Mit acht Neuköllner Wochenmärkten durch die Krise

„Auf dem Wochenmarkt Maybachufer riecht, seht, hört und schmeckt ihr die Welt!“ – so wirbt der Markt am Landwehrkanal. Bis vor kurzem lockte mit internationalen Spezialitäten, frisch geerntetem Obst und Gemüse aus Afrika, Asien, Europa und Bio aus Brandenburg auch zahlreiche Touristen aus aller Welt nach Neukölln. „Das Coronavirus zwingt uns zum Abstandhalten: Der Markt am Maybachufer hat sich von einem enggassigen Basar zu einem Frischemarkt ohne Tourismus verwandelt. Zwischen den Ständen gibt es nun viele Lücken und Weiterlesen

In die Tasche statt in die Tüte: Auf Neuköllns Wochenmärkten soll die Plastikbeutel-Flut verebben

neukoellner markttaschen_rixdorfer wochenmarkt_neukoellnNikolaus Fink streitet es nicht ab. Natürlich habe er den Marketing-Aspekt im Blick, sagt der Chef der Firma diemarktplaner, die seit 2015 im Auftrag des Bezirksamts sieben Neuköllner Wochenmärkte ausrichtet. „Das langfris-tige Ziel ist, alle durch professionelles Marketing nach vorne neuköllner markttaschen_rixdorfer wochenmarkt_neukoellnzu bringen“, hatte Fink schon damals erklärt. Neues Werk-zeug bei der Umsetzung dieser Strategie sind seit vorgestern die Neuköllner Markttaschen, bei denen es aber auch um den Umweltschutz-Faktor geht.

10.000 der robusten Taschen mit langen Henkeln und einem verstärkten Boden, der Standfestigkeit gibt, haben diemarktplaner produzieren und bedrucken lassen. Aus recycelten PET-Flaschen sei das Material, und von der Idee über das Finden eines Weiterlesen

„Wenn ich es jetzt nicht angehen würde, würde es bald jemand anders machen“

kranoldplatz neubritz_neuköllnSeit vier Jahren hat Theresa Dühn das Elend täglich vor Augen. Seitdem wohnt sie im Neu- köllner Ortsteil Neubritz am Kranoldplatz, der für die Bewohner des Kiezes kaum mehr als eine am Reißbrett entworfene Durchwegung ist. Keine Bank, die zum Platznehmen und Verweilen einladen könnte, stört die geometri- sche Monotonie zwischen einem Klohaus am westlichen und Gerson Fehrenbachs Brun- nenskulptur, skulpturen kranoldplatz_gerson fehrenbach_neuköllndie schon seit Jahrzehnten nicht mehr plätschert, am östlichen Rand. Wer sich etwas länger in der Mitte des Kranoldplatzes aufhalten möchte, muss das stehend tun oder mit den kniehoch gepflasterten Begrenzungen der Baumscheiben vorliebnehmen. Nicht so am kommenden Samstag und den letzten Sonnabenden der beiden Folgemonate – dank des Engagements von Theresa Dühn, Weiterlesen

Frauensache

„Welche soll’s denn sein?“ Wer nur hinhört, aber nicht hinsieht, wenn Björn Heinrich seine Verkaufsgespräche führt, könnte leicht auf falsche Gedanken kommen. Freya, 1_kartoffeln_kartoffel-planet_schillermarkt neuköllnLinda, Belana, Sieglinde oder Leyla heißen die, die er im Angebot hat. Annabelle aus Zypern, Karlena, Bintje, Miss Blush oder die Rote Laura sind bei ihm ebenfalls zu haben und können gleich mitgenommen oder ins Haus geliefert werden. Allen, die angesichts dieser Auswahl unentschlos- sen sind, kann Björn Heinrich selbstverständlich auch die Vorzüge der einzelnen Kandidatinnen nennen und aufzählen, wofür sie am besten zu Weiterlesen

Es war einmal …

Wer montags, dienstags, mittwochs oder freitags zum Kranoldplatz kommt, hat definitiv den falschen Zeitpunkt erwischt. Nur donnerstags und samstags wird der Platz im Neuköllner Ortsteil Neubritz zum Wochenmarkt. Das besagt zumindest das wochenmarkt kranoldplatz_neuköllnSchild, das am westlichen Ende des Kra- noldplatzes steht und darauf hinweist, dass der Verkauf an beiden Tagen zwischen 10 und 16 Uhr stattfindet.

Eines schönen Samstags mitten im Zeit- fenster: Gähnende Leere auf dem Kranold- platz, keine Spur von Markthändlern, die ih- re Waren verkaufen, und Kunden, die von Stand zu Stand flanieren und sich mit Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln aus der Region eindecken Weiterlesen

Eine Sorge weniger

beheizter marktstand_blumen weyer_neukölln

(gesehen auf einem Neuköllner Wochenmarkt)