Zu schade, um nur gelegentlich beachtet zu werden: Wanderausstellung über Adolf Reichwein eröffnet

Vielleicht wäre Adolf Reichwein einmal ein erfolgreicher Bildungsminister geworden, doch die Nazi ließen den Widerstandskämpfer im Frühjahr 1944 im Berliner Gefängnis Plötzensee hinrichten. Heute ist der Name Reichwein in der Öffentlichkeit zwar geläufig, denn über 30 Schulen und viele Straßen sind nach ihm benannt, um die Erinnerung an einen mutigen Menschen wachzuhalten. Nur wenige Leute wissen allerdings, wer Adolf Reichwein eigentlich war. Die Neuköllner Adolf-Reichwein-Schule in der Sonnenallee, schräg gegenüber Weiterlesen

Florierender Handel am S-Bahnhof Neukölln – und was dagegen unternommen wird

Die städtebauliche Situation am U- und S-Bahnhof Neukölln, wo die Ringbahn heute die Karl-Marx-Straße auf einer breiten Stahlbrücke überquert, ist noch nie einfach gewesen. Als 1871 der Bahnhof Rixdorf an der Ringbahn eröffnet wurde, gab es zunächst nur einen beschrankten Bahnübergang. Bald musste zur Überquerung der Bahnanlage bei geschlos-sener Schranke ein hölzernes Brückenbauwerk für Fußgänger gebaut werden, der sogenannte Galgen. Erst 1895 wurde mit dem Umbau des Bahnhofs Rixdorf das 60 Stufen zählende Monstrum durch eine Bahnbrücke ersetzt. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 geriet der zentral gelegene Platz bis Herbst 1989 schlagartig an den Weiterlesen

Künstlerische Ausdrücke japanischer Protestkultur

„Sorgen wir dafür, dass der tragische Unfall von Fukushima der letzte gewesen ist!“, appellerte Ruiko Muto, Repräsentantin der Gruppe Frauen von Fuku-shima gestern Mittag auf dem Berliner Gendar-menmarkt. „Wenn ein Atomkraftwerk einmal eine Katastrophe ver-ursacht, sind Erde, Meer, Berge und Wälder für mehrere hundert Jahre verstrahlt, und die Menschen werden ihrer Rechte als Menschen beraubt“, erklärte die Aktivistin vor rund 350 Gleichgesinnten beim Auftakt der Kazaguruma-Demonstration zum 6. Jahrestag der Katastrophe Weiterlesen

Mosaiksteinchen zur Steigerung der Lebensqualität in Neukölln

„Es ist seit langem sattsam bekannt, wie ungeheuer negativ sich die Vernach-lässigung innerstädtischen Grüns und weitgehendes Fehlen von Fauna auf das Befinden von Städtern auswirkt“, stellt Neuköllns neuer Stadtrat für Umwelt und Naturschutz in seiner ersten Pressemitteilung fest. „Wollen wir wahrhaft urbane Lebensqualität“, so Bernward Eberenz weiter, „bedarf es auch innerhalb der Stadt der atmosphärischen und binnenklima-tischen Wirkung von Natur!“ Von diesem Grundgedanken geleitet, habe das Umwelt und Naturschutzamt Neukölln Maßnahmen zur Biotop-aufwertung auf den Begleitflächen der Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn zwischen Lipschitzallee und Buckower Damm ergriffen. Einige Baumfällungen Weiterlesen

Paten und Pflegefamilien in Neukölln gesucht

Jeder volljährige Neuköllner – egal ob alleinstehend oder im Paar- oder Familien-verbund lebend – kann eine ehrenamtliche Patenschaft oder die Pflege für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernehmen. Wer für sich klären will ob und unter welchen Bedingungen eine solche Unterstützung infrage kommt, ist am kommenden Dienstag zu einer Informations-veranstaltung der Pflegekinderhilfe des Bezirks-amts ins Rathaus Neukölln eingeladen. Darüber hinaus werden Familien gesucht, die auf Dauer oder zeitlich begrenzt Neuköllner Kinder unabhängig von ihrer Herkunft bei sich aufnehmen möchten.

„Wenn man als Radfahrer nicht um sein Leben fürchten muss, wäre das schon gut“: Neukölln und die Herausforderung Verkehrswende

Quirlig und urban, so kennen und schätzen wir einerseits den Hermannplatz, wo die Sonnenallee, die Hermann- und die Karl-Marx-Straße zusammenlaufen. Andererseits ist das Tor Neuköllns in Berlin jedoch als unübersichtlich und gefährlich verschrien.

Montagnachmittag trafen sich Bezirksbürger-meisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) und der für Verkehr zuständige Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) auf Anregung des Netzwerkes Fahrradfreundliches Neukölln (NFN) mit ihren Rädern am Hermannplatz, um gemeinsam über die Karl-Marx-Straße – mit einem kleinen Umweg durch den Kiez – bis zum Alfred-Scholz-Platz zu fahren. Ziel ihrer Tour war die vom Netzwerk Weiterlesen

Vorzeichen der Barrierefreiheit

Laut der Website der [Aktion! Karl-Marx-Straße] beginnen die Bauarbeiten für einen Aufzug im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße im September 2017. Wenn es keine Verzögerungen gibt, soll der Fahrstuhl bis Anfang nächsten Jahres fertig-gestellt sein. Bis dahin sind Mütter mit ihren Kinderwagen noch auf hilfsbereite Mitmenschen angewiesen, die helfen die Kinderwagen die Treppe hinunter- und hinaufzutragen. Weiterlesen