In die Tasche statt in die Tüte: Auf Neuköllns Wochenmärkten soll die Plastikbeutel-Flut verebben

neukoellner markttaschen_rixdorfer wochenmarkt_neukoellnNikolaus Fink streitet es nicht ab. Natürlich habe er den Marketing-Aspekt im Blick, sagt der Chef der Firma diemarktplaner, die seit 2015 im Auftrag des Bezirksamts sieben Neuköllner Wochenmärkte ausrichtet. „Das langfris-tige Ziel ist, alle durch professionelles Marketing nach vorne neuköllner markttaschen_rixdorfer wochenmarkt_neukoellnzu bringen“, hatte Fink schon damals erklärt. Neues Werk-zeug bei der Umsetzung dieser Strategie sind seit vorgestern die Neuköllner Markttaschen, bei denen es aber auch um den Umweltschutz-Faktor geht.

10.000 der robusten Taschen mit langen Henkeln und einem verstärkten Boden, der Standfestigkeit gibt, haben diemarktplaner produzieren und bedrucken lassen. Aus recycelten PET-Flaschen sei das Material, und von der Idee über das Finden eines Weiterlesen

Ab heute bebeutelt?

Über 616.000 Plastiktüten müssten nicht produziert werden, wenn alle in Berlin nur einen Tag lang, z. B. heute am Internationalen Plastiktütenfreien Tag, auf den Gebrauch verzichten würden und mit eigenen Stoffbeuteln allzeit bereit für Spontan-einkäufe wären. In den kommende Tagen lässt sich dann bei der vom LIFE e. V. orga-

plastiktütenfreier tag berlin

nisierten Aktionswoche „Plastikfrei leben“ ein wenig Routine in den neuen Lifestyle bringen. Unter den vielen Veranstaltungen in Berlin ist auch eine in Neukölln dabei: Am  7. Juli  wird beim  Landwehrkanal-Ufer Clean-Up  Plastikmüll  eingesammelt.

Ratten mit Mission

2_rattenrevue 2014_berlin-neukölln„Wann kommen die Ratten endlich?“ Der Kuchenteller, der vor dem kleinen Jungen auf dem Tisch steht, ist leer, jetzt will er Action. Die meisten anderen Gäste, die vor dem Geschwister Nothaft Café vis-à- vis des S-Bahnhofs Sonnenallee sitzen, 1_rattenrevue 2014_berlin-neuköllnwirken geduldiger. Ratten sind nicht gerade die Gesell-schaft, die man sich zu Kaffee und Kuchen wünscht. Sie kommen trotz- dem – zu neunt, bedeutend größer als die Exemplare, die gewöhnlich in Berlins Kanalisation, Straßen, Höfen und Kellern leben, und mit einem Niedlichkeitsfaktor, von dem die tierischen Nager nur träumen Weiterlesen