Stolperstein für die Widerstandskämpferin Charlotte Adel in Britz verlegt

Der Diebstahl von 16 Stolpersteine in Neukölln im November letzten Jahres löste viel Entsetzen, Unverständnis und Empörung, aber auch eine breite Welle der Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Allein mit Hilfe privater Spenden konnten die gestohlenen Stolpersteinen deshalb umgehend ersetzt werden. Zusätzlich regte die Anwohnerinitiative Hufeisern gegen Rechts an, dass überschüssige Spenden für neue Stolpersteine in Britz verwendet werden. Zu Ehren von Charlotte Adel verlegte der Künstler Gunter Demnig bei einer Gedenkfeier am Dienstagnachmittag vor dem Haus Backbergstraße 23 den Weiterlesen

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Stolperstein für Adolf Mockrauer in Britz verlegt

Rund 80 Familien jüdischer Herkunft lebten vor 1933 in der Großsiedlung Britz. Einer der Einwohner, dessen Lebensgrundlage von den Nationalsozialisten zerstört und der aus der Siedlung vertrieben wurde, war der Apotheker Adolf Mockrauer, der 1868 im heutigen Toszek in Polen geboren wurde.

Gestern verlegte der Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung an ihn einen Stolperstein ins Straßenpflaster vor der früheren Apotheke in der Buschkrugallee 179. Bei einer kleinen, von der Initiative Hufeisern gegen Rechts veranstalteten Gedenkfeier sprachen Sawsan Chebli, Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Weiterlesen

Bis Mittwoch werden alle in Britz gestohlenen Stolpersteine ersetzt und neuverlegt

Wenige Tage vor dem 9. November, dem Gedenktag an die Opfer der Reichspogrom-nacht von 1938, waren in Neukölln 16 Stolpersteine gestohlen und vier weitere beschädigt worden. „Diese Tat ist an Dummheit, Geschichtsvergessenheit und Menschenverachtung kaum zu überbieten“, verurteilte Bezirksbürgermeis-terin Dr. Franziska Giffey das Delikt und kündigte an, dass die kleinen Mahnmale so schnell wie möglich ersetzt werden.

Gestern wurden nun in der Britzer Onkel-Bräsig-Straße die ersten beiden Stolpersteine für Stanislaw Kubicki und Hans-Georg Vötter erneut verlegt. Zahlreiche Schüler der benachbarten Weiterlesen

Anfrage in der Neuköllner BVV: Drohen dem JobCenter Neukölln bald mehr Widersprüche und Klagen?

Diese Frage hat die Fraktion der Linken in Neukölln auf die Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch gebracht. Hintergrund der Befürchtung: Seit dem 23. Oktober 2017 bescheinigt das Jobcenter des Bezirks die Abgabe von Unterlagen nicht mehr schriftlich. Diese Regelung gilt auch in sensiblen Fällen, wenn z. B. eine Hartz 4-Bedarfsgemeinschaft unter Androhung von Sanktionen oder der Einstellung von Zahlungen mit Fristsetzung zur Abgabe von Unterlagen aufgefordert wird.

„Auf meine Nachfrage bei einer Mitarbeiterin der Geschäftsführung des JobCenters Neukölln wurde mir das Ende der bisherigen Praxis und die Weiterlesen

„Der Raub der Stolpersteine hat deutlich gemacht, wie aktuell der Gedenktag an die Pogromnacht vom 9. November 1938 ist“

„Diese Tat ist an Dummheit, Geschichtsvergessenheit und Menschenverachtung kaum zu überbieten“, verurteilte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey den Diebstahl von über einem Dutzend Stolpersteinen in der Nacht von Sonntag zu Montag in Neukölln. Die Bürgermeisterin sprach am Donnerstagabend vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke in der Britzer Buschkrugallee 179 bei einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht.

In der Nacht zum 10. November 1938 zerschlugen Neuköllner Nationalsozialisten die Schaufensterschei-ben sowie die Einrichtung des Geschäftes und verprügelten den jüdischen Apotheker Adolf Mockrauer. Ein Terror-Überfall unter unzähligen, der veranschaulicht wie – beginnend mit der Weiterlesen

Britzer Stolpersteine ausgegraben und gestohlen

Zahlreiche Stolpersteine, die in Neukölln an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, wurden in der Nacht zu Montag aus dem Pflaster gebrochen und gestohlen. Ein Passant meldete Montagvormittag bei der Polizei den Diebstahl zweier Stolpersteine, die in der Steinbockstraße zur Erinnerung an Lucie und Arthur Hecht verlegt wurden.

Nachmittags teilte die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts in einer Presserklärung mit, dass in der Nacht vom 5. zum 6. November alle sieben in der Hufeisensiedlung verlegten Stolpersteine entwendet wurden. Auch ein Gedenkstein, der erst am 9. September zur Erinnerung an Wienand Kaasch in der Parchimer Allee 94 Weiterlesen

Letzte Station einer Wanderausstellung in der Stadtbibliothek Neukölln

Fast 200 Stolpersteine wurden in den letzten 15 Jahren allein in Neukölln verlegt. Als Ergänzung zum partizipativen Erinnerungsprojekt von unten, das der Kölner Künstler Gunter Demnig initiierte, stellte das Mobile Museum Neukölln eine Wanderausstellung zusammen, die Ende Januar im Rathaus mit einer großen Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag eröffnet wurde. In der Stadtbibliothek Neukölln, die den Namen ihrer ersten jüdischen Bilbliothekarin Helene Nathan trägt, erreichte die Ausstellung jetzt ihre letzte Station und wird dort noch bis einschließlich 7. Sep-tember gezeigt.

Auf den Ausstellungstafeln werden ausgewählte Neuköllner Bürgerinnen und Bürger exemplarisch vorgestellt, für die im Bezirk ein Stolperstein Weiterlesen