Revival der Helianthus annuus Bismarckia in Neukölln

raemer_100 sonnenblumen koernerpark_neukoellnGenau drei Wochen ist es heute her, dass sich zwei Neuköllner Stadträte im Körnerpark in die Büsche schlugen, um einmal nicht in Aktenbergen, sondern blesing_100 sonnenblumen koernerpark_neukoellnim Erdreich zu graben.

Zuvor hatten sich Kultur-stadtrat Jan-Christopher Rämer (r.) und Baustadtrat Thomas Blesing (M.) per Unterschrift zu Blumenkin-dern erklärt und dafür blaue Basecaps nebst einer Sonnenblume erhalten, deren Paten sie nun sind. Als solche würden sie für die Pflanze sorgen und sie regelmäßig gießen, besagt der Sonnenblumen-Vertrag, den an diesem Tag im Weiterlesen

Ein bisschen Schwund

Es ist nur ein leichter Verlust, aber Anlass zum Bedauern gibt er nicht: Erstmals seit über einem Jahrzehnt ist in Neukölln die Quote der neukoelln hat verlorenSchüler gesunken, die von der Zahlung für Lernmittel befreit sind. Machte der Anteil im Schuljahr 2003/04 noch 33,51 Prozent aus, so kletterte er seitdem kontinu-ierlich bis auf den Spitzenwert von 55,83 Prozent im vergangenen Jahr.
Nun konnte Stadtrat Jan-Christopher Rämer bekanntgeben, dass nur noch 54,63 Prozent der aktuell 15.646 Neuköllner Schüler lmb, d. h. lernmittelbefreit, sind. An den zwei Privatschulen und sechs Gymnasien im Bezirk liegt die Zahl mit 20,4 bzw. 34,51 Prozent weit darunter, an den Weiterlesen

„Ayla muss bleiben!“: Kinder und Lehrer der Neuköllner Sonnen-Grundschule kämpfen gegen die Abschiebung

4_ayla muss bleiben_kundgebung gegen abschiebung_sonnen-grundschule neukoellnAyla hat sich mit ihren beiden jüngeren Geschwistern und ihrer Mutter hinter das größte Transparent gestellt. „Aylas Familie muss bleiben! Keine Abschiebung!“ steht auf weißem Satin. Der Vater kann nicht bei der Kundgebung sein, die von der Schule seiner Tochter auf die Schnelle organisiert wurde. Er sei gerade da-bei, sich um Kirchenasyl zu kümmern, sagt Karoline Pocko Moukoury, die Rektorin der am Rand der Weißen Siedlung gelegenen Sonnen-Grundschule.

Allein auf die Hoffnung, durch Briefe an Politiker und die Demonstration mit medialem Nachhall etwas zu erreichen, will sich die Neuköllner Familie Weiterlesen

Neuköllner Schwimmbär als „Grundstein für die Überlebens- und Kulturtechnik Schwimmen“

neuköllner schwimmbär-auftakt_sommerbad gropiusstadtMorgen geht für die Zweitklässler der Richard- und der Sonnen-Grundschule eine ganz besondere Schulwoche zu Ende. Eine, in der sie drei Tage vom Norden in den Süden Neuköllns gefahren sind, um im Kombibad Gropiusstadt etwas zu lernen, was viele ihrer Eltern kombibad gropiusstadt_neuköllnnicht können: sich über Wasser halten. „Ich bin die Einzige in meiner Familie, die schwimmen kann“, erzählt ein Mädchen, dass so nass wie stolz auf einem Startblock am 50 Meter-Becken sitzt, das sie gerade durchquert hat. Morgen wird sie es wieder tun und anschließend die Neuköllner Schwimmbär-Urkunde nebst -Anstecknadel sowie eine kleine Über- raschung für ihre Leistung und ihren Mut erhalten, sich dem Weiterlesen

72 Meldungen mehr als im Vorjahr: Neuköllner Register macht Diskriminierung im Alltag auf lokaler Ebene sichtbar

refugees welcome_neuköllnMorgen beginnt nicht nur eine neue Woche, morgen beginnen auch die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mehr als 70 Organisationen und Einrichtungen beteiligen sich bundesweit mit Veranstaltungen an den beiden Aktionswochen rund um den Welttag gegen Rassismus. Zum ersten Mal ist, nach einem Mehrheits-Beschluss der Bezirksverord- netenversammlung, auch das Neuköllner Be- zirksamt dabei.

Um rechtsextreme und diskriminierende Vor- fälle in der Hauptstadt zu erfassen und doku- mentieren, wird seit zehn Jahren von der Koor- dinierungsstelle Berliner Register ein Netz bezirksbezogener Register aufgebaut: Das erste wurde 2005 in Pankow eingerichtet; Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg folgten. Seit Juni 2013 gibt es auch ein Neuköllner Register. Inzwischen Weiterlesen

Schöne Bescherung

Was zwei Neuköllner Einrichtungen  schon letzten Donnerstag erleben durften, steht heute auch für alle anderen an – so sie es noch rechtzeitig per Bahn, Auto oder Flieger zur festlich geschmückten Tanne schaffen: eine schöne Bescherung.

Der Sonnen-Grundschule und dem Eltern-Kind-Treff Purzelbaum wurde es dagegen vergleichsweise leicht gemacht, beschenkt zu werden. Den Impuls dafür hatten die Kunden der beiden Neuköllner C&A-Filialen gegeben: Sie waren vier Wochen lang aufgefordert worden, auf Wunschzetteln eine im Bereich der Kinder- oder Jugendarbeit tätige gemeinnützige Organisation, ein Projekt oder eine Initiative aus dem Bezirk zu benennen, die bei der C&A-Weihnachts- spendenaktion bedacht werden soll. „Allerdings war es nicht so, dass wir die beschenkt haben, die die meisten Stimmen bekommen hatten“, sagte Filialleiter Andreas Grunert. Die Wunschzettel seien lediglich eine Orientierungshilfe für die Jury gewesen, die aus ihm, seiner Kollegin vom C&A Small Family Store auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky bestand.

„Für die Sonnen-Grundschule sprach“, so Grunert, „dass sie aus eigener Kraft ein Projekt ins Leben gerufen hat, das den überwiegend migrantischen Kindern nachmittags einen spielerischen Förderunterricht anbietet.“ Dank der 2.000 Euro-Spende könne nun ein Ruheraum eingerichtet werden. Beim  Votum für die Unterstützung des Eltern-Kind-Treffs Purzelbaum e. V. sei vor allem der Fokus auf Angebote für Alleinerziehende entscheidend gewesen: „Der Verein hat im Kiez mit viel ehrenamtlichem Einsatz einen Treffpunkt mit Großfamilienflair kreiert und leistet in seinen Räumen eine wirklich vorbildliche Nachbarschaftshilfe.“ Der C&A-Scheck über 2.000 Euro solle helfen, diese so wichtige Arbeit weiterhin leisten zu können. Wenn die Weihnachtsferien vorbei sind, wird das im Purzelbaum wie auch in der Sonnen-Grundschule in die Tat umgesetzt.

=ensa=