Richtfest für generationenübergreifendes Wohnen in 93 Wohnungen

Die Ecke, an der die Neuköllner Wildenbruchstraße und die Heidelberger Straße in Treptow zusammen-laufen, ist seit dem Mauerbau 1961 durch Fotos, auf denen Grenzsoldaten, Polizisten und Passanten einander beobachten, weit über Berlin hinaus bekannt geworden. Seit den 1960er Jahren stand dort eine markante, mit einfachsten Mitteln erbaute Häuserzeile, die im Oktober 2016 abgerissen wurde, um dort einen attraktiven Neubau zu errichten, wogegen es vereinzelt Widerstand gegeben hatte.

Spätestens jetzt ist diese Episode der Berliner Wohnungspolitik jedoch endgültig abgeschlossen. Die Wohnungsbau-Verein Neukölln eG (wbv) feierte Mittwoch an der Heidelberger Straße das Richtfest für ihr Neubauvorhaben, bei dem 93 Wohnungen mit insgesamt 6.100 Quadrat-metern Wohnfläche errichtet werden. Angestrebt wird ein ausgewogener Wohnungsmix für Singles, Paare, Familien und Senioren. Ein Teil der Wohnungen wird von Anfang an behindertengerecht ausgestattet. Alle Wohnungen erhalten Balkone oder Terrassen. Den bis zuletzt verbliebenen Bewohnern der Bestandsgebäude stellte die die wbv neue Wohnungen zur Verfügung gestellt und gab für den Um- und Einzug Unterstützung.

Martin Hikel (M.), Bezirksbürgermeister von Neukölln, der zusammen mit dem ehemaligen Baustadtrat Thomas Blesing (l.) zum Richtfest gekommen war, besichtigte nachdem die Richtkrone hochgezogen war, eine Musterwohnung. „Durch den Neubau wird der angespannte Wohnungsmarkt in Neukölln entlastet und gleichzeitig ein Angebot für Menschen geschaffen, deren Geldbeutel nicht so groß ist. Solch genossenschaftliches Wohnen wünsche ich mir mehr für Neukölln“, sagte Hikel.

Die Wohnungen an der Heidelberger Straße werden laut Angaben der wbv für ein Nutzungsentgelt (Kaltmiete) ab 8,50 Euro je Quadratmeter und Monat vermietet. In den Neubau werden darüber hinaus Gemeinschaftsräume, drei Gewerbeflächen, ein Concierge, 71 unterirdische Stellplätze mit 16 Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie attraktive Außenanlagen mit hoher Aufenthaltsqualität integriert.

=Christian Kölling=

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