Künstler-Fachgeschäft Boesner eröffnet Filiale in der Karl-Marx-Straße

Nicht nur Neuköllner Künstlerinnen und Künstler laden heute zum Besuch ihrer Ateliers ein. Gegenüber vom Alfred-Scholz-Platz öffnet am Vormittag das Fachgeschäft für Künstlerbedarf Boesner die Türen seiner neuen Niederlassung in Neukölln.

Angeboten werden im ehemaligen Leineweber-Haus in der Karl-Marx-Straße 110 auf insgesamt 1.400 Quadratmetern Verkaufsfläche etwa 35.000 Artikel für Künstler. Auf drei Etagen gibt es neben allen Künstlermaterialien aus dem Katalogprogramm eine umfangreiche Auswahl an Bilderrahmen sowie eine Abteilung mit Kunstbüchern. In der vierten Etage ist ein Workshop- und Veranstaltungsraum für Kunst-Kurse und andere Angebote vorhanden.

Michael Harnacke, geschäftsführender Gesellschafter von Boesner Berlin, und Bezirksbürgermeister Martin Hikel eröffneten die Filiale bereits gestern Abend symbolisch mit einem Schnitt durch das rote Band an der Eingangstür. „Kunst ist immer ein Abbild des Lebens, der Konflikte, der Reize und Reibungen und Widersprüche. Und Boesner möchte Teil dieser Auseinandersetzung sein. Wir möchten die besten und jeweils neuesten Werkzeuge und Hilfsmittel anbieten, um sich künstlerisch mit verschiedensten Fragen auseinanderzusetzen“, sagte Harnacke zur Eröffnung.

Vor zwanzig Jahren gründete der Unternehmer die erste Niederlassung des Fachgeschäftes für Künstlebedarf in Marienfelde Es folgten Filialen in Prenzlauer Berg und Charlottenburg. Bei einem Pressetermin am Dienstag erklärte Harnacke, weshalb er sich ausgerechnet für eine Filiale in Neukölln entschied: „Hier leben und arbeiten nach Kreuzberg die meisten Künstlerinnen und Künstler in Berlin und es existiert eine lebendige Kulturszene. Die Neuköllner Oper und der Heimathafen Neukölln sind weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt, und spätestens seit der Eröffnung des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst im Jahr 2016 hat Neukölln auch als Standort für Gegenwartskunst international einen Namen.“

Zusammen mit Dr. Martin Steffens und Thorsten Schlenger, den beiden Leitern des Festivals 48 Stunden Neukölln, kündigte Harnacke am Dienstag an, dass Boesner ab 2020 das Neuköllner Kunst- und Kultur-Festival als Kooperationspartner unterstützen werde.

Eröffnung der neuen Boesner-Filiale (Karl-Marx-Straße 110) am Samstag, 16. November, von 10  bis 20 Uhr. Im Workshop-Raum präsentieren Samsarah Lilja und Jan Kage den „SWEAT SHOP“: Acht Künstlerinnen und Künstler nehmen zu jeder halben Stunde neue Aufträge vor Ort oder online entgegen. Die Kunden kaufen einen Bildträger und gehen damit zur präferierten Künstlerin zusammen mit einer Vorlage, einem Foto oder einer Bildidee: „Lieber Künstler, male mir!“ Was dann daraus gemacht wird, entscheiden nur die Künstler.

=Christian Kölling=

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