Raus aus der befristeten Förderung: Regelfinanzierung für die Stadtteilmütter ab 2020 in ganz Berlin

17 Frauen haben in diesem Jahr wieder erfolgreich ihren Ausbildungskurs als Stadtteilmutter in Neukölln abgeschlossen. Stadtentwicklungsenatorin Katrin Lompscher und Bezirksbürgermeister Martin Hikel überreichten ihnen am gestern Vormittag bei einer Feierstunde im Rixdorf-Salon des Neuköllner Rathauses die Zertifikate. Jens-Jörg Erbe, Geschäftsführer des Jobcenters Neukölln, Sabine Fischer, Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Simeon, und Maria Macher, Projektleiterin der Stadtteilmütter in Neukölln, statteten die neuen Stadtteilmütter zudem mit Sweatshirts, Taschen und Schals Weiterlesen

137 ehemalige Neuköllner Ferienappartments sind wieder Wohnungen

Es gibt Wohnhäuser in Neukölln, wie das rund 1.400 Quadratmeter große Objekt in der Weisestraße 47, die seit Jahren leerstehen, worauf nicht erst ein Aushang am leerstand_weise47-neukoellnRathaus  Ende Februar aufmerksam machte. Für den Erhalt preisgünstigen Wohnraums, erließ das Land Berlin 2014 die Zweckentfremdungsverbots-verordnung.  Sie soll Wohnraum vor Zweckent-fremdung durch Leerstand, Abriss und der Umwandlung in Gewerbe oder Ferienwohnung schützen. Um die  Umsetzung der Verordnung zu unterstützen, aktivierte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im April auf ihrer Internetseite ein Hinweisformular, mit dem die Zweckentfremdung von Wohnraum gemeldet werden kann. Bis Weiterlesen

Draußen vor der Tür

„Die im November 2010 beschlossenen Gesetzesänderungen haben sich im ver- gangenen Winter erstmals positiv ausgewirkt. Die Schnee- und Eisräumung klappte bedeutend besser als im Winter 2009/2010″, befand Berlins Umwelt- senatorin Katrin Lompscher wohl zur Überraschung vieler Hauptstädter dieser Tage. Anlass war die ab 1. November gültige, im novellierten Straßenreinigungsgesetz verankerte Änderung in Sachen Winterdienst. Die legt fest, dass künftig Bürgersteige der Reini- gungsklassen 1 und 2 (Straßen-reinigungsverzeichnis; Neukölln: S. 48 – 55) auf einer Breite von 1,50 Metern von Eis und Schnee zu räumen sind. Damit werde, so Lompscher, den Fußgängern besser Rechnung getragen.

Voraussetzung für diesen Effekt wäre allerdings, dass der Win- terdienst wirkungsvoller agiert, als es  in der letzten Saison streckenweise häufig der Fall  war. Denn der Unterschied, ob 50 Zentimeter mehr oder weniger nicht geräumt sind und zum fröhlichen Schlittern oder schmerzhaften Stürzen einladen, ist marginal.

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VIP-Gäste als Frühstücksboten für Neuköllner Erstklässler

Über 26.600 Mädchen und Jungen machten sich in Berlin letzten Samstag mit Ranzen auf dem Rücken, Schultüte im Arm und ihren Familien im Schlepptau auf den Weg zum so genannten Ernst des Lebens. Für 64 Neuköllner Erstklässler findet der nun in der Konrad-Agahd-Schule statt.

Vom normalen Schulalltag war dort Montag für sie aber noch wenig zu spüren: Die schwarze Dienstkarosse von Bezirksbürgermeister Buschkowsky parkte auf dem Pausenhof, überall liefen Leute herum, die die Kinder vielleicht schon mal im Fernsehen gesehen hatten – wahrscheinlich aber nicht. Welche Fünf- und Sechsjährigen interessieren sich schließlich für Lokalpolitisches, Senabio-brotbox, konrad-agahd-schule neukölln, hilde fauland-weckmann, bertil wewer, franziska giffey, heinz buschkowsky, dietmar bärtorinnen und Staatssekretärin- nen oder gucken den „Tatort“ aus Köln? Ergo waren der Schauspieler Dietmar Bär, Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher, Staatssekretärin Claudia Zinke, Heinz Buschkowsky, Bezirksstadträtin Franziska Giffey und all die anderen schlichtweg dieje- nigen, die das Frühstück bringen.

Etwa 53.000 Portionen für alle Ber- liner und Brandenburger Schulanfän- ger waren am Vortag von knapp 500 Helfern in der Halle der Neuköllner Firma Terra Naturkosthandel in gelbe Plastikdosen sortiert worden: die  Bio-Brotboxen. Aber bevor die neuen Konrad-Agahd-Schüler sie bekamen, wurde ihnen von den Mädchen und Jungen höherer Jahrgänge  ein kleines Showprogramm mit  Liedern und Tänzen

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serviert. Ihre Schule, erklärte Schulleiterin Simone Schützmann, sei zwar in erster Linie eine Modellschule für Computer- und Online-Kompetenz, doch es werde auch großes Augenmerk auf die Gesundheitserziehung gelegt: „Deshalb sind wir wirklich stolz, dass wir zum 10-jährigen Jubiläum der Bio-Brotboxen heute zur VIP-Schule ernannt wurden und die Verteilaktion der Boxen groß feiern können.“ Angesichts der anwesenden Polit-Prominenz ließ Schützmann es sich aber auch nicht nehmen, auf einen Wunsch in eigener Sache hinzuweisen: Das Schulhaus sei recht beengt, verfüge jedoch über eine Hausmeisterwohnung, die bereits seit einem Dreivierteljahr leer stehe. „Wenn sich Geld für einen Umbau auftreiben ließe“, so die Schulleiterin, „könnte man die wunderbar als Speisesaal für das warme Mittagessen, das wir anbieten, und Schulbibliothek herrichten.“

Auch das gemeinsame Frühstück vor der ersten großen Pause ist für die Klassen ein fester Programmpunkt im Schulalltag. Insbesondere Kinder ohne Kita-Erfahrung, erzählt eine Lehrerin, würden oft erst nach der Einschulung das regelmäßige bewusste Frühstücken am Tisch, den Umgang mit Lebensmitteln oder auch das Handhaben eines Messers lernen: „Zuhause haben viele einfach nicht die Chance, bio-brotbox, schauspieler dietmar bär, konrad-agahd-schule neuköllnes zu lernen, weil kein Wert darauf gelegt wird.“ Da kamen zugewandte Macher wie Diet- mar Bär oder auch Hans-F. Selle vom Bio-Brotbox-Sponsor Biokorntakt gerade recht.

Letzterer erklärte und zeigte den Erstklässlern am Frühstücks- tisch geduldig, wie man das Messer hält, um Möhren zu schaben und in mundgerechte Stücke zu schneiden. Die Kinder machten es ihm begeistert nach. Bio-Brotbox-Pate Dietmar Bär hatte bereits vor der Verteilung der gelben, mit qualitativ hochwertigen Dingen gefüllten Schachteln kein Geheimnis daraus gemacht, wie wichtig ihm die Förderung des Bewusstseins für bio-brotbox, biokorntakt gmbh hans-f. selle, konrad-agahd-schule neuköllngesundes Essen bei Kindern ist. „Bittet eure Eltern, die Box an jeden Schultag mit gutem Brot und Obst zu füllen“, riet er den Kleinen. „Und fragt eure Lehrer, wo die Sachen her- kommen, die ihr esst. Fischstäb- chen“, verriet er ihnen, „schwimmen nicht im Meer.“ Einige Tipps, wie sich vegetarische Brotaufstriche und Streichkäse mit Gemüsescheiben optisch aufpeppen lassen, hatte der Schauspieler außerdem parat. Ginge es nach den Kindern der Konrad-Agahd-Schule, dürfte er sicher gerne öfter mal zum Frühstück kommen.

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