Nicht ganz neue und ein altes Problem auf der Tagesordnung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung

„Dringender Handlungsbedarf“ besteht aufgrund der Drogenproblematik am Bahnhof Neukölln, erklärt Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey auf der Webseite der SPD Neukölln und stellt dort ihren 10 Punkte umfassenden Aktionsplan vor: “Die Lage ist wirklich sehr problematisch – Drogenhandel und Drogenkonsum haben zugenommen. Anwohner, Gewerbetreibende und Menschen, die in der Gegend unterwegs sind beschweren sich und sind besorgt über die Situation.“ Gefordert werden u. a. eine stärkere Polizeipräsenz im und rund um den Bahnhof, härtere und konsequente Strafen für Drogendealer sowie Video-überwachung nicht nur im U-Bahnhof, sondern auch im S-Bahnhof. Weiterlesen

Florierender Handel am S-Bahnhof Neukölln – und was dagegen unternommen wird

Die städtebauliche Situation am U- und S-Bahnhof Neukölln, wo die Ringbahn heute die Karl-Marx-Straße auf einer breiten Stahlbrücke überquert, ist noch nie einfach gewesen. Als 1871 der Bahnhof Rixdorf an der Ringbahn eröffnet wurde, gab es zunächst nur einen beschrankten Bahnübergang. Bald musste zur Überquerung der Bahnanlage bei geschlos-sener Schranke ein hölzernes Brückenbauwerk für Fußgänger gebaut werden, der sogenannte Galgen. Erst 1895 wurde mit dem Umbau des Bahnhofs Rixdorf das 60 Stufen zählende Monstrum durch eine Bahnbrücke ersetzt. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 geriet der zentral gelegene Platz bis Herbst 1989 schlagartig an den Weiterlesen

Ausweitung der Straßensozialarbeit am S-Bahnhof Neukölln

Die Situation rund um den S-Bahnhof Neukölln ist, seit am ÖPNV-Knotenpunkt Drogenhandel und -konsum überhandnehmen, Ärgernis und Unsicherheits- bis Angstfaktor zugleich. fixpunkt-iDeshalb wurde dort im letzten Jahr ein entsprechendes, mit Mitteln des zu-ständigen Quartiersmanagements finanziertes Straßensozialarbeit-Projekt erprobt. Erfolgreich, wie es heißt. Um weiterhin Anwohner, Passanten und den öffentlichen Raum zu entlasten und Drogenkonsumenten „den Weg in das bestehende Suchthilfesystem zu weisen“, setzt das Bezirksamt Neukölln nun, wie Gesundheitsstadtrat Weiterlesen

„Wir brauchen eine vernünftigere Straßenverkehrsordnung, die die Radfahrer und Fußgänger mitnimmt“

hofreiter_critical mass-aktion gruene neukoellnEin eigenes Bild vom Ernst des Radfahrerlebens in Neukölln konnte sich gestern Nachmittag Anton „Toni“ Hofreiter bei einer Fahrradtour vom U+S-Bahnhof Neukölln zum Hermannplatz machen. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundes-tag, der von 2011 bis 2013 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadt-entwicklung war, betonte die Bedeutung der Bundespolitik auch für den kommunalen Verkehr zu Fuß und mit dem Rad: „Die Berliner Bundespolitik stellt den Rechtsrahmen. Wir brauchen eine Weiterlesen

Rien ne va plus!

s-bahnring neuköllnBis zum Abend herrscht noch das normale Chaos mit Verspätungen, Zugausfällen und pünktlichen Abfahrten auf dem S-Bahn-Ring. Danach geht bis Montagmorgen an den Neuköllner Stationen wegen Weichen-Arbei-ten per Schiene gar nichts mehr: Ab 22 Uhr fahren Busse statt der S41 und S42 sowie S45 bis S47 zwischen Hermannstraße und Treptower Park bzw. Baumschulenweg. Mor-gen um 22 Uhr wird die Streckensperrung dann bis zur Station Tempelhof ausgeweitet, um auf dem Abschnitt Schienen und Schwel-len erneuern zu können.

Zeitzonen

In Neukölln ticken die Uhren anders. Wer davon nicht überzeugt werden will, sollte an der Ecke Karl-Marx-/Saalestraße den Blick zu den Zeitanzeigern am S-Bahnhof Neu-kölln meiden. Schon seit Jahren pfeifen diese auf Synchronität und stiften stattdes-sen  lieber und mit  wachsendem Ehrgeiz  Verwirrung. Bei der  S-Bahn Berlin scheint

zeitzonen s-bahnhof neukölln

das jedoch niemanden zu interessieren, zumal sich das Problem bei gleichbleiben-der Trägheit der Uhr an der Karl-Marx-Straße in 20 Jahren von selber erledigen wird.

Aus dem Bett und auf die Straße

braunschweiger straße_neuköllnWer heute Morgen in den Straßen Neuköllns unterwegs war, begegnete kaum jemandem. Doch nicht alle waren um kurz vor 9 noch dabei, von Feiern in den Mai oder dem Cham- pions-League-Halbfinalspiel des BVB zu träumen: Der Vorplatz und die Halle des S-Bahnhofs Neukölln waren vol- ler als im dicksten Berufsverkehr, auf dem Bahnsteig am Gleis der S 46 s-bahnhof neuköllnund 47 bildeten sich Grüppchen. Die meisten der Fahrgäste hatten dasselbe Ziel: Schöneweide.

Dort will mittags ein NPD-Aufzug starten und eben den wollen die Unterstützer des Bündnisses „1. Mai Nazi- frei“, die sich am Treffpunkt Neukölln versammelten, durch zivilen Ungehorsam ver- hindern. Dass bei vielen auch Widerstand erstmal durch Koffein geweckt werden will,

gegendemonstranten-treffpunkt_s-bf neuköllngegendemonstranten-treffpunkt_s-bahnhof neuköllnfreund-und-helfer_s-bhf-neukölln

bekam vor allem der Inhaber des Backshops in der Bahnhofshalle zu spüren. Manche Reisende, die mit schwerem Gepäck aufs Vorwärtskommen statt aufs Blockieren aus waren, durften sich über das Zupacken der Bundespolizei-Beamten freuen, die Abwechslung vom entspannt beobachtenden Herumstehen suchten.

=ensa=