Mit Bildern Mauern einreißen

Ab und zu wird das Gemeinschaftshaus Morus 14 im Neuköllner Rollbergkiez zur Galerie. „Welche Künstler bei uns ihre Werke ausstellen können, wird von mir ganz subjektiv entschieden“, sagt Frank Bourgett, der Leiter des Hauses. Die Bilder müssten ihm gefallen oder die Künstler ihn beeindrucken. Schließlich sei so eine Ausstellung durch die zeitweilige Vermietung der Räume aus versicherungs- rechtlichen Gründen basila hassan, daug e.v., morus 14 e.v., neuköllnauch immer mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden.

Bei Basila Hassan, die eines Nachmittags zusammen mit Wilfried Winzer, dem Öffentlich-keitsarbeiter der Deutsch-Arabisch unabhängi- gen Gemeinde (DAuG), in Bourgetts Büro stand, war es einerseits deren Geschichte, die ihm imponierte, und andererseits zunächst vor allem eines ihrer Bilder. „Dieses Dorf mit Häusern ohne Türen aber kleinen Fenstern, die Licht- blicke und Hoffnung symbolisieren, hat mich sofort fasziniert“, erinnert sich Frank Bourgett. Seit gestern sind das und 29 weitere Werke von Basila Hassan im Gemeinschaftshaus Morus 14 zu sehen. Es sei zudem der Auftakt zur von der DAuG initiierten Ausstellungsreihe „Bilder reißen Mauern ein“, die weiteren migrantischen Künstlern eine Präsenta- basila hassan, daug e.v., morus 14 e.v., neuköllntionsplattform geben soll, kündigt Wilfried Winzer an.

Über die Hürde der sprachlichen Mauer um die gebürtige Palästinenserin helfen bei der Vernissage gleich drei Dolmetscher. Es ist Basila Hassan, die erst seit 16 Monaten in Berlin lebt, wichtig, ihre Werke und die Intentionen, die sie entstehen ließen, zu erklären. Manchmal geht es bei denen um die politische Situation in ihrer Heimat, oft um ihre persönliche und die als basila hassan, daug e.v., morus 14 e.v., neuköllnFrau. Leid, das sich dank des Ventils der Kreativität besser aushalten lässt, spiegeln die Arbeiten ebenso wider wie Sehnsüchte, Erlebtes, Hoffnungen und Liebe.

Die Techniken und Materialien, derer Basila Hassan sich bedient, reichen von Bleistiftzeichnungen über Tusche- bilder bis hin zu glitzernder Hinterglasmalerei und mit basila hassan, daug e.v., morus 14 e.v., neuköllnLötkolben gebrannten Or- namenten und Schriftzei- chen. In ihrer Heimat habe sie schon einige Jahre kreativ gearbeitet, erzählt die Künstlerin: „Danach kam eine lange Pause, und erst in Deutschland habe ich wieder angefangen zu malen.“ Es sei ihr ein Bedürfnis gewesen, eine Ausdrucksmöglichkeit für die neue Lebenssituation zu finden.

Eigentlich, stellt man schon nach nur kurzer Beschäftigung mit den Bildern von Basila basila hassan, daug e.v., morus 14 e.v., neuköllnHassan fest, sprechen die zumeist eine anfangs fremde, dann aber – ob sich wiederholender Stilelemente – auch eine sehr deutliche Sprache. Man muss sich nur in sie hineinhören.

Die Bilder von Basila Hassan sind noch bis zum 20. April im Gemein- schaftshaus in der Morusstraße 14  zu sehen. Geöffnet ist es  werktags von 9 – 16 Uhr.

=ensa=

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