Die Flatter gemacht

Abgesehen von farblichen Übereinstimmungen hatte das, was gestern Vormittag von Passanten in einer  Linde vor der Neuköllner  Peter-Petersen-Schule  entdeckt wurde,

entflogener graupapagei_neukölln

entflogener graupapagei_körnerkiez_neuköllnmit einer Maus gar nichts zu tun. Speck war also kein geeignetes Mittel, um das Tier wieder ein- zufangen. Womit aber lockt man einen Graupapa- gei, der die Freiheit zu allem Überfluss sichtlich zu kakadugenießen schien, von einem unerreichba- ren Ast?

Das Papageienfutter, das ein Mann aus der Nachbarschaft herbei brachte, interessierte den ausgebüxten Vo- gel kein Stück, auch seine Ansprache mit diversen Namen und Pfiffe ignorierte er. „Ich hol jetzt meinen Kofi, vielleicht kann der ihn ja zum Runter- kommen bewegen“, kündigte der Mann an und kam kurz darauf mit seinem weißen Kakadu auf der Schulter zurück.  Der sei auch schon mal abgehauen, Weiterlesen

Kein Ärger vorprogrammiert

Mit Nachbarn ist das ja oft so eine Sache: Manchem sind seine zu laut, ande- ren ihre zu neugierig und wiederum andere regen sich darüber auf, dass die Leute nebenan oder oben- drüber auf die Mülltren- nung pfeifen, ihre Fenster nicht putzen oder beim Wässern ihrer Balkonblu- men den Bürgersteig vorm Haus gleich mitgießen.

Auf Belästigungen durch solche zwischenmensch- lichen Konflikte hatte der Eigentümer dieses Hau- ses im Richardkiez offen- bar nur wenig Lust: Bei den Neuen, die nach der Sanierung einzogen, kann er aber definitiv sicher sein, dass sie niemals Ärger machen werden. Dass sich die Mieter im Haus gegenüber etwas beobachtet fühlen könnten, steht auf einem anderen Blatt.

=ensa=