls auf dem U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, der ursprünglich im Frühjahr 2018 Weiterlesen

Die Karl-Marx-Straße auf dem Weg zur erfolgreichen Einkaufsstraße – und zwischen Anspruch und Wirklichkeit

„Unsere Ära geht zu Ende“, steht in roten Buchstaben auf einem Plakat vor der Hohenzollern-Apotheke am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße: „Am 30. November müssen wir unsere Apotheke nach 117 Jahren leider schließen“, informiert die Apothekerin Dr. Sabine Göhr-Rosenthal ihre Kunden und dankt für die Treue sowie das erwiesene Vertrauen. Schräg gegenüber bzw. direkt neben der Apotheke lagen einst die traditionsreichen Neuköllner Geschäfte Koffer Panneck und die Bickhardt‘sche Buchhandlung. Beide schlossen Ende der 1990er Jahre ihre Türen für immer.

Der Name der Apotheke verweist auf den ersten Standort, an dem sie am 20. Oktober 1900 gegründet wurde. Es war am Hohenzollernplatz 1, dem Weiterlesen

U7: Kein Zugverkehr zwischen Hermannplatz und Yorckstraße

Ab heute bis zum 3. September ist die U7 zwischen U-Bahnhof Hermannplatz und U-Bahnhof Yorckstraße unterbrochen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Der U-Bahnhof Möckernbrücke kann aufgrund der Straßenführung aber nicht angefahren werden. Zwischen U-Bahnhof Yorckstraße und U-Bahnhof Berliner Straße pendelt die U-Bahn im 15-Minutentakt.

Die Arbeiten für ein neues Stellwerk der Linien U6 und U7, die am 11. August mit Baumaßnahmen auf der U6 zwischen S+U-Bahnhof Tempelhof und U-Bahnhof Alt-Mariendorf begannen, sind damit weitgehend abgeschlossen. Erforderlich wurden die Weiterlesen

Grünendes Grün: Fehlanzeige

Die Aufforstung, die Ende November mit fünf noch mickrigen Bäumen namens Fraxinus Ornus zwischen Herrnhuter Weg und Uthmannstraße vor dem Woolworth-Gebäude vollzogen begruenung-hermannstr-neukoellnwurde, kann auch nichts daran ändern: Neuköllns Schmuddel-Magistrale, die Her-mannstraße, ist verglichen mit der in Sanierung begriffenen Karl-Marx-Straße nach wie vor quasi ein Wald..
Doch welchen Baumarten begegnet man eigentlich in Berlin? Und wie lassen sie sich benennen, wenn Verräterisches wie Blätter im Winter fehlen? Darüber informiert morgen um 14 Uhr ein Baum-bestimmungsspaziergang, den das Freilandlabor Britz im Britzer Garten veranstaltet.

Das Gute im Schlechten

Unter extremen Nachteilen haben noch bis Ende nächsten Jahres alle Besitzer von Läden zwischen Uthmann- und Briesestraße zu leiden. Einige Geschäfte waren uefa euro 2016_baustellendeko kms neukoellnbereits verlassen, bevor der Umbau der Karl-Marx-Straße vor ihrer Tür ankam. Doch für Einzelhändler, deren Sortiment sich durch die Fußball-Europameisterschaft stark ver-größert hat, haben die Auswirkungen der Bautätigkeiten auch Vorteile: Dieser nutzt den Bauzaun clever, um sein Fanartikel-Angebot werbewirksam zu präsentieren und Farbe in die Straße zu bringen. Den Laden zu erreichen, ist allerdings kompliziert, wenn man aus der falschen Richtung kommt.

Ein Aufzug, sechs Bäume, 15 Bänke, über 40 Fahrradbügel, rund 100 Poller: Was gibt’s Neues auf der Karl-Marx-Straße?

3.bauabschnitt karl-marx-strasse neukoelln

Als Mitte Juni 2010 zwischen Lahn- und Jonasstraße mit dem Umbau der Karl-Marx-Straße begonnen wurde, war Thomas Blesing schon seit fast vier Jahren Baustadtrat auftakt 3.bauabschnitt karl-marx-strasse neukoellnvon Neukölln. Franziska Giffey hatte damals noch keinen Dok-tortitel und arbeitete als Europa-beauftragte im Bezirksamt. Stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport wurde sie erst, als die Arbeiten im ersten Bau-abschnitt schon in vollem Gange waren.

Jetzt ist Giffey seit fast einem Jahr Bezirksbürgermeisterin, Blesing immer noch Baustadtrat, und bei der Umgestaltung der Karl-Marx-Straße wurde gestern der dritte Bauabschnitt zwischen Uthmann- und Briesestraße in Angriff genommen. „Offiziell ist es aber der zweite, weil der erste genau genommen Weiterlesen