Neukölln ist “stark überversorgt”, soll es aber nicht bleiben

st.thomas kirchhof_neukölln“Gestorben wird immer” war nicht nur der deutsche Untertitel der preisgekrönten amerikanischen TV-Serie “Six Feet Under”. Es ist auch ein Bonmot der Be- statterbranche, die allerdings in Berlin schon bessere Zeiten erlebt hat: Lag die Sterberate, d. h. die Quote der Sterbefälle pro 1.000 Einwohner und Jahr, vor 40 Jahren in der Hauptstadt noch bei 18,1 ‰, so hat sie sich heute bei 9 ‰ eingependelt.  Das und der Wandel der Bestattungskultur, die gegenwärtig 80 % Urnen- bestattungen verzeichnet, führten dazu, dass sich der jährliche Friedhofsflächenbedarf gegenüber 1980 um mehr als die Hälfte verringert hat. Infolgedessen entwarf der Berliner Senat vor acht Jahren einen Friedhofsentwicklungsplan und beschloss, dass 290 Hektar der insgesamt 1.037 Hektar messenden Friedhofsflächen in der Stadt kurz-, mittel- oder langfristig “einer anderen Nutzung zugewiesen werden” Weiterlesen

Kollektiver Aufbruch am Landwehrkanal

Auch die Möwen vom Landwehrkanal haben scheinbar die graue Berliner  November-

neuköllner schiffahrtskanal

suppe satt. Gut für die Schwäne, die das Futter, das von der Kottbusser Brücke ge- worfen wird, nun nicht mehr mit den rabiaten, kreischenden Rivalen teilen müssen.

Neukölln für die Tonne

Morgen beginnt die Europäische Woche der Abfallvermeidung, und zu den über 145 angemeldeten Akteuren gehören auch fünf in Neukölln. Mit Aktionstagen beteiligen sich der Soziale Computerladen in der Briesestraße, der PC-Recycling anbietet, Im- pact Hub im Mittelweg mit einem Reparaturcafé für Smartphones und elektrische Haushaltsgeräte und die Ahoj! Souvenirmanufaktur, die unter dem Motto Bonus Beu-

wie neu kölln_bsr-mülleimer neukölln

tel Berlin  zum Selbermachen von Einkaufsbeuteln einlädt. Außerdem sind die Neu- kölln Arcaden sowie die Gropius Passagen mit der Aktion Abfallarmes Weihnachten dabei. Für alle, die sich spielerisch auf die Themen Müllvermeidung, Weiterlesen

Nicht höher, aber schneller

Bis die Industrieromantik am Neuköllner Schiffahrtskanal vom Estrel Tower überragt wird, vergeht noch einige Zeit. Weniger lange muss man dagegen auf die Fertig- stellung eines anderen Bauprojekts auf dem Hotelgelände warten: An der Ziegrastra-

neuköllner schiffahrtskanal_estrel convention hall2_neukölln

ße entsteht aktuell hinter dem bereits bestehenden Eventkomplex die 10.000 Qua- dratmeter große Estrel Convention Hall II, um den Veranstaltungsbereich zum Messe- und Kongress-Center auszubauen. Im September 2015 soll sie eröffnet werden.

“Der Bezirk hat für die Karl-Marx-Straße alles getan, was ein Bezirk kommunalpolitisch tun kann”

16.Aktion KMS-Treffen_Marcel Weber_SchwuZ Berlin-Neukölln“Wir sind ein Teil des ganzen Gentrifizie- rungsprozesses, den wir nicht verteufeln wollen, weil er ein natürlicher Entwicklungs- prozess der Stadt ist. Wir wollen aber die Leute von Anfang an mit ins Boot holen und sensibel mit dem Thema umgehen. Wir müssen nicht Experimente wie in Prenzlauer Berg wiederholen”, mit diesen Worten for- mulierte Marcel Weber, Geschäftsführer des SchwuZ, seine Erwartung an das 16. Tref- fen der [Aktion! Karl-Marx-Straße], das vorgestern Abend in den Räumen seines Veranstaltungszentrums für homosexuelle Männer und Tunten in der Neuköllner Rollbergstraße stattfand. Auch wenn die überwältigende Mehrheit der Anwesenden den Wunsch von Marcel Weber vermutlich teilte, das Wort Gentrifizierung fiel im Lauf des Abends nicht ein einziges Mal mehr. Bezirksstadtrat Thomas Blesing und die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] hatten vielmehr Weiterlesen

Gute Frage!

Die Straße ist voller parkender Autos, immer mehr Schaulustige versammeln sich auf den Bürgersteigen. Trommelklänge dröhnen durch den Neuköllner Kiez, einige Frau- en und Männer  und ein Kind  tanzen dazu. Ein kleines  Mädchen, das sich gerade  er-

hochzeit

klären lassen hat, dass die Leute eine türkische Hochzeit feiern, tanzt an der Hand seiner Mutter mit. “Das ist schön. Habt ihr auch auf der Straße gefeiert?”, fragt es. Die Frau schüttelt den Kopf und meint, dass das bei deutschen Hochzeiten nicht üblich sei. “Warum  nicht?”, will die Tochter wissen. “Gute Frage!”, findet die Mutter.

Frühstart ins Leben

weltfrühgeborenen-tag_neukölln51 Zentimeter groß, gut sieben Pfund schwer, gesund und munter: Auf ein Baby wie Lia, die am 20. Oktober um 20.47 Uhr im Vivantes Klinikum Neukölln zur Welt kam und dort die 3000. Geburt des laufenden Jahres war, hoffen alle Eltern. geburtsstation_vivantes-klinikum neuköllnUnd für die meisten erfüllt sich auch der Wunsch, nach 40 Wo- chen Schwangerschaft Mutter und Vater eines wonneproppigen Neugeborenen zu werden. Doch: Etwa 60.000 Kinder starten jährlich deutsch- landweit zu früh ins Leben außerhalb der Gebärmutter. “Das sind neun Prozent aller Neugeborenen”, teilte die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) bei einer Presse-konferenz mit interdisziplinären Experten im Klinikum Neukölln anlässlich des  heutigen Welt-Frühgeborenen-Tages mit. Eine “zunehmende Zahl älterer Mütter, künstliche Befruchtung, aber auch Wohlstandskrankheiten wie Weiterlesen

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