Zwischen Wonne und Zumutung

Autofahrer, die erst zum Ferienende nach Berlin zurückkommen, werden sich noch an die neue Einbahnstraße in einem Teil der Karl-Marx-Straße gewöhnen müssen. Viele Radfahrer wissen die Umbaumaßnahme aber schon jetzt zu schätzen: Nicht nur, dass  sie Neuköllns Magistrale weiterhin  in beiden Richtungen nutzen  können – sie

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haben sogar eine eigene Fahrspur bekommen. So viel Komfort bleibt Fußgängern verwehrt. Insbesondere Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder Leute mit Kinderwagen können das einseitig gesperrte Teilstück nur an drei Stellen sicher überqueren. Ande- re eröffnen sich ihre Querungsmöglichkeiten da, wo sie sie brauchen.

2 Antworten

  1. Allerdings hochgefährlich. Wäre 2 mal fast totgefahren worden an einem Tag!

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  2. Leider haben die Radfahrer von Nord nach Süd keine durchgängige Spur bekommen, sondern die wirklich komfortable Fahrspur endet irgendwo im Nichts und man muss sehr umständlich über Nebenstraßen mit Pflasterstein ausweichen. Es sei denn, Radfahrer fahren auf dem Fußweg oder quetschen sich durch den Bauzaun. Klar, dass sich Fußgänger dann über die Fußwegradler aufregen.
    Schade, dass das Bezirksamt wieder einmal nicht konsequent in seiner Radfahrerförderung war und sich lieber dafür entschieden hat, Fußgänger und Radfahrer gegeneinander auszuspielen, anstatt Autofahrern Parkplätze wegzunehmen. Die Baustelle hätte man auch nutzen können, um den Trend zum Radfahren langfristig zum Erfolg zu verhelfen. Ich hoffe, es bleibt bis Ende 2015 nicht so, wie es jetzt ist und ich empfehle, die Baustelle einmal ganz bis nach Süden abzufahren, bevor man die zugegebenermaßen komfortablen Radwege lobt.

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