Neuköllner Grundschule bietet Laufbus als Alternative zum Elterntaxi an

Es gibt viele Gründe, warum Kinder zu Fuß zur Schule gehen sollten. Die Konrad-Agahd-Grundschule hat deshalb in Kooperation mit der AG Urban unter dem Namen „Laufbus“ eine Laufgemeinschaft der Schülerinnen und Schüler organisiert, die Teil des Projektes „Sicher durch den Kiez“ ist. Schulleiterin Simone Schützmann, Projektleiter Michael Pinetzki und Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann stellten am Montagvormittag den Laufbus () der Öffentlichkeit vor, der im QM-Gebiet Körnerpark aus Mitteln der Sozialen Stadt gefördert wird. Die Idee soll sich erfolgreich weiter verbreiten, denn viel zu viele Eltern bringen ihr Kind morgens mit dem Auto zur Schule. Die sogenannten „Elterntaxis“ verstopfen aber nicht nur die Straßen Weiterlesen

Schüler-Filmprojekt erkundet die Dauerbaustelle auf der Karl-Marx-Straße

Wundern Sie sich eigentlich noch über die Baustelle, die auf der Karl-Marx-Straße seit Dezember 2010 langsam von Süden nach Norden wandert?

Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Konrad-Agahd-Grundschule sowie einer 9. Klasse der Zuckmayer-Oberschule sahen sich von März bis November 2018 ausgerüstet mt Helmen, Warnwesten und Arbeitsschuhen die Dauerbau-stelle einmal genauer an, um die Entwicklung auf der Karl-Marx-Straße filmisch festzuhalten. Die Jugendlichen befragten mit Kamera und Mikrofon die Passanten und Anwohner ebenso wie Weiterlesen

Mal schon nah, mal noch fern: Welche Veränderungen stehen dem Neuköllner Schillerkiez bevor?

plakat_zukunftswerkstatt-schillerkiez_neukoellnDas Interesse an der Zukunft des Schillerkiezes, die am vergangenen Sonnabend auf Einladung des Quartiers-managements in den Räumen der Kinderwelt am Feld erörtert wurde, war eher dürftig. Die Gegenwart in Form eines milden, sonnigen Septembertages verschaffte dafür dem Tempelhofer Feld umso mehr Andrang.

Wie wird es im Kiez zwischen Columbiadamm und Silbersteinstraße, Tempelhofer Feld und Hermann-straße in fünf oder 10 Jahren aussehen? Was wird geplant, um den Engpass auf dem Wohnungsmarkt zu entzerren und die Kapazitäten der Schulen zu erweitern? „Die wichtigsten Veränderungen wird es auf den Friedhöfen an der Hermannstraße geben“, kündigte Rolf Groth. Nur noch ein kleiner Teil werde Weiterlesen

Im Neuköllner Ilsenhof geboren – und geblieben

neukoellner leuchtturm_neukoellnAlle zwei Wochen treffen sich donnerstags Menschen aus dem Körnerkiez zum Erzählcafé im Neuköllner Leuchtturm. Das vom Quartiersmanagement Körner-park geförderte Projekt geht auf eine Initiative von Christiane Borgelt zurück, die zu jedem Termin einen Gast einlädt, in gemütlicher Runde von seinem Leben zu erzählen. Der Fokus liege auf einer sehr persön-lichen Sicht auf die Dinge, einem gegenseitigen Austausch und neuen Erkenntnissen, beschreibt die Stadtplanerin ihre Intention.

Am vergangenen Donnerstag war es Anneliese Gergs, die knapp einem Dutzend Interessierter Einblicke in ihr Leben gewährte: Hoch-konzentriert und chronologisch berichtete die fast 86-Jährige 1 1/2 Stunden lang von ihrem spannenden Werdegang, der 1930 im Ilsenhof im Weiterlesen

„Stadtentwicklung ist mehr als Beton!“

bildungskonferenz koernerkiez 2020_neukoellnMit 50 Teilnehmern hatten die Organisatorinnen gerechnet – und so viele waren es dann auch fast, die sich am vergangenen Donnerstag zur 2. Bildungskonferenz des konrad-agahd-schule neukoellnKörnerkiezes in der Turnhalle der Konrad-Agahd-Schule erwar-tungsvoll versammelten.

Wir wollen Resultate haben und nicht nur zusammenkommen, um zu reden“, war die einhellige Meinung der Mitarbeiter von Kitas, Schulen und Vereinen, mit denen Anette Nägele und ihre Kolleginnen vom Team Bildung in Bewegung (BiB) vor-ab Interviews zum Bildungsstandort Körnerkiez geführt hatten. Die Gespräche liefer-ten nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern in ihnen wurden „auch Weiterlesen

Schau dich um: Kinder entdecken 52 Kulturorte in Berlin

Plakat KinderKulturMonat Berlin 2015Ihr Kiez ist für die Berlinerinnen und Berliner bekanntlich so etwas wie der Nabel der Welt. Trotzdem kann es nicht verkehrt sein, sich gelegentlich aus dem städti-schen Mikrokosmos herauszuwagen.

Der KinderKulturMonat, eine in den Niederlanden geborene Idee, die Chris Benedict und Nadine Lorenz vom Werkstadt Kulturverein e. V. in Berlin erstmals 2012 aufgriffen, bietet dafür eine gute Gelegenheit. Philhar-monie, Berlinische Galerie, Renaissance Theater und 49 andere Kulturorte laden seit dem 3. Oktober bis zum Monatsende kostenlos Kinder von vier bis 12 Jahren sowie ihre Eltern und Großeltern dazu ein, Kultur und kreativen Ausdruck kennenzulernen. Die Jüngsten können während des Kultur-monats an einem Kultur-Parcours teilnehmen, wofür sie nach Weiterlesen

Werner Seelenbinder: ein Kämpfer auf der Matte und gegen Krieg und Faschismus

gedenkstein werner seelenbinder_neuköllnHeute jährt sich zum 70. Mal der Todestag von Werner Seelenbinder: An eben dem 24. Ok- tober 1944 wurde er im Zuchthaus Branden- burg mit dem Fallbeil hingerichtet. Das Regime des Nationalsozialismus ermordete in diesem Jahr, das nahende Kriegsende vor Augen, noch viele Gegner seiner Gewalt- herrschaft.

Werner Seelenbinder war in der damaligen Sportwelt eine bekannte Persönlichkeit. Er gehörte als Ringer dem Arbeitersportverein Berolina 03 Neukölln an, bis zu dessen Verbot im Jahr 1933 durch die Nationalsozialisten. 1928 hatte Seelenbinder an der Spartakiade in Moskau teilgenommen; er beschäftigte sich mit den Schriften Marx‘ und Lenins und wurde Weiterlesen

Berliner KinderKulturMonat in Neukölln eröffnet

plakat 3. kinderkulturmonat berlinAn den Kindern der Konrad-Agahd-Schule hat es nicht gelegen, dass Berlin bei der Eröffnung des 3. KinderKulturMonats, die gleichzeitig im spanischen San Sebastián, im lettischen Riga und in vier niederländischen Provinzen stattfinden sollte, etwas hinterherhinkte. Die über 300 Mädchen und Jungen simone schützmann_konrad-agahd-schule neuköllnwaren – anders als Ehrengast Sigrid Klebba – pünktlich in ih- rer Sporthalle und vertrieben sich, angeleitet von Schulleiterin Simone Schützmann, die Wartezeit mit Übungen des leisen Freuens. Um die Geduld der Kinder nicht übermäßig zu strapazieren, wurde schließlich das Programm in Abwesenheit der Weiterlesen

Jetzt als Buch: die typische bunte Neuköllner Mischung

stadtgespräche aus neukölln_gmeiner-verlagWas hat Neukölln mit München, Itzehoe, Rosen- heim, Hamburg, Balingen, Kempten und Wien gemeinsam? Auf den ersten Blick sicher nicht viel, auf den zweiten aber liefert das Programm des Gmeiner-Verlags aus der oberschwäbi- schen Kleinstadt Meßkirch eine Antwort: In dessen Stadtgespräche-Reihe steht Neukölln nun zwischen München und Rosenheim – oder, bei aufsteigender chronologischer Sortierung, ganz vorne.

„Die Idee entstand schon vor etlichen Jahren, kurz nachdem ich nach Neukölln gezogen war“, erzählt Michaela Behrens, die Autorin der Neu- köllner Stadtgespräche. „Seitdem wollte ich im- mer gern ein Buch machen, in dem Bewohner des Bezirks von ihrem alltäglichen Leben erzählen: was sie umtreibt, was sie freut oder traurig macht.“ Als sie 2013 von der neuen Gmeiner-Reihe erfuhr, Weiterlesen

Das Ende des Sorgenkind-Daseins: Die Neuköllner Silberstein-Schule startet durch

Die Silbersteinstraße ist keine gute Adresse, darunter leidet auch die Silberstein-Grundschule. Läge sie nur 200 Meter weiter nördlich auf der anderen Seite Seite der S-Bahn-schulhof silberstein-schule_neuköllnGleise, wäre es besser um sie bestellt. Denn dann würde sie zu einem Quartiersmanagement-Gebiet gehören und z. B. für notwendige Bau- maßnahmen Mittel des Soziale Stadt-Förderprogramms  beantragen kön- nen. Weil das aber auf die Schule nicht zutrifft, sei sie, so Schulstadträtin Dr. Franziska Giffey gestern beim Vor Ort-Termin der bezirklichen SPD-Frak- tion, ein „Neuköllner Sorgenkind“.

Nun aber naht Hilfe für die von der Förderkulisse abgehängte Bildungseinrichtung des offenen Ganztagsbetriebs, die von 280 Kindern besucht wird, von denen mehr als 90 Prozent in Transferleistungsempfänger-Haushalten leben: Auf Empfehlung des Bezirksamts Neukölln gelangte die Silberstein-Schule in das vom Senat und der Robert-Bosch-Stiftung aufgelegte Modellvorhaben „Turnaround of Schools – Berli- ner podium_spd-fraktion_silberstein-schule_neuköllnSchulen starten durch“, von dem bis 2015 insgesamt 10 Schulen in der Hauptstadt profitieren sollen. Für die Silberstein-Schule bedeutet das einerseits eine strukturelle Wende. „Wir wollen zu einer gebundenen Ganztagsschule werden, um in ei- nem sozialen Brennpunkt eine bes- sere individuelle Förderung der Kinder gewährleisten zu können“, erklärt die kommissarische Schulleiterin Grit Buggert (2. v. r.). Andererseits aber soll der Umkehrschub von einer unbeliebten zur begehrten, ihren Bildungsauftrag optimal ausfüllenden Schule auch durch massive bauliche Veränderungen gezündet wer- modell erweiterung silberstein-schule_neuköllnden. In einem Vierteljahr, so der Zeitplan, sollen die beginnen, im Herbst 2016 abgeschlossen sein.

Kernstück der baulichen Aufwertung und Realisierbarkeit des gebundenen Ganztagsbetriebs ist ein von Frei- flächen umgebener Erweiterungsbau mit Mensa und Betreuungsräumen, der das Schulgelände mit der momentan noch brachliegenden Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs Neukölln verbinden wird. Durch das Gebäude wird auch der Höhenunterschied zwischen beiden Grundstücken volker hartmann_entwurf silberstein-schule_neuköllnüberwunden. „Hätte man die 6 Meter hohe Böschung mit einer Rampe ausgleichen wollen, hätte die bei Berücksichtung des Inklusions-Aspekts 120 Meter lang sein müssen“, geht Architekt Christian Hart- mann auf die besondere gestalterische Herausforderung ein, die neben der topo- graphischen Besonderheit auch aus der Geräuschbelastung durch die S-Bahnen auf der Ringbahnstrecke resultiert. Von seinem Architekturbüro Freitag/Hartmann/Sinz wurde diese am besten gelöst. Zudem ist es nicht nur die Silberstein-Schule, an der sich einiges verändert: Umgesetzt wird ein städtebauliches Gesamtkonzept, im Zuge dessen auch die Unterversorgung des s-bahn-gelände_sporthalle hertabrücke_neuköllnQuartiers mit Sportflächen behoben werden soll.

Direkt an der Hertabrücke beginnt im ersten Halbjahr 2014 auf dem etwa 3.000 Quadratmeter großen, neu zu erschließenden Bahn-Gelände der Bau einer Dreifeldsporthalle. Insbe- sondere von den Kindern der im angrenzenden Körnerkiez gelegenen Konrad-Agahd-, Peter-Petersen- und Albrecht-Dürer-Schule solle die ge- zugang sporthalle hertabrücke_neuköllnnutzt werden, aber auch nachmittags für den Vereinssport zur Verfügung stehen, sagt Fran- ziska Giffey. Außerdem biete sie etwa 200 Zuschauern Platz. Der Zugang zur Halle, ergänzt Architekt Hartmann, werde über einen Durch- giffey+hartmann_modell silberstein-schule_neuköllnbruch an der Herta- brücke, einen barrie- refreien Eingang und eine behindertenge- rechte Rampe erfolgen.

Über 10 Millionen Euro sind für die Baumaßnahmen veranschlagt, von denen nicht nur die lange bei finan- ziellen Zuwendungen vernachlässigte Silberstein-Schule profitiert. Mit dem Schuljahr 2015/16 will sie den gebundenen Ganztagsbetrieb aufnehmen. Dass dann Zustände wie der aktuelle der Vergangenheit angehören, hofft auch Schulleiterin Buggert: Für das Schuljahr 2013/14 kann sie zwar 73 Schulplätze zur Verfügung stellen, aber lediglich 39 Anmeldungen verzeichnen.

=ensa=

Eine Insel für die Konrad-Agahd-Grundschule

konrad-agahd-grundschule_neuköllnIn der Konrad-Agahd-Grundschule im Neu- köllner Körnerkiez fand Freitagvormittag die Eröffnung von „Konrads Insel“ statt. Kon- rad Agahd (1867 – 1922), nach dem die Schule 1958 benannt wurde, war 23 Jahre Lehrer in Rixdorf/Neukölln. Bekannt wurde er für seinen Kampf gegen Kinderarbeit. Die Ergebnisse seiner Studien in meh- reren europäischen Staaten veröffentlichte er in Aufsätzen, Broschüren und Fach- büchern.

Die bisher leerstehende Hausmeisterwohnung der Schule konnte nach grund- legender Renovierung mit neu designten Räumen und neuer Funktion den Schülern,

konrads insel_konrad-agahd-grundschule_neukölln konrads insel_neukölln

Eltern und Lehrern übergeben werden. Die Kosten für Umbau und Renovierung in Höhe von 140.732 Euro trug der Bezirk Neukölln. Die Einrichtungskosten und Aufwendungen für den Betrieb der Schülerbibliothek und des Elterncafés von knapp 30.000 Euro wurden über Soziale Stadt-Mittel des Quartiersmanagements Körnerpark simone schützmann_eröffnung konrads insel_neuköllnfinanziert. Mit dem Anliegen, innerhalb der Schule eine Insel zu schaffen, entstanden in den wohnlich und zugleich zweckmäßig gestalteten Räumen eine Schülerbiblio- thek, ein Elterncafé und eine kleine Küche.

Bei der Einweihung wurden die Besucher von  Rektorin Simone Schützmann mit Ro- sen willkommen geheißen. Nach der Be- sichtigung der Räumlichkeiten und einem Auftritt des Kinderchores, der u. a. das sehr witzige Lied über die Stubenfliege zum Besten gab erfolgte die offizielle Eröffnung durch Heinz Buschkowsky und Dr. Franziska Giffey.

buschkowsky+giffey+schützmann_konrads insel_neuköllnDer Bezirksbürgermeister sprach da- bei vor allem die etwa 20 Kinder im Raum an. Er betonte, wie wichtig das Lesen ist. „Lesen“, sagte er, „ist für den Kopf wie Schokolade essen.“ Außerdem fragte er sie nach ihren späteren Berufswünschen. Die Be- zirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport hob in ihrer Rede hervor, dass anhand der eingehenden Anmeldungen festgestellt werden könne, dass die Konrad-Agahd-Grundschule mit zu den beliebtesten Grundschulen in Neukölln gehört.

Das neue Elterncafe soll dazu beitragen, die Zusammenarbeit mit den Eltern zu verstärken. An zwei Tagen in der Woche initiieren die Eltern ein Elternfrühstück. Dies soll die Vernetzung unter den Eltern verbessern und die Eltern näher an die Schule und ihre Projekte heranführen. Eines davon ist das kostenlose Frühstück von schülerbibliothek_konrad-agahd-grundschule_neuköllnbrotZeit, einer Initiative der Schauspielerin Uschi Glas. Jeden Morgen wird es von ehrenamtlichen Senioren für die Grundschüler zubereitet, die so nicht nur in den Genuss von regelmäßigem Frühstück kommen, sondern von den Ehrenamtlichen auch viel über eine gesunde Ernährung lernen können.

Futter für Kopf und Seele gibt es nun in der neuen Schülerbibliothek, die etwa zur Hälfte mit Buchspenden bestückt wurde. Da sich die Schülerinnen und Schüler über noch mehr Auswahl freuen würden, gilt: Wer gut erhaltene Kinderbücher zuhause hat, die er nicht mehr benötigt, darf sich gerne mit der Konrad-Agahd-Schule in Verbindung setzen, um sie zu spenden.

=Reinhold Steinle=

Unser Autor, der in Neukölln bereits Führungen durch den Reuter-, Schiller-, Rollberg- und Richardkiez anbietet, führt ab nächsten Monat auch durch den Körnerkiez: Die erste Tour ist am 18. Mai und startet um 15 Uhr an der leuchtstoff–Kaffeebar.

VIP-Gäste als Frühstücksboten für Neuköllner Erstklässler

Über 26.600 Mädchen und Jungen machten sich in Berlin letzten Samstag mit Ranzen auf dem Rücken, Schultüte im Arm und ihren Familien im Schlepptau auf den Weg zum so genannten Ernst des Lebens. Für 64 Neuköllner Erstklässler findet der nun in der Konrad-Agahd-Schule statt.

Vom normalen Schulalltag war dort Montag für sie aber noch wenig zu spüren: Die schwarze Dienstkarosse von Bezirksbürgermeister Buschkowsky parkte auf dem Pausenhof, überall liefen Leute herum, die die Kinder vielleicht schon mal im Fernsehen gesehen hatten – wahrscheinlich aber nicht. Welche Fünf- und Sechsjährigen interessieren sich schließlich für Lokalpolitisches, Senabio-brotbox, konrad-agahd-schule neukölln, hilde fauland-weckmann, bertil wewer, franziska giffey, heinz buschkowsky, dietmar bärtorinnen und Staatssekretärin- nen oder gucken den „Tatort“ aus Köln? Ergo waren der Schauspieler Dietmar Bär, Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher, Staatssekretärin Claudia Zinke, Heinz Buschkowsky, Bezirksstadträtin Franziska Giffey und all die anderen schlichtweg dieje- nigen, die das Frühstück bringen.

Etwa 53.000 Portionen für alle Ber- liner und Brandenburger Schulanfän- ger waren am Vortag von knapp 500 Helfern in der Halle der Neuköllner Firma Terra Naturkosthandel in gelbe Plastikdosen sortiert worden: die  Bio-Brotboxen. Aber bevor die neuen Konrad-Agahd-Schüler sie bekamen, wurde ihnen von den Mädchen und Jungen höherer Jahrgänge  ein kleines Showprogramm mit  Liedern und Tänzen

bio-brotbox, schulleiterin simone schützmann, konrad-agahd-schule neukölln

serviert. Ihre Schule, erklärte Schulleiterin Simone Schützmann, sei zwar in erster Linie eine Modellschule für Computer- und Online-Kompetenz, doch es werde auch großes Augenmerk auf die Gesundheitserziehung gelegt: „Deshalb sind wir wirklich stolz, dass wir zum 10-jährigen Jubiläum der Bio-Brotboxen heute zur VIP-Schule ernannt wurden und die Verteilaktion der Boxen groß feiern können.“ Angesichts der anwesenden Polit-Prominenz ließ Schützmann es sich aber auch nicht nehmen, auf einen Wunsch in eigener Sache hinzuweisen: Das Schulhaus sei recht beengt, verfüge jedoch über eine Hausmeisterwohnung, die bereits seit einem Dreivierteljahr leer stehe. „Wenn sich Geld für einen Umbau auftreiben ließe“, so die Schulleiterin, „könnte man die wunderbar als Speisesaal für das warme Mittagessen, das wir anbieten, und Schulbibliothek herrichten.“

Auch das gemeinsame Frühstück vor der ersten großen Pause ist für die Klassen ein fester Programmpunkt im Schulalltag. Insbesondere Kinder ohne Kita-Erfahrung, erzählt eine Lehrerin, würden oft erst nach der Einschulung das regelmäßige bewusste Frühstücken am Tisch, den Umgang mit Lebensmitteln oder auch das Handhaben eines Messers lernen: „Zuhause haben viele einfach nicht die Chance, bio-brotbox, schauspieler dietmar bär, konrad-agahd-schule neuköllnes zu lernen, weil kein Wert darauf gelegt wird.“ Da kamen zugewandte Macher wie Diet- mar Bär oder auch Hans-F. Selle vom Bio-Brotbox-Sponsor Biokorntakt gerade recht.

Letzterer erklärte und zeigte den Erstklässlern am Frühstücks- tisch geduldig, wie man das Messer hält, um Möhren zu schaben und in mundgerechte Stücke zu schneiden. Die Kinder machten es ihm begeistert nach. Bio-Brotbox-Pate Dietmar Bär hatte bereits vor der Verteilung der gelben, mit qualitativ hochwertigen Dingen gefüllten Schachteln kein Geheimnis daraus gemacht, wie wichtig ihm die Förderung des Bewusstseins für bio-brotbox, biokorntakt gmbh hans-f. selle, konrad-agahd-schule neuköllngesundes Essen bei Kindern ist. „Bittet eure Eltern, die Box an jeden Schultag mit gutem Brot und Obst zu füllen“, riet er den Kleinen. „Und fragt eure Lehrer, wo die Sachen her- kommen, die ihr esst. Fischstäb- chen“, verriet er ihnen, „schwimmen nicht im Meer.“ Einige Tipps, wie sich vegetarische Brotaufstriche und Streichkäse mit Gemüsescheiben optisch aufpeppen lassen, hatte der Schauspieler außerdem parat. Ginge es nach den Kindern der Konrad-Agahd-Schule, dürfte er sicher gerne öfter mal zum Frühstück kommen.

=ensa=