Und die Gewinner sind …

Was im Mai mit einem Tag der offenen Unternehmen begann, endete in der letzten Woche mit einer Premiere im Neuköllner Rathaus: Während der Sitzung der Bezirks- verordnetenversammlung wurde erstmals der Neuköllner Ausbildungspreis verlie- hen. Im Rahmen der Initiative  „Neukölln  braucht  Dich!“ will er besonderes Engage- ment von Betrieben im Bezirk in der Berufsausbildung würdigen und Firmen moti- vieren, sich für die  berufliche Zukunftssicherung Jugendlicher einzusetzen. In  fünf

Siegerehrung_Neuköllner Ausbildungspreis 2013

Kategorien, gestaffelt nach der Mitarbeiterzahl, sollten Unternehmen geehrt werden. Letztlich waren es mit der Tischlerei Tieß GmbH (6 – 20 Mitarbeiter), der Koch Sani- tätshaus GmbH (21 – 50 Mitarbeiter), dem Marzipanhersteller Georg Lemke GmbH & Co KG (über 50 Mitarbeiter) sowie dem Bezirksamt Neukölln von Berlin als öffent- liches Unternehmen nur vier, die mit dem Neuköllner Ausbildungspreis 2013 aus- gezeichnet wurden. Von Kleinbetrieben mit bis zu fünf Mitarbeitern waren keine Bewerbungen  eingegangen.

Unerwarteter Ferientag in einer Neuköllner Grundschule

Gerade mal zwei Unterrichtstage hatten die Kinder der Neuköllner Karlsgarten-Grundschule nach dem Ende der Winterferien hinter sich gebracht, dann hatten sie schon wieder frei. Kältefrei, denn im Schulgebäude war es ungemütlich kühl. Zu frisch, um sich aufs Lernen konzen- trieren zu können. Draußen herrschte strammer Frost, und die Heizungen in der Schule waren  bestenfalls lau- warm und damit weit davon entfernt, ihren Zweck zu erfüllen.

Was war passiert? Dreh- und Angel- punkt war das am Kiehlufer gelegene Fernheizwerk (FHW) Neukölln, das rund 30.000 Haushalte und diverse öffentliche Einrichtungen mit wohliger Wärme versorgt – eigentlich. Doch dann kamen in der Nacht von Sonntag auf Montag Tiefsttemperaturen, die Berlin seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hatte, und auch am Montag waren zweistellige Minusgrade angesagt. „Wenn alle gleichzeitig ihre Heizungen bis zum Anschlag aufdrehen, kann das immer mal zu Problemen führen, sollte aber natürlich nicht so sein“, sagt FHW-Chef Ulrich Rheinfeld. Montagabend gingen für ihn die Probleme los: Störungen im regelungstechnischen Bereich bewirkten innerhalb von neun Stunden zwei fernheizwerk neuköllnAusfälle der Netzeinspeisung am Kiehl- ufer. „Das kann und wurde zwar durch das Heizwerk Weigandufer kompensiert“, räumt Rheinfeld ein, „trotzdem kam es aufgrund der Lastverschiebungen und der eingetretenen hydraulischen Veränder- ungen im Fernwärmenetz zeitweise zu einer partiellen Unterversorgung in eini- gen Versorgungsbereichen.“ Weitere 12 Stunden habe es gedauert, bis alle betroffenen Gebäude wieder mit Fern- wärme vollversorgt waren. Da die Karlsgarten-Schule am weitesten von Kiehlufer entfernt ist und das heiße Wasser, das durch die FHW-Rohre fließt, den Rollberg hoch muss, habe dort am längsten auf angenehme Raumtemperaturen gewartet werden müssen.

Sehr flott ging es dagegen bei der Rixdorfer Schule. Dienstagvormittag mussten die Schüler noch frieren.  „Ab 14 Uhr wurden die Heizungen wieder heiß“, sagt Schul- leiterin Anke Peters. Kältefrei musste folglich nicht gegeben werden. Das galt auch für das ebenfalls von den FHW-Problemen betroffene Gebäude der Neuköllner Volks- hochschule, wo auch das Schulamt des Bezirks seinen Sitz hat. Das in der Nachbarschaft gelegene JobCenter Neukölln handhabte den weitgehenden Heizungsausfall im Haus flexibel. „Im Großen und Ganzen hatte die Störung keine Auswirkungen auf den Betrieb, weil sich die Raumtemperatur zum Glück nur langsam absenkte“, so Pressesprecher Uwe Mehlmann. „Aber Mitarbeiter, denen es zu kalt wurde, konnten früher gehen.“

Seit gestern ist es auch in der Karlsgarten-Grundschule „wieder wunderbar warm“. Ulrich Rheinfeld ist optimistisch, dass sich daran nichts ändert und die Panne im Fernheizwerk Neukölln die Ausnahme von der Regel bleibt.

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