Alles musste raus

Es war ein Ende mit Ansage. Schon vor vielen Wochen hatte Angelika Schilling angefangen, auf die Schließung ihrer Neuköllner Trödel Oase hinzuweisen. Am vergangenen Freitag war der letzte Tag gekommen – und mit ihm eine besondere Form des Ausver-kaufs: Wer 20 Euro Eintritt zahlte, konnte mitnehmen, was er tragen konnte.

Auf dem Areal der seit 2004 in der Richardstraße, vis-à-vis der Passage, bestehenden Institution für Trödel-Jäger und -Sammler sollen jetzt Wohnungen gebaut werden. Deshalb muss die Trödel Oase weichen. Aber es ist nur ein vorübergehendes Ende: Am 15. August eröffnet sie in der Donaustraße 84 neu.

Nachschlag

Wenn die Commodus Investmentgesellschaft in Neukölln shoppen geht, darf es gerne ein bisschen mehr sein. Im vergangenen Herbst kaufte sie die Alte Post an der Karl-Marx-Straße, für die aktuell Mieter gesucht werden, die nach der Komplettsanierung des Gebäudes im ersten Quartal 2019 „exklusive Büroflächen in 1 a-Lage“ beziehen möchten, und kürzlich kam noch das ehemalige Finanzamt vis-à-vis des Estrel-Hotels am Neuköllner Schiffahrtskanal dazu, dessen momentaner Leerstand mit 15 Prozent angegeben wird.

Was beide Immobilien eint, ist der direkte Baustellenanschluss: Weiterlesen

Knisterndes für besondere Anlässe und den Alltag

berliner-miedermanufaktur_neukoellnMit Mode und Design brachte noch niemand Neukölln in Verbindung, als Britt Sobotta vor 10 Jahren in der 1_berliner-miedermanufaktur_neukoellnSchillerpromenade die Berliner Miedermanufaktur eröffnete.

Für sie war es vor allem praktisch: Kurze Wege zwischen Wohnung und Ladenatelier erleichterten das Zusammen-spiel von Familie und Beruf enorm. Ihre Kreationen seien ohnehin Nischenprodukte, da sollten auch Produktion und Verkauf fernab des Mainstreams funktionieren, mutmaßte das Umfeld von Sobotta, die das Faible für Mieder während ihres Kunststudiums entdeckte und anschließend bei einer Ausbildung Weiterlesen

Da weg ist das Ziel

Mancher schließt einfach die Ladentür ab und lässt die Rollläden vor den Schau-fenstern herunter – auf Nimmerwiedersehen. Andere leiten das Ende ihres Kapitels bierbach-tv neukoellnals Selbstständige mit eigenem Geschäft in Neukölln mit einem Räumungsverkauf ein. Von Mieterhöhungen, die – wie bei Wohnungen – durch eine Kappungsgrenze in die Schranken gewiesen werden, können Gewerbetreibende im Bezirk nur träumen.
Stattdessen ist in diesem Marktsegment Frei-stil angesagt: Andreas Bierbach, der fast drei Jahrzehnte lang seinen HiFi-TV-Dienst in der Böhmischen Straße betrieb, kapitu-lierte kürzlich, als die Miete auf das Doppelte angehoben wurde. Auch Weiterlesen

Kønigliches für Neukölln

Bis das Klappern von Blechen und der Duft frischer Backwaren aus den Fenstern in koenigliche backstube neukoellnder Zwiestädter Straße dringt, ist nach wie vor Geduld geboten. Noch gibt Baulärm in der Køniglichen Backstube den Ton an, und wenn die Fenster geöffnet sind, kann man nicht bei der Herstellung dänischer Köstlichkeiten, sondern beim Handwerken zusehen. Der Umbau in den Räumen würde doch länger als geplant dauern, daher werde es, wie zu erfahren war, mit der Eröffnung der Køniglichen Backstube wohl doch erst nach Pfingsten klappen.

Neuer Recycling-Trend?

secondhand-nagelstudio_neukoellnIn Neuköllns Fashion-Szene ist die Wiederverwertung gebrauchter Klei-dung längst schwer angesagt. Durch phantasievolles Upcycling werden bei Labels wie TingDing alte Klamot-ten zu origineller Mode aufgemotzt. In Britz geht man auf den ersten Blick mit der Attitude, bloß nichts wegzu-schmeißen, noch einen Schritt wei-ter. Auf den zweiten erweist sich aber, dass die Leuchtreklame das Angebot bei Angelique extrem ver-kürzt wiedergibt und die Wiederverwertung künstlicher Fingernägel nicht dazu gehört.

Unter einem Dach

fahrschule kubis_perlenparadies_neuköllnFreie Läden in Neuköllns begehrten Kiezen sind Mangelware. Und mit der gestiegenen Nachfrage sowie stetig steigenden Mieten wächst das Be-dürfnis, näher zusammen zu rücken: Shop-in-Shop heißt vielerorts das Zauberwort. In der Selchower Str. 32 wird die Koexistenz verschiedener Gewerbe schon länger praktiziert. Neben der Fahrschule Kubi ist hier das Perlenparadies untergekommen. Was sonst noch zu verkaufen ist, wird im Schaufenster annonciert, die Katze ist jedoch unverkäuflich.