Neuer Schulhof mit interaktivem Spielfeld wird Symbol für den Aufstieg und Imagewandel der Kepler-Schule

Der Sanierungsstau beim Schulhof der Kepler-Schule ist unübersehbar, und der Zustand passt so gar nicht zu den großen Anstrengungen der Neuköllner Schule, sich weiter zu entwickeln.

Wenn morgen Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Schul- und Sportstadträtin Karin Korte und Stadtent-wicklungsstadtrat Jochen Biedermann den Spaten-stich zur mit 1,2 Mio. Euro kalkulierten Neugestaltung des Schulhofes vornehmen, wird somit auch ein Symbol für den Aufstieg und Imagewandel der Schule entstehen. Bunt, modern und schülerorientiert soll es werden und attraktive Bewegungsmöglichkeiten bekommen, legten die späteren Nutzer beim Beteiligungsprozess fest. Als besonderes HighlightWeiterlesen

Multiple Choice: Neuköllner Bildungsmesse zeigt Möglichkeiten für die Zeit nach der Grundschule auf

nbh-bildungsmesse-neukoellnWenn Berliner Kinder die Grundschule nach der 6. Klasse verlassen, stehen ihre Eltern vor der Entscheidung, ob der Nachwuchs eine Gesamtschule, ein Gymnasium oder eine andere Oberschule besuchen soll. Um Eltern und Kindern bei fragenkasten_karlsgartenschule_bildungsmesse-schillerkiez_neukoellnder Beantwortung dieser Schicksalsfrage ein wenig zu helfen, gab es in der Neuköllner Karlsgarten-Grundschule kürz-lich unter dem Titel „6. Klasse und dann?“ erstmals eine Bildungsmesse.

Für rund 2.000 Schülerinnen und Schüler in Neukölln beginnt im Sommer mit dem Übergang in die 7. Klasse ein neuer Lebensabschnitt. Auch auf das Leben der Eltern wirkt sich die Schulwahl der Kinder aus. Weiterlesen

Stadtentwicklung theoretisch und praktisch

Montagabend hatte Senator Andreas Geisel zum Stadtforum mit dem Titel „Berlins neue Gründerzeit: Alle wollen wohnen“ in die kleine Arena des Tempodroms tempodrom_4.stadtforum berlineingeladen. Mittwoch war der Senator für Stadt-entwickung und Umwelt dann mit dem Neuköllner SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck sowie Bezirksbaustadtrat Thomas Blesing (SPD) und Ingo Malter, dem Geschäftsführer der Stadt und Land GmbH, zum Kiezrundgang im erweiterten Quartiersmanagement-Gebiet Sonnenallee/High-Deck-Siedlung, um sich über die Chancen für ein nachbarschaftliches Miteinander zu informieren. Zwei Termine, bei denen es sowohl um eher theoretische als auch ganz praktische Aspekte der Weiterlesen

Neuköllner Schüler in Neuköllner Unternehmen (Teil 1)

Erkundungsbogen_tischlerei thieß neuköllnFür über 700 Jugendliche von fünf Neuköllner Schulen fiel der Unterricht am letzten Donnerstag aus. Statt Deutsch, Englisch oder Mathe zu büffeln, waren sie im Bezirk unterwegs, um sich in Neuköll- ner Betrieben umzusehen. Bereits zum dritten Mal hatte das Unternehmensnetzwerk Neukölln-Süd- ring e. V. einen Tag des offenen Unternehmens organisiert, an dem diesmal 25 Firmen verschie- denster Branchen teilnahmen.

Wir haben zwei Schülergruppen begleitet: Eine von ihnen besuchte die Tischlerei Thieß, die 1950 als Familienbetrieb gegründet wurde und es bis heute ist; die andere bekam die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Mercure Hotels Berlin Tempelhof Air- port zu gucken.

In der Niemetzstraße ist in einem typischen Gewer- behof dieses Industriegebiets auch die Tischlerei Thieß angesiedelt. Drei Mädchen und zwei Jungen einer 9. Klasse der Alfred-Nobel-Schule haben sich überpünktlich vor der Werkstatt eingefunden und werden von Michael Thieß, dem Weiterlesen

Essen für den guten Zweck

Wer das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden will, ist im Ausbildungsrestaurant Neukölln zwei- fellos per se an der richtigen Adresse. Denn in dem etwas versteckt liegenden Backsteingebäude auf dem Gelände der alten Kindl-Brauerei, das seit einigen Jahren Dependance der Akademie Berlin-Schmöckwitz ist, werden Azubis und Umschüler für den Berufsalltag in der Gastronomie fit gemacht. Beobachtet und angeleitet von Profis lernen sie hier alle praktischen Fertigkeiten in Küche und Service, die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in Res- taurants, Kantinen oder auch auf Kreuzfahrtschiffen sind. Ergo: Wer im Ausbildungsrestaurant Neukölln isst, kommt nicht nur in den Genuss leckerer Mahl- zeiten zu moderaten Preisen, sondern fördert damit zudem den Start in berufliche Laufbahnen.

In dieser Woche nun bekommt das Essen für den guten Zweck eine zusätzliche work4peace, ausbildungsrestaurant neukölln, kepler-oberschule neuköllnEbene. Bereits Montag und Mittwoch und noch morgen mischen sich Schülerinnen und Schüler von vier 7. Klassen der Neuköllner Kepler-Ober- schule in das Geschehen und bekochen die Gäste des Ausbildungsrestaurant  zwischen 11.30 und 14.30 Uhr mit Spezialitäten aus der afrikanischen Küche. Anlass dafür ist ihre Teil- nahme am Bildungsprojekt work4peace des Weltfriedensdienstes e. V., das in Berlins Schu- len über den Alltag Jugendlicher in den Ländern Afrikas aufklärt und zu Empathie und  sozialem Engagement animiert.

Mit „Samosa-Teigtaschen mit Gemüsefüllung, dazu Tomatensugo“ und „Piri Piri vom work4peace, ausbildungsrestaurant neukölln, kepler-oberschule neukölln, afrikanische samosasLamm mit Taboulé“ stehen zwei Ge- richte auf der Tageskarte, die die Initiative work4peace direkt unterstüt- zen. Die mit indischen Samosas so gar nicht vergleichbaren afrikanischen Teigtaschen schlagen mit 4,50 € zu Buche, die Fleisch-Mahlzeit mit 6 €; jeweils ein Drittel des Preises fließt als Spende an Bildungsprojekte in Guinea-Bissau, den Senegal und Südafrika. Welche das konkret sind, sollte man sich jedoch besser erst nach dem Essen von der WFD-Mitarbeiterin erklären lassen, da vor allem ersteres ein ebenso wichtiges wie erschütterndes und unappetitliches Thema aufgreift.

=ensa=


In den Neuköllner Leuchtturm und dann immer geradeaus!

neuköllner leuchtturm, neuköllnDas ist nun die Marschrichtung für die 58 Mentoren und mentorenprojekt der kepler-oberschule,neuköllner leuchtturm,neuköllnMentees, die aktuell an „Fit für den Be- ruf“, dem Mentoren- projekt der Kepler-Schule, teilnehmen. Denn das hat seit letzten Freitag eige- ne Räumlichkeiten im Hinterhof des wohl auffälligsten Hauses im Körnerkiez, im Neuköllner Leuchtturm.

„Vorher“, sagt Projektleiterin Ursula Rettinger, „gab’s oft Platzprobleme.“ Das Mentorenprojekt sei schließlich nicht das einzige, das im Vorderhaus des Leuchtturms die Räume der Bürgerstiftung Neukölln benötige.  Sie hatte 2006 begonnen, Neuntklässlern der Kepler-Schule ehrenamtliche Mentoren an die Hand zu geben, um die  Schülerinnen und Schüler beim Übergang vom Schul- in den Berufsalltag zu begleiten. Der Grundstein für den Erfolg war gelegt. Zwei Jahre später zog sich die Bürgerstiftung Neukölln aus der Organisation des Projekts zurück und übergab es in die Trägerschaft des Fördervereins der Kepler-Schule.

„Mit den eigenen Räumen ist das Vorzeigeprojekt unserer Schule zur Vollendung gereift“, erklärte dessen Vorsitzende Martina Liebchen bei der Eröffnungsfeier. Eine eigene kleine Küchenzeile, zwei Arbeitsplätze und ein Besprechungstisch – so wenig und doch so viel: „Besonders für die Gespräche zwischen Mentoren und Mentees ist es enorm wichtig einen Raum zu haben, in dem sie ungestört zusammen kommen können.“ Dass die Treffen der Schüler mit ihren erwachsenen Pfadfindern außerhalb der Schule und auch nicht in privaten Bereichen stattfinden, gehört zum Programm. „Milieuüberschreitung“ nennt Friedemann Walther, der Vorstandsvorsitzende des Bürgerstiftung Neukölln, diesen wichtigen Baustein zum erfolgreichen Passieren der Grenze zwischen dem ersten und nächsten Ernst des Lebens durch zivil- gesellschaftliche Begleitung.

Durch das Mentorenprojekt träfen Jugendliche auf Menschen, die sie sonst nie kennen gelernt hätten, bestätigt auch Ursula Rettinger. Ihr obliegt die Zu- sammenstellung der Paar-Konstellationen, die mancher Mentee gerne aufgehoben sähe. „Natürlich“, sagt sie, „gibt es immer wieder den Wunsch, den Mentor mit einer Freundin oder einem Freund zu teilen. Aber das kommt nicht infrage.“ Auch wenn es die Warteliste verkürzen würde. Inzwischen müsse sie nicht mal mehr Werbung machen, um neue Mentoren oder weitere Schüler zu finden, erklärt die Projektleiterin. Die Mundpropaganda aktueller Teilnehmer reiche völlig aus. Der Erfolg tut ein Übriges:  Die Quote derer, die an der Kepler-Schule dank der Mentorenbetreuung den Mittleren Schulabschluss schaffen, sei deutlich gestiegen.

Mehr Probleme bereitet dagegen die Kontinuität bei der Finanzierung des Projekts. Bis zum Jahresende sei es durch ESF-Mittel und die Unterstützung des Lions Club Berlin-Wannsee gesichert. Was danach kommt, müsse man sehen. „Immerhin müssen wir uns keine Sorgen wegen der Miete machen“, sagt Ursula Rettinger. Die Bürgerstiftung Neukölln wolle sich um Sponsoren für diesen Kostenfaktor kümmern.

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