Vorteile für die Benachteiligten

Seit 2008 gibt es in Deutschland den Tag der Lohngerechtigkeit, der dieses Jahr auf den 19. März fällt. D. h. um das Vorjahres-Gehaltsniveau von Männern zu erreichen, equal pay day-taschemüssen – statistisch gesehen – Frauen 79 Tage länger arbeiten. Für sie gibt es daher am Equal Pay Day bundesweit Rabatte, die auch 23 Geschäfte in Neu-kölln gewähren. Wer bei Regina Bothe morgen einen Termin für eine Fußreflexzonenmassage reserviert, zahlt 22 Prozent weniger. In Friseursalons, Apotheken, Gastro-nomie, Foto- und Sportstudios, Bioläden und bei Blumen Weyer werden Portemonnaies ebenfalls geschont.
Bereits heute kommen Frauen in drei Läden günstiger weg: Bei Elektro-Krause gibt es bis 17 Uhr, 22 Prozent Rabatt, im NIC Neukölln Info Center bis 15 Uhr (nicht auf Kommissionsware), und im Café des Frauenzentrums Affidamento am Richardplatz sind von 13 bis 15 Uhr Tee, Kaffee und Kuchen billiger.

Kein Grund zum Feiern

epd-flagge_rathaus neuköllnGestern war es wieder soweit: Vor dem Neuköllner Rathaus wurde die Equal Pay Day-Flagge gehisst, um an die Lohn-Unge- rechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu erinnern. Bis zum 21. März müssen Arbeitnehmerinnen in Deutschland ackern, equal pay day-tascheum das Vorjahresgehalt männlicher Kol- legen zu erreichen, weil sie durchschnitt- lich 22 Prozent weniger Lohn für glei- che Arbeit bekommen.

„Das ist ein Skandal!“, findet Cornelia F. Krämer vom Business and Professional Women Germany Club Berlin (BPW), die am Vormittag zusammen mit Sylvia Ed- ler, der Neuköllner Gleichstellungsbeauf- tragten und Petra Galsterer vom Netzwerk Frauen in Neukölln zum Red Dinner vor dem Rathaus geladen hat. Eine Mischung aus Demo mit Flashmob-Charakter und der Möglichkeit, bei Laugenbrezeln und Getränken mit Pas- santinnen über ein Umdenken bei Minijobs und Teilzeitbeschäftigungen ins Ge- spräch zu kommen, sollte es werden – ein aussichtsloser Kampf gegen Weiterlesen