All You Can Eat: Nord-Neukölln macht am Wochenende satt

satt_kunstfestival 48 stunden neukoellnNeukölln gehört zwar mit Kreuzberg-Friedrichshain und Mitte zu den flächenmäßig kleinsten Berliner Bezirken, richtet aber mit 48 STUNDEN NEUKÖLLN das größte freie Kunstfestival der Hauptstadt aus.

Von morgen bis Sonntag mischen sich in den Straßen wieder blau-weiße Fahnen mit dem Logo der Veran-stalter zwischen die Flaggen, die anlässlich der Fußball-Europameisterschaft im Wind flattern. Und es werden wieder mehr als 70.000 Leute im Bezirk unterwegs sein, um wenigstens einen Bruchteil dessen zu erleben, was über 1.200 Künstlerinnen und Künstler für sie vorbe-reitet haben. Wer Kultur satt will, hat in den nördlichen Kiezen rund 400 Events an etwa 250 Orten zur Auswahl – wer Kultur satt hat, sollte sich am Wochenende besser südlich der Silbersteinstraße aufhalten. Weiterlesen

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Die Qual der Wahl: Durch Museen oder lieber durch Kirchen, Moscheen und Tempel? Oder alles miteinander verbinden?

Gegen die Lange Nacht der Museen ist die Lange Nacht der Religionen noch ein Youngster. Erstere findet Samstag zum 35. Mal statt; letztere lädt – ebenfalls Sams-tag – zum 4. Mal dazu ein, die Vielfalt religiöser Weltanschauungen kennenzulernen. 93 Gruppen präsentieren sich stadtweit, 14 sind es nur in Neukölln, wo die Nacht be-

sri ganesha hindutempel berlin_neukölln

bereits mittags um 12 – und damit noch vor dem offiziellen Auftakt auf dem Gendar-menmarkt – beginnt: Die Dzogchen Gemeinschaft Deutschland führt in den Buddhis-mus, tibetisches Yoga und den Vajra-Tanz ein, der Treffpunkt Religion und Gesell-schaft geht der Frage „Was ist euch heilig?“ bei Besichtigungen des Weiterlesen

„Ich will als erste Frau an der Spitze Neuköllns eine pragmatische, ehrliche und aufrechte Bürgermeisterin sein“

bzbm-ernennungsurkunde_rathaus neuköllnWie wacht man an einem Tag auf, den man als jüngste Bezirksbürgermeisterin Berlins beenden wird? „Ohne Wecker!“, sagt Franziska Giffey strah- lend und wohl wissend, dass es künftig noch weniger Tage als bisher geben wird, die mit diesem mor- gendlichen Luxus beginnen. Und der erste Gedanke danach? „Heute isses endlich soweit!“ Eine irre Anspannung sei das gewesen. „Aber“, findet sie, „wenn man die nicht hat, sollte man es gar nicht erst machen.“

Die Anspannung war der 36-jährigen Verwaltungs- und Politikwissenschaftlerin deutlich anzusehen, als sie zum letzten Mal als Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport den BVV-Saal im Neuköllner Rathaus betrat und Weiterlesen

„Ich wollte nicht, dass die Leute denken, ich hätte als Jude jetzt Angst in Neukölln rumzulaufen“

(v. l.: Hannah Tzuberi, Shahak Shapira, Sultan Doughan und Armin Langer)

(v. l.: Hannah Tzuberi, Shahak Shapira, Sultan Doughan und Armin Langer)

Zu einer Gesprächsrunde über das Span- nungsverhältnis von Antisemitismus und Islamophobie, hatte gestern die Salaam-Schalom Initiative zusammen mit der Bür- gerstiftung Neukölln in den Neuköllner Leuchtturm eingeladen. „Wie wird Anti- semitismus (nicht) instrumentalisiert?“, fragten die Veranstalter und fanden damit so viel Publikumsinteresse, dass kein Stuhl des Ausstellungs- und Begegnungs-zentrums im tiefsten Nord-Neukölln leer blieb. Eine eindeutige Antwort gab es an diesem Abend nicht. Dafür aber einen umfassenden Einblick, was Berliner Juden, die nicht meinen, dass Neukölln wegen gewaltbereiter Moslems eine Weiterlesen

Ramadanfest und Flashmob auf dem Alfred-Scholz-Platz

entertainment_ramadanfest_alfred-scholz-platz neuköllnWer hätte zu der Zeit, als Alfred Scholz erster SPD-Bezirksbürgermeister von Neukölln war, daran gedacht, dass nur einige Jahrzehnte später Menschen aus dem Orient einen nennenswerten Teil der Neuköllner Einwohnerschaft ausmachen würden? Gewiss: Die Einwanderungen der Böhmen und Hugenotten waren in den 1920er und 1930er Jahren schon Geschichte – auch die Migration polni- scher Arbeitskräfte war Usus. Aber Moslems aus dem Morgenland in Neukölln …?! Inzwischen ist das einst Unvorstellbare fast schon eine Weiterlesen