Mit einer langen Vergangenheit in die Zukunft

Heute vor genau 100 Jahren, mitten im 1. Weltkrieg, wurde die Hebammenlehranstalt und Frauenklinik am Mariendorfer Weg in Betrieb genommen. Doch schon zum 10-jährigen Bestehen erhielt der von dem Architekten Theodor Goecke entworfene Gebäude-komplex den neuen Namen Brandenburgische Landesfrauenklinik. Neben der gynäkologischen und geburtshilflichen Tätigkeit blieb auch unter dem neuen Namen die Ausbildung von Hebammen erhalten.

Eine vor 17 Jahren begleitend zur Ausstellung „Der erste Schrei oder wie man in Neukölln zur Welt kommt“ veröffentlichte Broschüre des Museums Neukölln gibt Auskunft, dass allein in den ersten 10 Jahren nach Weiterlesen

Quittung für die Nichteinhaltung des Denkmalschutzes: Baustopp für ehemalige Neuköllner Frauenklinik verhängt

wohnungsbauprojekt-frauenklinik-mariendorfer-weg_neukoellnWer kennt sich schon mit Denkmalschutz-Bestimmungen aus? Ein Experte musste man freilich nicht sein, um zu ahnen, dass es am Mariendorfer Weg, wo derzeit auf dem Gelände der ehemaligen Frauenklinik Wohnungen entste-hen, mit den auferlegten Regularien zum Erhalt historischer Gebäude nicht ganz so genau genommen wird.

Das stellte auch Neuköllns Untere Denkmal-schutzbehörde fest und verhängte letzten Freitag, wie das bezirkliche Bauamt heute mitteilte, einen Baustopp für das Areal. Grund der Anordnung sei der Ausbau nahezu aller historischen Fenster im ehemaligen Verwaltungs- sowie dem Weiterlesen

Kiloweise Fundstücke aus der Vergangenheit

Letzten Sonntag, am Tag des offenen Denkmals, auf dem Neubaugelände der Clay- Oberschule in Rudow: Auf dem rund 2 Hektar großen Areal waren zwischen 1939 und 1945 bis zu 1.500 Frauen und Männer in den drei miteinander verbundenen Zwangsarbeiterlagern Rudow I – III untergebracht. Allein die Arbeitsgemeinschaft 1_archäologische grabungen_zwangsarbeiterlager rudow_neuköllnRudow, ein Zusammenschluss rüstungs- naher Industriebetriebe, dem u. a. die Firma Eternit angehörte, beantragte am 21. Februar 1941 die Errichtung eines Barackenlagers für 207 Zwangsarbeite-rinnen und 56 Zwangsarbeiter auf dem Grundstück am Neudecker Weg.

In ganz Berlin gab es während des 2. Weltkriegs unterschiedlichen Schätzun- gen zufolge zwischen 3.000 und 6. 000 Lagerstandorte. Die Wirtschaftsbaracke des Lagers in Rudow auf dem früheren Gelände der Firma Eternit steht noch heute. Sie wird gerade dekontaminiert, um anschließend für den Schulneubau abgerissen zu werden. Hinter Weiterlesen