Neukölln hat gewählt: Statt fünf nun sechs Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung

berlinwahl2016_liecke_wahlparty-cdu-neukoellnGestern Abend, kurz vor der 18 Uhr-Prognose für die Berlin-Wahl, im Café New Outlaw tief im Neuköllner Süden. Während in den Wahllokalen noch die letzten wahllokal-wk2-neukoellnKreuze gemacht wurden, griff Falko Liecke (r.) in der CDU-Wahlparty-Location zum Mikrofon: „Wie ich bereits erfahren habe, ist die CDU unter 20 Prozent. Das schmerzt natürlich!“, bekannte der Kreisvorsitzende der Christdemokraten, bevor er die Umfragewerte bekanntgab, die vorab durchgesickert waren.

Die AfD, von Liecke als „unser Hauptkonkurrent“ bezeichnet, werde auf Landesebene zwischen 13 und 14, die FDP bei 6, die SPD zwischen 23 und Weiterlesen

Wähler fragen, Neuköllner Politiker antworten

Christina Schwarzer und Dr. Fritz Felgentreu, Neuköllns Bundestagsabgeordnete, gehen vorbildlich voran. Alle 31 bzw. 47 Fragen, die ihnen bisher von Wählern via wahlplakate 2016 berlin neukoellnAbgeordnetenwatch.de gestellt wurden, beantworteten beide und schnitten daher mit „Sehr gut“ beim kürzlich bewerteten Reaktionstest des Portals ab.

Das können nun die Kandidaten für die Abgeordneten-hauswahl am 18. September nachmachen. 50 sind es insgesamt, die im Bezirk auf Stimmenfang gehen und über die Plattform öffentlich befragt werden können. Jeweils sieben Aspiranten wurden von den Grünen, Linken sowie der AfD und FDP aufgestellt, sechs von CDU und SPD, vier von Die Partei und den Piraten und zwei von der Big-Partei. Aktuell beweisen die meisten der Bewerber aus Neukölln jedoch noch, dass ihnen der Austausch mit potenziellen Wählern eher schnurz ist: Nur 10 haben ihr Profil bisher durch das Einstellen von Weiterlesen

„Wählen Sie nach Verstand und nicht nach Gefühl!“: Vier von vielen, die für Neukölln ins Abgeordnetenhaus wollen

Der Bürgerverein Berlin-Britz besteht bereits seit 1890. Dagegen ist dessen Idee, vor Wahlen zu einem Mehrparteiengespräch einzuladen, noch jung. „Aber auch diese Veranstaltung britzer buergerverein neukoellnhat schon Tradition“, sagte Jürgen Rose. Am vergangenen Mittwoch konnte er erneut Neuköllner Kandidaten für die Abgeordneten-hauswahl und reichlich interessiertes Publikum begrüßen. „Die AFD haben wir bewusst nicht eingeladen, und so bleibt es auch“, positionierte sich der Vereinsvorsitzende gleich zu Anfang.

Vertreter anderer Parteien sind durchaus eingeladen und wären willkommen gewesen, doch: Einerseits haben die Sommerferien begonnen und Weiterlesen

Das Kreuz mit den Kreuzen: Ja + Ja? Nein + Nein? Ja + Nein? Nein + Ja? Oder doch lieber enthalten?

Das Tempelhofer Feld in Sichtweite, die Einladung zur Podiumsdiskussion von einer Partei, die sich gegen den SPD/CDU-Gesetzentwurf beim Volksentscheid ausge- thf100-buttonsprochen hat: „Für mich ist das heute kein Heimspiel“, ahnte der SPD-Bundes- tagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu zu Beginn der Veranstaltung, der die Linke Neukölln den Titel „Ja oder Nein zu 100% Tempelhofer Feld?“ gegeben hatte. Er war für die Rolle des Bösen besetzt wor- den, der Bebauung will und das Publikum gegen sich hat; Ruben Lehnert durfte als Repräsentant der Gastgeberin den Guten geben, der den Erhalt des Feldes in seiner jetzigen Form befürwortet und mit dieser Meinung die der meisten Weiterlesen

Neukölln bringt Fritz Felgentreu in den Bundestag

Kandidatenflyer Fritz Felgentreu_BTW13_NeuköllnWas bei den Zweitstimmen noch funktionierte, zog bei den Erststimmen in Neukölln nicht. Der Merkel-Effekt, auf den auch Christina Schwarzer setzte, hievte die CDU-Direktkandidatin zwar mit 42.073 Stimmen knapp über die 30 Prozent-Hür- de, der SPD-Kontrahent  Fritz Felgentreu brachte es aber im Wahlkreis 82 auf 44.507 Stimmen und 32,2 % und schaffte damit auf direktem Weg das, was Schwarzer nur über die Landesliste er- reichte: den Einzug in den Deutschen Bundes- tag.

Weit abgeschlagen landeten Anja Kofbinger und Ruben Lehnert als Direktkandidaten für Bündnis 90/Die Grünen bzw. Die Linke gleichauf mit 11,7 Prozent der Erststimmen auf dem dritten Platz des Bezirksrankings. Anne Helm von der Piratenpartei gelang indes, was auch Felgentreu und Schwarzer hingekriegt haben: Sie übertraf mit ihrem Erststimmen-Ergebnis (4,4 %) das Zweitstimmen-Resultat ihrer Partei.

Hier blieben die Piraten, die noch vor zwei Jahren mit 8,5 Prozent der Wählerstimmen als Shootingstars in die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung eingezogen waren, diesmal mit 4,1 % hinter der AfD (4,2 %) zurück. Bündnis 90/Die Grünen konn- ten, so das vorläufige Endergebnis der Berliner Landeswahlleiterin, 13,9 % der Zweit- stimmen im Wahlkreis 82 für sich gewinnen, Die Linke 14,3 %, die SPD 26,2 % und die CDU 29 Prozent.

Damit liegen die Sozial- und Christdemokraten auf Bezirksebene über dem berlin-weiten Gesamtergebnis. Zu den Kellerkindern gehört Neukölln hingegen mit 68,5 Prozent bei der Wahlbeteiligung: Nur in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf (65,1 %) und Lichtenberg (67,4 %) fiel die noch dürftiger aus.

Das Kreuz mit den Kreuzen

einladungsplakat podi st. clara neuköllnEgal wie stark und aus welcher Richtung dann der Wind weht – in 18 Tagen wird gekreuzt. Im Wahl- BTW2013_Wahlzettel NKkreis 82 Berlin-Neukölln wollen 17 Parteien und 10 Direktkandidaten die Regatta für sich ent- scheiden, um mit dem Rückenwind der Wähler den deutschen Bundes- tag zu entern.

Aber wer sind überhaupt diese Wahlkreisabge- ordneten, die den direk- ten Weg nehmen und Impulse für Neukölln unter der Reichstagskuppel setzen wollen? Mit  Christina Schwarzer (CDU), Ruben Lehnert (Die Linke), Anja Kofbinger (Bündnis 90/Die Grünen) und Anne Helm (Piraten) stellten sich gestern Abend gleich vier der 10 einer Podiumsdiskussion im Weiterlesen

Teilen macht Spaß

Das jedenfalls meint Die Linke, die bei der kommenden Bundestagswahl Ruben Lehnert  auf die Erststimmen-Jagd  in Neukölln schickt. Nur  wenige Meter  vom Wahl-

die linke-wahlwerbung_sperrmüllsammlung_neukölln

plakat mit diesem Slogan entfernt beweisen Neuköllner, dass sie die Freude am Teilen längst entdeckt haben und praktizieren. Dass andere die öffentlich zur Schau gestellte Großzügigkeit sehr ungern sehen, kann dem Spaß nichts anhaben.