„Armida“ bringt die Gefühlswelt eines Glaubenskriegers im Selbstversuch auf die Bühne der Neuköllner Oper

„Ob man die Feinde abknallt oder köpft. Ist doch egal. Tot ist tot“, dieses blindwütige Denken müssen Gewalttäter wie der islamistische Terror-Führer Abu Bakr al-Baghdadi Armida_Neuköllner Oper_Foto Matthias Heyde_US+L1003213oder der norwegische Einzeltäter Anders Breivik wohl teilen.

Das Feature „Armida“ nach der Oper von Christoph Willibald Gluck, das die Musiktheater-Regisseurin und Sängerin Ulrike Schwab am Donnerstag-abend in der Neuköllner Oper zur Uraufführung brachte, hat sich diesen „eigensinnigen Fanatis-mus“ zum Thema gemacht. Durchaus provozierend wird im Programmheft die These aufgestellt: „Wo Kulturgeschichte zum Patchwork der Weiterlesen

91 Jahre nach der Premiere: Deutsche Uraufführung von Bretans „Der Golem“ in der Neuköllner Oper

der golem_neuköllner operManche haben vielleicht das 1915 erschie- nene Buch über den Golem von Gustav Meyrink gelesen. Andere wiederum den expressionistischen Stummfilm aus dem Jahr 1920 gesehen, der den „Der Golem, wie er in die Welt kam“ trug. Weitere vier Jahre später hatte die Oper „Der Golem“, die Nicolae Bretan in weniger als zwei Wochen komponierte und textete, ihre Uraufführung. Die Neuköllner Oper hat sich nun des Stoffs angenommen und – 91 Jahre nach ihrer Premiere – die deutsche Uraufführung von Bretans Golem-Oper auf Weiterlesen