Neukölln hat wieder einen Ort für Beisetzungen nach muslimischen Regeln

Auf dem landeseigenen Friedhof an der Lilienthalstraße in Neukölln, der 1938 als Standortfriedhof der Wehrmacht angelegt wurde und auf dem tausende zivile Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs bestattet sind, wurde Freitag-nachmittag ein Gräberfeld mit 160 Grabstätten für muslimische Bestattungen eröffnet.

„Sie machen jetzt und hier ein neues Kapitel in unserer Stadt auf!“, versicherte Bezirksbürger-meister Martin Hikel bei der Einweihungszere-monie den anwesenden Muslimen und ihren Unterstützern, die Weiterlesen

Internationales Gedenken für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

kraenze_agh-deutsche_kriegsgraeberfuersorge-lilienthalfriedhof-neukoellnAuf dem ehemaligen Standortfriedhof in Neukölln an der Lilienthalstraße fand vergangenen Sonnabend, am Vortag des Volkstrauertages, wie in jedem Jahr die Internationale Gedenkveranstaltung des Volksbundes petersen-deutsche_kriegsgraeberfuersorge-lilienthalfriedhof-neukoellnDeutsche Kriegsgräber-fürsorge statt. Bei einbrechender Dunkelheit gedachten Vertreter von mehr als 30 Botschaften gemeinsam mit den Repräsentanten zahl-reicher Verbände und staatlicher Institutionen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Das Grußwort sprach Wolfgang Schneiderhan, Präsident des Volkbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Gedenkansprache hielt in diesem Jahr Friis Arne Petersen (l.), Botschafter des Königreichs Weiterlesen

Eindringliche Beschäftigung mit der Nekropole Neukölln

cello_chekalina_nekropole-ausstellung_rathaus neukoellnNach dem griechischen Wort Nekropolis für Totenstadt werden die Gräberfelder des Alter- tums Nekropolen genannt. Die Foto-Ausstellung „Neukölln Nekropole – Fotografien 1945“ wurde am Mittwochabend im Rathaus Neukölln eröff- net. Die zeitgleich tagende Bezirksverordneten- versammlung unterbrach ihre Sitzung, um an dem Festakt teilzunehmen, den die Konzert- cellistin Sofia Chekalina musikalisch umrahmte.

Noch in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs waren viele Menschen bei Kriegshandlungen in Neukölln ums Leben gekommen. Im Bezirk Weiterlesen

„Das Gewöll des Waldkauzes ist wie ein Überraschungs-Ei“: Mit Experten durch Berlins Stadtnatur

derk ehlert_waschbär-spuren_friedhof lilienthalstraße_neuköllnLetztlich ließen sich dann doch nicht alle Tiere blicken, von denen Derk Ehlert (r.) erhofft hatte, dass sie es tun 1_friedhof lilienthalstraße_neuköllnwürden.

Er und die Stiftung Naturschutz Berlin hatten im Vorfeld des Langen Tags der StadtNatur zu einem Presserundgang über den Friedhof Lilienthalstraße eingeladen, um einen „städti- schen Arten-Hotspot“ zu prä- sentieren. Aber dann:  Der Fuchs, der, wie Derk Ehlert erzählte, häufig vormittags auf einem Gräberfeld in der Sonne liege, glänzte durch Abwesenheit. Ebenso die Waschbären. „Aber das hier sind eindeutig Kratzspuren von ihnen“, versicherte er und erklärte, dass die entstünden, wenn die  Weiterlesen

Postkarten, Fotos, Briefe und Tagebücher: ein Kapitel Weltgeschichte in Neukölln

erinnerung-installation_tacheles-künstler_lilienkulturgarten neuköllnUm mit jemandem zu sprechen, der alles miterlebt hat, ist es zu spät. „Der letzte Teilnehmer des 1. Weltkriegs ist vor einigen Jahren in Frankreich gestorben“, hat Henning Holsten, Kurator der Aus- stellung 1914/18 – Neukölln im 1. Welt- krieg, recherchiert. Und die heute 100- Jährigen waren noch Kleinkinder, als am 11. November 1918 ein Waffenstillstands-Abkommen unterzeichnet wurde, das den Krieg beendete, der weltweit fast 18 Millionen Opfer forderte. Jeder dritte erwachsene Neuköllner, d. h. rund 45.000 Män- ner, erhielt eine Einberufung zum Kriegsdienst: Etwa 6.600 von ihnen fielen auf den Schlachtfeldern; dazu kamen tausende zivile Opfer der katastrophalen Weiterlesen

1914/18: Ausstellung erinnert an Neukölln im 1. Weltkrieg

straßenschild lilienthalstraße neuköllnDie vom Südstern abgehende Lilienthalstraße werden viele Kreuzberg zuschreiben. Doch die östliche Straßenseite befindet sich noch in den Bezirksgrenzen von Neukölln – und so auch der friedhof lilienthalstraße_neuköllndort gelegene Friedhof. In der Ehrenhalle auf dem Friedhofsge- lände wurde vorgestern eine eindrucksvolle Aus- stellung des mobilen Museums Neukölln zum Thema „1914/18 – Neukölln im Ersten Weltkrieg“ eröffnet. Unter den etwa Weiterlesen

Fahrräder für Flüchtlinge

internationale radbegegnung berlin greifswald_lilienkulturgarten neuköllnDie Initiative Bike-Aid hilft Flüchtlingen in Berlin dabei, gespendete alte Räder wie- der fahrtüchtig zu machen und überlässt sie ihnen anschließend kostenlos. Am Freitag besuchten rund zwanzig Teilneh- mer der internationalen Radbegegnung Get on your Bike, Europe!, die der ökolo- gische Verkehrsclub Deutschland (VCD) organisiert hat, das Projekt und halfen einige Stunden bei der Arbeit. Sie zer- legten Schrotträder in noch verwertbare Einzelteile, zentrierten Vorder- und Hinter- räder, überprüften Tretlager, demontierten Bremsen und sortierten Schrauben zur Unterstützung der Fahrradwerkstatt. Später wurden reparierte Räder an Weiterlesen