„Berlinale Goes Kiez“ bringt internationales Filmflair auch nach Neukölln

In wenigen Tagen startet die 68. Berlinale, für die heute der Vorverkauf begonnen hat. „Berlinale Goes Kiez“ heißt die Sonderreihe, mit der seit 2010 das Festival dezentral in die Programmkinos der Stadt gebracht wird, um die Arbeit jener Filmtheater zu würdigen, deren engagierte Betreiber sich für eine lebendige Kinokultur einsetzen, und deren Besucher über das ganze Jahr hinweg auch anspruchsvolle Filme sehen möchten.

Für die Besucherinnen und Besucher ist „Berlinale Goes Kiez“ die Gelegenheit, im vertrauten Kiezkino Berlinale-Vorstellungen zu sehen und vor der Haustür Festivalatmosphäre zu schnuppern. Am 22. Februar ist die Sonderreihe in Neukölln im Neues Off in der Hermannstraße zu Gast. Gezeigt werden Weiterlesen

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Würdigung im Neuköllner Passage-Kino

neuköllner oper_passage-kino neuköllnZu einer Matinee, die dem böhmischen Reformator Jan Hus gewidmet war, hatten das Deutsche Kulturforum östliches Europa und das Tschechische Zentrum Berlin am vergangenen Sonntag ins Neuköllner Passa- ge-Kino eingeladen. Bis zum Jan-Hus-Weg und zum Böhmischen Dorf sind es von hier aus wenige Minuten Fußweg.

Die stellvertretende Direktorin des Kultur-forums, Tanja Krombach, bedauerte in ihrer Einleitung im mit rund 50 Interessierten nur spärlich gefüllten Kinosaal, dass 2015 nicht zum Jan Hus-Jahr ausgerufen worden sei. Einen Anlass dazu hätte es sehr wohl gegeben: Vor 600 Jahren Weiterlesen

„Das Böhmische Dorf ist die Keimzelle der deutsch-tschechischen Beziehungen“

neueröffnung böhmisches dorf neuköllnAutofahrer, die gestern Mittag vom Richardplatz in die Richardstraße abbiegen wollten, hatten Pech. Auch in gesperrte richardstraße_neueröffnung böhmisches dorf neuköllnumgekehrter Richtung gab es für sie kein Durch-kommen. Denn die Straße, die seit einiger Zeit keine Großbaustelle mit Schika- nen für Fußgänger und gesperrte richardstraße_neueröffnung böhmisches dorf neukoellnden rollenden Verkehr mehr ist, war gesperrt – um am 20. Jahrestag der Städtepartnerschaft von Prag und Berlin ihre Neu- eröffnung zu feiern. „Neueröffnung des Böhmischen Dorfes“ hieß es gar in den Einladungen. Außerdem war davon die Rede, dass die elfte Generation von Nachfahren böhmischer Einwanderer das Weiterlesen

Happy End im Neuköllner Passage-Kino

spatzenkino berlin_passage-kino neuköllnVormittags im Passage-Kino. Bis zum Beginn der ersten Vorstellung dauert es noch einige Stunden. Dennoch ist die Tür zum Saal 1 mit seinen 220 Plätzen schon geöffnet, und auch die Beleuchtung ist angeschaltet.

Vor dem dunkelroten Vorhang steht eine Frau, die eine große Handpuppe trägt, die ein Spatz sein soll, obwohl sich dieser farblich doch sehr von seinen natürlichen Vorbildern unterscheidet. Ihm, dem Spatz, gibt Tamara Rettenmund seit inzwischen 10 Jahren spatzenkino berlin_passage-kino neukoellnCharakter und Stimme. Dass er noch Weih- nachtslieder üben muss, lässt die Schauspielerin ihn sagen. Und, dass er, ganz frecher Spatz, schon alle 24 Türen von seinem Adventskalender geöffnet hat – obwohl eigentlich erst 18 offen sein dürften. Konnte man bisher den Eindruck haben, Tamara Rettenmund würde weitgehend leeren Kinoses- seln von dem erzählen, was der Spatz getan hat und noch tun muss, stellt sich nun schlagartig ein anderer ein: „Wenn ihr wollt, dass der Film losgeht, nach dem Weihnachten wieder über eine halbe Weiterlesen

„Kraftidioten“ bringt berlinalische Momente nach Neukölln

Nicht allein am roten Teppich vor dem Passage Kino merkte man vorgestern, dass die Berlinale zu Gast in Neukölln ist. Auch der Ansturm auf die Kinokasse war ungewöhnlich groß. Ein altersmäßig berlinale goes kiez_passage-kino neuköllnbunt gemischtes Publikum wollte im 220 Be- sucher fassenden Saal des geschichts-trächtigen Kinos an der Karl-Marx-Straße den Wettbewerbsfilm „Kraftidioten“ („In Order of Disappearance“) des norwegi- schen Regisseurs Hans Petter Moland se- hen.

Möglich wurde es durch die Sonderreihe Berlinale Goes Kiez, die schon zum dritten Mal Gast im Passage Kino war, wie Berlinale-Jurymitglied Matthias Elwardt vor dem Beginn des Films verkündete. Als Kinopatin konnte diesmal die Regisseurin Yase- min Şamdereli gewonnen werden, deren Berlinale-Wettbewerbsfilm Weiterlesen

Herzlich willkommen in Pampsee!

dieter nidziella_ausstellungsprojekt heimisch_neuköllnDie Begrüßung ist freundlich. Wer nach Pampsee kommt, wird von Dieter Nidziella lächelnd empfan- gen. Ein „Gleichfalls!“ käme von dem Mann mit der Ziege an der Seite aber nicht zurück, wenn man ihm „Guten Tag!“ sagen würde. Andere Leute aus Pamp- see sind wesentlich gesprächiger.

Wer den Ort auf einer Landkarte finden will, sucht vergeblich danach, denn das nur 250 Quadratmeter große Pampsee ist eine Kunstgemeinde. Erfunden und erarbeitet wurde sie als Gemeinschaftsprojekt der in Neukölln lebenden Künstlerin Barbara Caveng und zahlreichen Einwohnern der 600-Seelen-Ortes Blankensee, in den wiederum vor 10 Jahren das Dorf  Pampow eingemeindet wur- de. Der neu gegründete, nur aus einer riesigen Holzskulptur und Weiterlesen

Geschmacklosigkeit im XXL-Format

Bis vor kurzem hieß der Laden an der Ecke Ber- thelsdorfer-/Richardstraße noch „Pulcinella“ und war als Low Budget-Restau- rant eine Neuköllner Insti- tution. Die Portionen der Pasta-Gerichte waren üp- pig und geschmacklich akzeptabel, die Pizzen le- cker bis durchschnittlich und die Preise beinahe erschreckend niedrig.

Nun – nach nur zweitägiger Schließung – heißt das Restaurant auf der Rückseite des Passage Kinos und der Neuköllner Oper „L. A. New York“, hat eventuell einen neuen Inhaber und de facto erheblich höhere Prei- se. Außerdem gibt es eine noch längere Speisekarte, auf der nicht nur der Neukölln-Burger und zahlreiche XXL-Gerichte auffallen. Highlight, wenn auch in negativer Hinsicht, ist definitiv das, was unter den Nummern 80 bis 82 aufgeführt ist: In gleich drei Variationen ist die Pizza Hartz 4 mit einem Meter Durchmesser zu haben. Das soll vermutlich originell sein, könnte aber ebenso gut als blasiert empfunden werden.

=ensa=