„Für ein gutes Leben in der Gropiusstadt! Wir wollen hier nicht aus- oder wegziehen!“

So fasste eine Mieterin gestern Nachmittag am Ende ihrer Rede bestimmt zusammen, was viele Mieterinnen und Mieter der Großsiedlung derzeit bewegt. Die Mieterinitiative Löwensteinring 23/25 hatte mit Unterstützung der Neuköllner Linken zur Protest-kundgebung „Mietenwahnsinn stoppen!“ auf dem Lipschitzplatz aufgerufen.

„Schon heute ist jeder Dritte in der Gropiusstadt von staatlichen Hilfen abhängig, jedes zweite unserer Kinder lebt in Armut und die älteren unter uns müssen ihre Rente aufstocken. Doch bisher waren wenigstens die Mieten niedrig. Das ändert sich jetzt rasant. Die Mieten steigen von ehemals knapp über 4 Euro pro Quadratmeter auf Weiterlesen

Mietenpolitische Kiezspaziergänge mit einem Rundgang durch Rixdorf gestartet

Netto-Kaltmieten ab 15 Euro aufwärts pro Quadratmeter sind bei Neuvermietungen im Norden Neuköllns längt keine Seltenheit mehr und mit der rasanten Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen wird das Angebot für Mieter weiter verknappt. „In puncto Mieterschutz passiert viel zu wenig, viel zu spät“, kritisierte die Bezirksgruppe der Neuköllner Grünen jüngst beim Start der Kampagne „Rette Deinen Kiez“. Sonnabendnachmittag trafen sich der Grüne Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann und Willi Laumann Weiterlesen

In eigener Sache – zum Zweiten

Was am vorletzten Samstag begann, wird jetzt fortgesetzt. In der Reihe „Ich lese das FACETTEN-Magazin, weil …“ bringen heute vier weitere Testimonials ihre Wert-schätzung sowie Erwartungen an meine Neukölln-Berichterstattung zum Ausdruck.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

=Christian Kölling=

Zwischenbilanz zum Milieuschutz in Neukölln

Neukölln hat mit drastisch steigenden Mieten zu kämpfen, doch um die Verdrängung alteingessener Mieter zu verhindern, ist seit Anfang 2016 der sogenannte Milieuschutz in vielen Kiezen im Norden des Bezirks in Kraft.

Die Neuköllner Linke-Abgeordneten Anne Helm lud Donnerstagabend ins Wahlkreisbüro Rigorosa, das sie in der Schierker Straße 26 mit ihrem Kollegen Niklas Schrader teilt, um eine Bilanz zum bisher praktizierten Milieuschutz zu ziehen und zu diskutieren, ob der Milieuschutz ein effektives Mittel gegen steigende Mieten im Bezirk ist. Eingeladen waren zum Erfahrungsaustausch, den Weiterlesen

Bauarbeiten länger, Aufzug später – und der schwierigste Abschnitt beim Umbau der Karl-Marx-Straße kommt erst noch

Eigentlich sollte die aufwändige Sanierung der Karl-Marx-Straße im Abschnitt zwischen Uthmann- und Briesestraße, die im April 2016 mit einem feierlichen Spatenstich begann, Ende 2017 fertig sein. Wegen abschließender Asphaltierungsarbeiten, die nur bei Temperaturen über 6 Grad Celsius und trockenem Wetter möglich seien, zögen sich die Bauarbeiten jetzt aber noch bis Ende März 2018 hin, erklärte Wieland Voskamp, der Leiter des Neuköllner Tiefbauamtes.

Verzögerungen gibt es auch bei der Inbetriebnahme des Fahrstuhls auf dem U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, der ursprünglich im Frühjahr 2018 Weiterlesen

Mitarbeit erwünscht: Lenkungsgruppe bisher ohne Gewerbetreibende aus der Karl-Marx-Straße

„Ich habe Angst, dass Neukölln zu erfolgreich wird. Wir starten zu sehr durch.“ Mit dieser überraschenden Aussage appellierte Willi Laumann vom Berliner Mieterverein am vergangenen Dienstagabend beim 20. Treffen der [Aktion! Karl-Marx-Straße] an alle Bewohner und Geschäftsleute im Sanierungsgebiet Sonnenallee/Karl-Marx-Straße, sich sehr viel stärker als bisher in die Politik einzumischen. Laumann kandidierte neben sechs anderen Personen für die A!KMS-Lenkungsgruppe, die am Ende der Veranstal-tung per Akklamation bestätigt wurde.

Schwerpunktmäßig ging es bei der turnusmäßigen Sitzung der [Aktion! Karl-Marx-Straße], die im KinderKünsteZentrum in der Ganghofer-straße stattfand, allerdings um die Bedeutung von Netzwerken Weiterlesen

Ein Jahr Milieuschutz in Neuköllner Kiezen

Nur wenige Interessierte kamen am vergangenen Freitagnachmittag in den Gemeindesaal der Genezareth-Gemeinde, um auf Einladung des Quartiersmanage-ments Schillerpromenade über die Wirkung des seit einem Jahr in Teilen Neuköllns geltenden Milieuschutzes zu diskutieren. Dabei war das Podium prominent besetzt: Neben dem für Stadt-entwicklung zuständigen Bezirksstadtrat Jochen Biedermann (3. v. l.) nahmen Stadt und Land-Geschäftsführer Ingo Malter (r.), Dr. Jochen Lang (2. v. l.), Abteilungsleiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sowie die Architektin des Evangelischen Friedhofsverbands, Bettina Bauerfeind (l.), Platz. Max Althoff (3. v. r.), Mietrechtsanwalt Weiterlesen