Nach langem Hin und Her endlich auf und ab

Bald hat das Warten für alle, die die Bahnsteige der U7 an der Station Karl-Marx-Straße bisher nur mühevoll oder gar nicht erreichen konnten, ein Ende. Für den kommenden Freitag hat die BVG die finale Freigabe der Aufzugsanlage in Höhe des Herrnhuter Wegs und damit den Quantensprung zur Barrierefreiheit angekündigt.

Bereits im September letzten Jahres sollten die Bau-arbeiten für den Aufzug beginnen, und Anfang dieses Jahres sollte er fertiggestellt sein: So hatte es die BVG jedenfalls noch im März 2017 geplant. Später war erst von einer Inbetriebnahme im Frühjahr und dann vom September 2018 die Rede. Dass auch dieser Termin nicht zu halten ist, erfuhr die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] bei ihrer Sitzung im August: „Planungsprobleme und Personalmangel“ seien für die Ver-zögerungen in allen Gewerken verantwortlich, erläuterte Elisabeth Knebelkamp von der BVG seinerzeit den Mitgliedern des Gremiums.

Inzwischen ist das Jahr vier weitere Monate älter und am Aufzug wird mit Hochdruck gearbeitet. Denn ab dem 21. Dezember soll es lt. Knebelkamp auch endlich die lange erwartete Alternative zu den Treppen am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße geben.

Update / 17:48 Uhr: Markus Falkner, Pressesprecher der Berliner Verkehrsbetriebe, ist weniger optimistisch, was den von seiner Kollegin genannten Termin betrifft. Er reagierte heute Nachmittag auf eine Ende letzter Woche gestellte Anfrage und teilte mit, dass der Aufzug „möglichst noch in diesem Jahr, ansonsten 2019“ in Betrieb genommen werde. „Die eigentlichen Arbeiten für den Aufzug haben im 2. Quartal 2017 begonnen“, führte Falkner aus. „Insofern ist die Bauzeit im Vergleich zu anderen Stationen nicht ungewöhnlich lang. Es gab lediglich kleinere Liefer-verzögerungen bei der Aufzugstechnik.“

=Gast=