Was tut der Senat gegen Leerstand und Zweckentfremdung in der Weisestraße 56?

Mehr als anderthalb Jahre lang kämpfte das Syndikat, ein 1985 im Schillerkiez gegründetes Kneipenkollektiv, um die Verlängerung seines Gewerbemietvertrages im Haus Weisestraße 56. Nach einer langen politischen und juristischen Auseinandersetzung, in der u.a. die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung anbot, zwischen Kneipenkollektiv und Hauseigentümer zu vermitteln, räumte schließlich die Polizei Anfang August 2020 das Szenelokal, um dem Gerichtsvollzieher Zutritt zu verschaffen. Seitdem stehen die Gewerberäume leer.

„Steht der Leerstand in seinem Nutzen für den Besitzer der Weiterlesen

Die Räumung des Syndikats wirft auch Fragen nach der sozialen Infrastruktur in den Neuköllner Kiezen auf

„Ich bin enttäuscht. Am Abend wird es wohl noch Rabbatz geben.“ So kommentierte eine alteingesessene Neuköllnerin aus dem Schillerkiez, die ich gestern Nachmittag auf dem Herrfurthplatz traf, die Ereignisse der vergangenen Tage rund um die Räumung der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestraße. Auf dem Platz setzten sich gerade einige Hundert Personen zu einer friedlich verlaufenden Demonstration in Bewegung, auf der die wütenden Sprechchöre nicht zu überhören waren. „Runter mit der Uniform, runter mit der Miete. Weiterlesen

SPD Neukölln verurteilt sinnlose Gewalt im Umfeld einer Demonstration

Am Rande einer Anti-Gentrifizierungsdemo für den Erhalt der Kiezkneipe „Syndikat“ in Neukölln wurde das Parteibüro der SPD Neukölln am Sonnabend gezielt beschädigt. „Die Angreifer zerstörten fünf Panzerglas-Scheiben des Büros und hinterließen damit erheblichen Sachschaden. Beobachtet wurden außerdem massive Stein- und Flaschenwürfe auf Polizistinnen und Polizisten sowie Sachbeschädigung im Kiez“, machte die SPD Neukölln in einer Pressemitteilung bekannt.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel verurteilte die Gewalttaten mit Weiterlesen

BVV Neukölln will Schlichtung statt Räumung der Kiezkneipe Syndikat

Mit 31 Ja-Stimmen und 17 Nein-Stimmen der 48 anwesenden Verordneten nahm die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln am Mittwochabend eine Entschließung an: Sie soll den Streit zwischen dem Kneipenkollektiv Syndikat und dem Hauseigentümer der Weisestraße 56 durch eine Verhandlungslösung beilegen, bei der das Bezirksamt Neukölln als Vermittler fungieren könnte.

Wörtlich heißt es in der Entschließung u. a.: „Die Weiterlesen

Kein Gebot für das Haus Boddinstraße 20

Mit einem Mindestgebot von 6,8 Millionen Euro sollte am vergangenen Sonnabendvormittag im Auktionshaus Karhausen AG die Versteigerung des Wohnhauses Boddinstraße 20 beginnen. Mieterinnen und Mieter des sanierungsbedürftigen Hauses, in dem 24 Mietparteien leben, hatten zufällig von dem Auktionstermin erfahren. Spontan mobilisierten sie zum Protest vor dem Auktionshaus in der Friedrichstraße 180, um die potenziellen Bieter vor dem Zustand ihres Wohnhauses zu warnen und um möglichen Spekulanten klarzumachen, dass die Hausgemeinschaft am Boddinplatz ihre Rechte kennt und sie auch nutzt. „Wer B20 kauft, Weiterlesen

Räumungsklage gegen die Schillerkiez-Kneipe Syndikat: Richterspruch erst im November

Vor dem Berliner Landgericht am Tegeler Weg wurde gestern Mittag über die die angedrohte Räumung der Neuköllner Kneipe Syndikat verhandelt. Etwa 100 Unterstützerinnen und Unterstützer des Kollektivbetriebes waren nach Charlottenburg gekommen, um die Verhandlung rund um die Räumungsklage der Immobilieneigentümerin „Firman Properties“ im Gerichtssaal zu verfolgen. Die „Firman Properties“ gehören zum Firmengeflecht der „Pears Globale Real Estate“, die ein Unternehmen der britischen Milliardärsfamilie Pears ist, der nach Recherchen des Berliner Tagesspiegels mindestens 3.000 Wohnungen in Berlin gehören Weiterlesen

„Hätte es nicht die vielen Unterschriften gegeben, wäre das Schiller‘s heute schon längst raus!“

Monatlich 16 Euro Miete netto/kalt pro Quadratmeter? An der Schillerpromenade in Neukölln, aber auch in vielen anderen Berliner Kiezen, könnten so hohe Forderungen für Wohnungsmieten vielleicht bald der Vergangenheit angehören. „Wir haben uns gestern in der Koalition auf einen Mietendeckel geeinigt: Das war ein hartes Stück Arbeit. Keiner hat etwas davon, wenn der Mietendeckel bei den Gerichten scheitert, und Sanierungen müssen weiterhin möglich sein“, berichtete die Wahlkreisabgeordnete Dr. Susanna Kahlefeld am Sonnabendnachmittag bei einer Weiterlesen

Räumungsklage gegen Syndikat eingereicht

Seit Jahresbeginn arbeitet das Kneipenkollektiv des Syndikats in der Weisestraße ohne einen gültigen Mietvertrag und zahlt statt der bisherigen Miete bis auf Weiteres ein Nutzungsentgelt in gleicher Höhe. Der seit über drei Jahrzehnten im Schillerkiez beheimatete Laden ist so – zumindest bis zum Ende eines möglichen Gerichtsprozesses – auf jeden Fall vor einer polizeilichen Räumung sicher.

Beim Landgericht Berlin wurde allerdings bereits Mitte Januar eine Räumungsklage eingereicht, wie das Syndikat vor wenigen Tagen mitteilte. Wann das Landgericht Berlin einen Verhandlungstermin ansetzt, ist aber ungewiss. „Wir werden bis dahin keine Däumchen drehen, sondern weiterhin Weiterlesen

Szenekneipe Syndikat kämpft weiter für ihr Fortbestehen

“Proletarierer und Autonome, Hipster und Asseln, Studenten und Hartzer – sie alle hat diese Kneipe schon kommen und gehen gesehen.”. So präsentiert das Syndikat, ein 1985 im Neuköllner Schillerkiez gegründeter Kollektivbetrieb, der seit September öffentlich-keitswirksam um die Verlängerung seines Gewerbemietvertrages kämpft, sich heute stand-haft. Dabei ist die Zukunft des Ladens in der Weisestraße 56 weiterhin ungewiss.

Seit dem 1. Januar hat das Syndikat keinen gültigen Mietvertrag mehr. Doch zum Jahres-wechsel verweigerte das Kneipenkollektiv mit anwaltlichem Beistand die Schlüsselübergabe und verließ die Räume nicht. Nun zahlt das Weiterlesen

Kiezgespräch zu steigenden Wohnungs- und Gewerbemieten

„Milieu statt Millionen“, unter dieser Überschrift fand am Mittwochabend im gemeinsamen Wahlkreisbüro Grün vor Ort von Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld ein gut besuchtes Kiezgespräch statt. Die beiden Abgeordneten hören aus ihren Wahlkreisen am Reuterplatz und an der Schillerpromenade immer wieder, dass nicht nur langjährige Mieterinnen und Mieter aus den Kiezen verdrängt werden. Auch soziale Einrichtungen und Kitas verlieren oft ihre Bleibe, weil die kaum reglementierten Gewerbemieten rasant Weiterlesen