Raus aus der befristeten Förderung: Regelfinanzierung für die Stadtteilmütter ab 2020 in ganz Berlin

17 Frauen haben in diesem Jahr wieder erfolgreich ihren Ausbildungskurs als Stadtteilmutter in Neukölln abgeschlossen. Stadtentwicklungsenatorin Katrin Lompscher und Bezirksbürgermeister Martin Hikel überreichten ihnen am gestern Vormittag bei einer Feierstunde im Rixdorf-Salon des Neuköllner Rathauses die Zertifikate. Jens-Jörg Erbe, Geschäftsführer des Jobcenters Neukölln, Sabine Fischer, Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Simeon, und Maria Macher, Projektleiterin der Stadtteilmütter in Neukölln, statteten die neuen Stadtteilmütter zudem mit Sweatshirts, Taschen und Schals aus. Die bunte Umhängetasche und der rote Schal sind seit 14 Jahren das Erkennungszeichen der Projektmitarbeiterinnen. Seitdem wurden in 17 Ausbildungslehrgängen über 450 Stadtteilmütter ausgebildet, die schon mehr als 11.700 Familien in Neukölln besucht haben.

Senatorin Lompscher erinnerte in ihrer Rede an den Beschluss des Rates der Bürgermeister aus dem Februar 2018, in dem berlinweit die Regelfinanzierung der Stadtteil-mütter ab 2020 vorgesehen ist. In der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD. Linken und Grünen heißt es u. a. im Kapitel “Sozialraumorientierung stärken”: “Das Erfolgsmodell Stadtteilmutter wird fur weitere Zielgruppen und Bezirke geoffnet“. Und im Abschnitt “Soziale, ökologische und integrierte Stadtentwicklung” steht: “Es werden weitere sozialversicherungspflichtige Stellen fur Stadtteilmutter geschaffen und deren Ausbildung wird in die Regelfinanzierung ubernommen.” Stadtteilmütter-Projekte existieren augenblicklich auch in Friedrichshain-Kreuzberg und in Mitte.

Trägerin des Neuköllner Stadtteilmütter-Projektes ist das Diakoniewerk Simeon. Kooperationspartner sind das Bezirksamt Neukölln, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, das Jobcenter Neukölln sowie die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und der Beauftragte für Integration und Migration des Landes Berlin.

Nach der Zertifikatsübergabe und einem Gruppenfoto auf der Rathaustreppe berichteten die Frauen dem Bezirksbürgermeister von den wichtigsten Aspekten ihrer Ausbildung. Mit einem kleinen Buffet, das die neuen Stadtteilmütter vorbereitet hatten, und einem Besuch auf dem Rathausturm klang die Feier aus.

=Christian Kölling=

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