Margot Friedländer zu Gast in der Genezareth-Kirche am Herrfurthplatz

Margot Friedländer, die im November 1921 in der Kreuzberger Lindenstraße unter dem Familiennamen Bendheim geboren wurde, ist Überlebende des Holocaust. Mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder Ralph und ihrer Mutter Auguste lebte sie bis Januar 1943 in der Skalitzer Straße 32, wo heute drei Stolpersteine an die Familie erinnern. Die drei Juden versuchten nach der Machtübernahme der Nazis mehrmals auszuwandern und planten gerade ihre Flucht aus Deutschland, als Ralph Bendheim von der Gestapo verhaftet wurde. Auguste Bendheim stellte Weiterlesen

Blick zurück und nach vorne

Heute vor 100 Jahren, am 11. November 1918, endete der Erste Weltkrieg. Anlässlich des Jahrestages luden die Martin-Luther-Gemeinde und der Evangelische Kirchenkreis Neukölln gestern Mittag zur Podiums-diskussion „1918 – 2018 Erinnerungskultur und Blick nach vorn“ in die wegen Sanierungsarbeiten komplett eingerüstete Kirche in der Fuldastraße.

Über das Leben im Umfeld der Martin-Luther-Kirche während des Krieges, der als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts gilt, hatte die Neuköllner Gemeinde bereits vor einigen Jahren in einer Geschichtswerk-statt recherchiert, deren Ergebnis die Broschüre „Leben und Umfeld der Martin-Luther-Kirche im 1. Weltkrieg“ war.  Weiterlesen