Eigentlich ein Notstand: Bezirkliches Forum diskutiert über die Mieten- und Wohnungspolitik in Neukölln

pdsh_wahlkampf_20110831Ein Thema, das momentan viele bewegt, stand über der Einladung zum ersten bezirklichen Forum des DGB Kreisver- bands Neukölln: Über die Mieten- und Wohnungspolitik im Bezirk diskutierten gestern Abend Vertreter von der Berliner Mietergemeinschaft und vom Bündnis Bezahlbare Mieten Neukölln sowie Ber- liner Mieterverein, Jochen Biedermann als Vorsitzender im Ausschuss für Stadt- entwicklung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und Peter Keibel von der Branchengewerkschaft IG BAU bei einer – trotz Schnee und Eis – gut besuchten Veranstaltung im Haus der Familie/Kleiner Fratz in Neubritz.

Wohnungsbau hat in Berlin seit mehr als 10 Jahren nicht stattgefunden und die for- cierte Privatisierung von Wohnungen – auch solchen, die vormals im Weiterlesen

Was weg ist, ist weg

An der Hasenheide, wo bisher das Autohaus Eduard Winter eine Filiale betrieb, ist nun Platz, viel Platz.  SP12 heißt das Grundstück in der vor wenigen Wochen veröffent-lichten  Wohnungsbau-Potenziale-Studie für  Neukölln, die wiederum 94 Wohneinhei-

hasenheide 74_sp12 wohnbaupotenzial-studie neukölln

 ten für das Areal ausweist. Ob es genau so viele oder mehr oder doch weniger werden, wird sich zeigen. Noch wird nicht gebaut, sondern nur abgetragen. Im Stadt- entwicklungsamt des Bezirks war kurzfristig niemand zu erreichen, der Auskünfte über die aktuellen Planungen für das Baugrundstück geben konnte.

Wo früher getrödelt wurde, wird nun geklotzt

Zwischen dem JobCenter Neukölln, der alten Kindl-Brauerei und dem neuen KfH- Nierenzentrum soll es passieren: Dort – an der Mainzer Straße, wo einst an den Wochenenden  getrödelt  wurde – wird  im nächsten Sommer damit  begonnen, nach

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„über zehnjähriger Pause“ erstmals wieder neue Wohnungen in Neukölln  zu bauen. 119 Eigentumswohnungen mit Größen von 38 bis 200 Quadratmetern und Qua- dratmeter-Preisen zwischen 2.870  und 3.970 Euro sollen hier  frei nach dem  Inves-

kindl-areal_wohnungsbau-projekt 12053 neukölln

toren-Motto „12053 – aufblühendes Neukölln“ entstehen. Neubau rechne sich in Neu- kölln erst seit Kurzem für Investoren, wird Nikolaus Ziegert, dessen Firma die Wohnungen ins Portfolio aufnimmt, vom DEAL-Magazin zitiert: Man sei gebeten wor- den, heißt es weiter, „wenn möglich nur an Menschen zu verkaufen,  die auch selbst hier wohnen wollen“.

Neuköllnopoly: Neue Studie weist Wohnungsbau-Potenziale im Bezirk aus

wohnungsbaupotenziale-studie neuköllnFast 300 neue Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei und über 400 auf ak- tuell gewerblich genutzten Flächen zwischen dem Neuköllner Schiffahrtskanal und der Bezirksgrenze zu Treptow, 1.660 entlang der Oderstraße auf dem Tempelhofer Feld und über 1.000 am Mariendorfer Weg, wo heute die alte Frauenklinik und andere keine wohnung frei_neuköllnGebäude zu Ruinen verkommen.

Neukölln will vorberei- tet sein auf das Jahr 2030, wenn Prognosen zufolge die Bevölke- rung im Bezirk um knapp 21.000 Einwohner ange- wachsen sein wird und statistisch an die 11.000 Wohnungen mehr Weiterlesen