Das ist spitze!

Die Zahl derer, die bisher vom großen Keuchen und Schniefen verschont geblieben sind, sinkt kontinuierlich. Erkältungen sind ebenso ange- sagt wie Schals und Mützen, wobei man von wärmenden Strickaccessoires gemeinhin län- ger etwas hat, da sich die Infektion norma- lerweise nach  gut  einer  Woche wieder verzieht.

Bei Neuköllnern, die an der Silbersteinstraße leben, kann es aber durchaus sein, dass die lästige Atemwegserkrankung den Aufenthalt in den Bronchien zeitlich ausdehnt. Verantwortlich dafür ist einerseits die Inversionswetterlage und andererseits die Feinstaubbelastung in der Straße. Mit unschöner Regelmäßigkeit ermittelt die Station vom Berliner Luftgütemessnetz (BLUME) dort eine  PM10-Konzentration jenseits des Tagesmittelwerts von 50 µg/m³. Eigentlich dürfte der nur an 35 Tagen pro Jahr überschritten werden, in der Silbersteinstraße wurde das Limit bereits jetzt 52mal geknackt. Das bedeutet den Spitzenplatz im Ranking der Messstationen an Berliner Straßen. Neukölln ist also mal wieder ganz vorne, aber stolz sollte es darauf nicht sein.

=ensa=