„Unsere Erinnerungskultur ist keine Schande“

Einst war die Neuköllner Synagoge in der Isarstraße das religiöse und kulturelle Zentrum von mehr als 2.000 Rixdorfer Jüdinnen und Juden. Als jedoch die spd-gedenken-auschwitz_synagoge-neukoellnNationalsozialisten in ganz Deutschland am 9. No-vember 1938 gewalttätige Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung initiierten, bei denen Geschäfte und Wohnungen geplündert und zerstört wurden, war auch die Neuköllner Synagoge von diesem organisierten Pogrom betroffen.

Gestern, am 27. Januar, erinnerte die SPD Neukölln mit einer Gedenkfeier vor der ehemaligen Syna-goge an den 72. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. „Jedes Jahr gibt es weniger Zeitzeugen, die der Nachwelt vom Gräuel der national-sozialistischen Verbrechen berichten können“, sagte die Weiterlesen

Würdigung des mutigen Widerstands von unten: „Glaubt endlich mehr an euch selbst!“

portraits otto und elise hampel_hampel-ausstellung_stadtbibliothek neukoellnWeite Teile der Geschichte von Otto und Elise Hampel sind vielen bekannt, denn auf ihr basiert Hans Falladas Roman winterstein_hampel-ausstellung_stadtbibliothek neukoelln„Jeder stirbt für sich allein“. In dem Ende 1946 verfassten Werk des Schriftstellers heißen die Protagonisten allerdings nicht Hampel, sondern Quangel. „Außerdem ist das Ende im Roman von Fallada anders“, sagt Christian Winterstein.

Der Sozialpädagoge, dessen Ausstellung „Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen“ vor einigen Tagen in der Neuköllner Stadtbibliothek eröffnet wurde, ist durch die Recherchen dafür zum Experten der Vita des Ehepaars aus dem Wedding geworden. „Aufmerksam auf die Hampels wurde ich durch mein Interesse an Interventionen im Weiterlesen

Nicht nur keine Diskussion: Entscheidung in Sachen „Stolperstein für Sigurd Franzke“ gefallen

gunter demnig_stolperstein neuköllnAuch der 29. November 2013 war ein Freitag. Außerdem war es der Tag, an dem Gunter Demnig 12 Stolpersteine in Neukölln verlegte, von der Verlegung eines 13. aber absah und sich statt- dessen Bedenkzeit für den Fall Sigurd Franzke erbat. Denn der Neuköllner, der als 27-Jähriger am 13. Mai 1939 wegen „widernatürlicher sexueller Neigungen“ zu zwei Jahren Haft verurteilt, im Oktober 1940 deportiert und am 26. März 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet wurde, ist zwar  zweifellos ein Opfer des nationalsozialis- tischen Regimes geworden. Doch der Homo- sexuelle ist auch NSDAP-Mitglied sowie Ober- scharführer der SS und als solches zugleich Täter gewesen. „Vielleicht ist in dem Fall eine vorherige öffentliche Diskussion mit dem proNeubritz, der den Gedenkstein für Sigurd Franzke spenden will, dem Museum Neukölln und dem Weiterlesen

Werner Seelenbinder: ein Kämpfer auf der Matte und gegen Krieg und Faschismus

gedenkstein werner seelenbinder_neuköllnHeute jährt sich zum 70. Mal der Todestag von Werner Seelenbinder: An eben dem 24. Ok- tober 1944 wurde er im Zuchthaus Branden- burg mit dem Fallbeil hingerichtet. Das Regime des Nationalsozialismus ermordete in diesem Jahr, das nahende Kriegsende vor Augen, noch viele Gegner seiner Gewalt- herrschaft.

Werner Seelenbinder war in der damaligen Sportwelt eine bekannte Persönlichkeit. Er gehörte als Ringer dem Arbeitersportverein Berolina 03 Neukölln an, bis zu dessen Verbot im Jahr 1933 durch die Nationalsozialisten. 1928 hatte Seelenbinder an der Spartakiade in Moskau teilgenommen; er beschäftigte sich mit den Schriften Marx‘ und Lenins und wurde Weiterlesen

Tür an Tür: Einprägsame Einsichten in das Leben in der Großsiedlung Britz vor und nach 1933

„Das Ende der Idylle?“ heißt die neue Ausstellung im Museum Neukölln, und wenig idyllisch war auch deren Eröffnung am Freitagabend. das ende der idylle_großsiedlung britz-ausstellung_museum neukölln„Für so viele Leute ist die Aus- stellungsarchitektur wirklich nicht ge- macht“, entschuldigte sich Museums- leiter Dr. Udo Gößwald bei allen, die keinen Sitzplatz mehr fanden oder das Geschehen innerhalb der auf Stoff ge- druckten Nachbildung der Hufeisen- siedlung nur akustisch verfolgen konn- 3_großsiedlung britz-ausstellung_museum neuköllnten. Künftig wird es im ehemali- gen Ochsenstall, in dem das Mu- seum Neukölln seit dem Umzug nach Britz seine Sonder-ausstellungen zeigt, weniger Gedränge und viel Zeit geben, sich mit den beeindruckenden Exponaten zu beschäftigen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung, die Neuköllns Beitrag zum Berliner Themenjahr „Zer- störte Vielfalt“ ist, stehen die Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung, die als Pionierprojekt des sozialen Wohnungsbaus für Arbeiter und Angestellte geplant und zwischen 1925 und 1933 als Großsiedlung  Britz errichtet  wurden. Dass die ursprüngliche  Intention,

zeitstrahl ab 1918_großsiedlung britz_neukölln zeitstrahl ab 1933_großsiedlung britz_neukölln

komfortablen Wohnraum für kleinere Haushaltskassen anbieten zu können, schon an der Weltwirtschaftskrise über weite Strecken scheiterte, ist eine Sache. Weitaus größere Auswirkungen auf das Leben in der Siedlung hatte jedoch die Machtüber- peter lösche_museum neuköllnnahme der Nazis, und speziell dieser Aspekt wird durch „Das Ende der Idylle?“ in den Fokus gerückt.

Einer, der in der Großsiedlung Britz geboren wurde, ist Prof. Dr. Peter Lösche, der als Parteien- und Wahlforscher bundesweit be- kannt wurde. 1935 waren seine Eltern, die SPD-Politiker Dora und Bruno Lösche, in die Fritz-Reuter-Allee 83 gezogen, 1945 zogen sie in eine Wohnung am Rande der Siedlung um. „Eine Idylle“, so Lösche, „herrschte in der Hufeisensiedlung aber auch vor 1933 nicht.“ Realistisch betrachtet könne man die Atmosphäre innerhalb der Solidargemeinschaft von Künstlern, SPD- und KPD-Anhängern bestensfalls als brüchige Idylle bezeichnen: „Die Anarchos hatten für die sozialdemokratischen Spießer nur Hohn und Spott übrig und umgekehrt war es nicht anders.“ Dennoch habe er beim „Rückspüren in der eigenen Biographie“ sehr positive Erinnerungen an die Siedlung, franziska giffey_museum neuköllnmit seinem Buddelkastenfreund Wolfgang Hempel sei er sogar nach wie vor befreundet. „Ich bin ein Brit- zer!“, konstatierte Lösche, und als solcher freue er sich über den Fortschritt in der regionalhistorischen Forschung, den die Ausstellung bedeutet und doku- mentiert.

Den Wert der neuen Erkenntnisse hob auch Dr. Franziska Giffey in ihrer Begrüßungsansprache her- vor: „Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit hat eine lange Tradition in unserem Bezirk, mit der Forschung im Vorfeld der Ausstellung konnte die Geschichtsaufarbeitung entscheidend fortgeführt werden.“ Aufgrund der guten Quellenlage sei es inzwischen möglich, die Alltagswirklichkeit und Handlungs- optionen der Menschen während des Nazi-Regimes viel differenzierter 1_großsiedlung britz-ausstellung_museum neuköllnals noch vor ein paar Jahren darstellen zu können.

Rund 80 Familien jüdischer Herkunft und 130 Künstler lebten vor 1933 in der Groß- siedlung Britz. 18 Bewohner, so die Neu- köllner Kulturstadträtin, wurden Opfer des Regimes, andere zogen weg, bevor Schlim- meres passieren konnte. Parallel dazu nahm der Zuzug von Nazis verheerende Ausmaße an: Waren es 1928 noch 128 NSDAP-Mitglieder, die in der Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung wohnten, hatte sich ihre Zahl 12 Jahre später fast verzehnfacht. Auch Adolf Eichmann, einer der Hauptorganisatoren des Holocaust, gehörte drei Jahre lang zu den Mietern: 1945 zog einer der wenigen Auschwitz-Überlebenden in statue die deutsche familie_museum neuköllnsein ehemaliges Haus in der Onkel-Herse-Straße 34.

„Das Bezirksamt Neukölln“, hielt Giffey fest, „sieht es als eine seiner wichtigsten Aufgaben an, Erkenntnisse der Geschichtsforschung für die Gegenwart und Zukunft zu nutzen.“ Niemand solle die Gewalt unterschätzen, die von den Feinden der Demokratie ausgeht, mahnte sie mit Hinweis auf „das fatale Versagen rechtsstaatlicher Struktur“ in Sachen NSU.

Dass es in Neukölln mit der Pflege eines aufmerksamen Umgangs mit der deutschen Vergangenheit nicht immer furchtbar genau genommen wurde, beweist das Standbild „Die deutsche Familie“, 2_großsiedlung britz-ausstellung_museum neuköllndas ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist. Im Mai 1935 wurde die Statue des Bildhauers Bernhard Butzke im Akazien- wäldchen an der Fritz-Reuter-Allee einge- weiht, erst 2001 wurde sie dort abgebaut und eingelagert. Der Kopf des Vaters sei irgendwann abhanden gekommen.

Dafür, dass die Erinnerung an Menschen, die in der Krugpfuhl- und Hufeisensiedlung wohnten, nicht abhanden kommt, sorgt die Ausstellung „Das Ende der Idylle?“. Der udo gößwald_museum neuköllnWorpsweder Maler Heinrich Vogeler lebte hier, ebenso der Künstler Stanislaw Kubicki, der Anarchist und Dichter Erich Mühsam, der Leichtathlet Rudolf Lewy sowie zahlreiche SPD- und KPD-Parteigrößen. „Mit Beginn der Nazi-Herrschaft unterlagen sie als nichtkonforme Bewohner einer sehr ausgeprägten soziale Kontrolle und nahmen große Risiken in Kauf“, unterstrich Museumsleiter Dr. Udo Gößwald.

Es sind bedrückende Details und schier unvor-stellbare Lebensgeschichten, die von nun an durch die 2 1/2-jährige Arbeit seines Teams ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. „Dieses mikrohisto- rische Projekt macht deutlich, wie wichtig heute die Forschung regionaler Museen ist“, sagte Gößwald, und er sei sehr stolz auf das Ergebnis.

Seit der Vernissage ist die Sammlung des Museums um einige Schätze reicher. „Ich habe Ihnen etwas aus dem Konvolut meines Vaters als Geschenk franziska giffey+udo gößwald+peter lösche_museum neuköllnmitgebracht“, kündigte Prof. Dr. Peter Lösche an und überreichte Gößwald eine Map- pe. Die Ebert-Stiftung habe viel zu viele von diesen Akten, meinte der Britzer: „Sie sollten gefördert werden.“ Dass Lösche – zu Gößwalds sicht- licher Irritation – ständig vom Heimat- museum gesprochen hatte, obwohl das Museum Neukölln bereits seit neun Jahren auf den zweisilbigen Zusatz verzichtet, war in diesem Moment verziehen.

Die Sonderausstellung „Das Ende der Idylle? Hufeisen- und Krugpfuhl- siedlung vor und nach 1933“ wird noch bis zum 29. Dezember im Museum Neukölln gezeigt.

Zur Ausstellung ist ein 400-seitiger Katalog (18 Euro), der die Forschungs- ergebnisse detailliert dokumentiert, sowie die Begleitbroschüre „50 Türen in die NS-Zeit“ (5 Euro) erschienen.

=ensa=

Neuköllner Erinnerungs(un)kultur

Heute würde Martin Weise sein 110. Lebensjahr vollendet haben, wäre er nicht – wie so viele seiner Gesinnungsgenossen – den Naziverbreche(r)n zum Opfer gefallen und mit gerade einmal 40 Jahren zu Tode gebracht worden. Ein wahrhaft mutiger Mann, der auch nach dem Verbot des Parteiorgans „Die Rote Fahne“, für das er als Redakteur tätig war, dieses illegal weiter mit herausgegeben hat. Deshalb verhaftet, martin weise-wohnhaus_jonasstr 42_neuköllnarbeitete er nach fünf Jahren barba-rischer Haft- und Lagerbedingungen erneut publizistisch im Untergrund, diesmal für die Zeitschrift „Die innere Front“.

In seiner Neuköllner Zeit wohnte Mar- tin Weise in der Jonasstraße 42 und war ab 1929 Bezirksverordneter für die KPD – bis die Nazis es unterbunden haben. Da der Hauseigentümer gegen das Anbringen der bereits im September 1984 von der Bezirksverordnetenversamm- lung beschlossenen Neuköllner Gedenktafel an der Fassade seines Gebäudes war, wich man auf eine Metalltafel in einem Stahlrohrrahmen vor dem Haus aus: Erst im September 1998, also ganze 14 Jahre nach dem Beschluss und fast 55 Jahre nach Weises Tod, wurde martin weise-fahrradbügel_neuköllndiese schließlich aufgestellt.

Der auf der stark verschmutzten Tafel nur schwer lesbare Text lautet: „Hier wohnte Martin Weise, ge- boren 1903, Redakteur der „Roten Fahne“ und von 1929 bis 1933 Bezirksverordneter der KPD. Nach einem langen Leidensweg durch verschiedene Kon- zentrationslager und Zuchthäuser wurde er wegen seines Widerstands gegen den nationalsozialis-tischen Terror zum Tode verurteilt und am 15. No- vember 1943 im Zuchthaus Brandenburg hinge-richtet.“

beschmierte martin-weise-gedenktafel_neuköllnDer Rahmen der Gedenktafel, die in einer verdreckten ehe- maligen Baumscheibe steht, mutet wie ein Fahrradbügel an und wird offenbar auch als solcher genutzt. Als sei diese Art der Erinnerungskultur nicht schon unwürdig genug, hat man nun zum 110. Geburtstag Martin Weises noch eins draufgesetzt, das hier nur dokumentiert, aber nicht weiter kommentiert werden soll.

=kiezkieker=

Drei Pfund voller Spuren jüdischen Lebens in Neukölln

Glücklicherweise gibt es im Neuköllner Rathaus größere Räume als das Köln- Zimmer. Das wäre nämlich vorgestern Abend aus allen Nähten geplatzt, so groß war der Andrang derer, die an der Präsentation des Buches „Zehn Brüder waren wir buchpräsentation "zehn brüder waren wir gewesen ... spuren jüdischen lebens in neukölln", verlag hentrich & hentrichgewesen … Spuren jüdischen Lebens in Neukölln“ teilnehmen wollten. Deshalb wurde die Veranstal- tung kurzerhand in den BVV-Saal verlegt.

Am Vormittag hätten in dem noch Kinder einer Neuköllner Schule gesessen, um etwas über den Bezirk und die Kommunalpolitik zu erfahren, be- richtete Kulturstadträtin Franziska Giffey: „Für die Schülerinnen und Schüler ist vollkommen unvor- stellbar, was damals in der NS-Zeit auch in unserem Bezirk passiert ist.“ Entsprechend nötig sei es, immer wieder von diesem Kapitel der Geschichte zu erzählen. „Die Erziehung zu Demo- kratie, Respekt und Toleranz“, so Giffey, „muss unser wichtigstes Ziel sein.“ Neukölln betreibe daher eine sehr aktive Gedenkarbeit, die sich einerseits durch Stolpersteine als  Stück bürgerschaftlicher Erinnerungskultur im öffentlichen Raum zeige, ande- rerseits aber auch durch das von Kulturamtsleiterin Dorothea Kolland für das buchpräsentation "zehn brüder waren wir gewesen - spuren jüdischen lebens in neukölln", hentrich & hentrich, bvv-saal rathaus neuköllnBezirksamt herausgegebene Buch über die Spuren jüdischen Lebens in Neukölln.  Als eines der wichtigsten Bücher der Bezirkshistorie bezeich- nete Giffey das von 28 Autoren erstellte 608-Seiten-Werk, das glei- chermaßen eine Quelle an Wissen sei wie auch Geschichte sichtbar mache. Es erinnere in beeindrucken- der Weise daran, in welchem Ausmaß Menschenleben und Kultur von den Nazis vernichtet wurden.

„Ich lese seit Freitag unaufhörlich in dem Buch“, bekannte dann auch Hermann Simon, nachdem er ans Rednerpult getreten war. Neukölln habe, so der Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, mit der Publikation, die den Fokus auf die Juden in verlag hentrich & hentrich berlin, "zehn brüder waren wir gewesen ... spuren jüdischen lebens in neukölln"der Bezirksgeschichte legt, eine Vorreiter- rolle eingenommen. Schon vor fast einem Vierteljahrhundert war die erste Auflage des Bandes erschienen, die seit vielen Jahren vergriffen ist. Die nun veröffentlichte überarbeitete und erweiterte Neuauflage werde garantiert nicht die letzte sein, meinte Hermann Simon, während Archiv- Fotos der zerstörten Synagoge in der Isarstraße auf eine Leinwand projiziert wurden. „Wir sehen uns also 2036 bei der Präsentation der 3. Auflage wieder“, kündigte der heute 62-Jährige schmunzelnd an.

Dorothea Kolland lächelte skeptisch zurück: Im Herbst wird sie 65 und nach 31-jähriger Tätigkeit als Leiterin des Neuköllner Kulturamts pensioniert. Restlos verlag hentrich & hentrich berlin, "zehn brüder waren wir gewesen ... spuren jüdischen lebens in neukölln"überzeugt ist sie jedoch vom Wert der von ihr herausgegebenen Publikation: Wie wichtig das Erinnern an das ist, was Menschen erlebt haben, habe kürzlich Marcel Reich-Ranicki mit seiner großartigen Rede im Bundes- tag verdeutlicht. „Dieses Erinnern ist deshalb auch die wichtigste Aufgabe des Buches. Es soll Menschen und ihre Geschichten in die Köpfe der Leserinnen und Leser bringen“, so Dorothea Kolland. Ihr Wunsch sei es, dass „Zehn Brüder waren wir gewesen … Spuren jüdischen Lebens in Neukölln“ als Basiswissen in den Neuköllner Schulen verankert wird. Es täte dem Bezirk gut, wenn sich dieser Wunsch erfüllen würde.

Das bei Hentrich & Hentrich erschienene Buch kann über den Online-Shop des Verlags bezogen werden. Es wiegt 1.520 Gramm und kostet 29,90 Euro.

=ensa=