Erinnerungsort für Burak Bektas eröffnet: „Wir werden nicht zulassen, dass die Aktendeckel zugemacht werden, bevor der Fall aufgeklärt ist“

Eine zwei Meter hohe Bronzeskulptur mit dem Titel „Algorithmus für Burak und ähnliche Fälle“ wurde gestern Nachmittag feierlich an der Ecke Rudower Straße/ Möwenweg enthüllt. Das Werk der Kreuzberger Künstlerin Zeynep Delibalta, die im vergangenen Dezember starb, wird von einer Tafel ergänzt, die an Burak Bektas erinnert, der im Alter von nur 22 Jahren am 5. April 2012 von einer bis heute unbekannten Person erschossen wurde.

Ermöglicht wurde die Einrichtung des Erinnerungs-ortes durch zahlreiche private Spenden in Höhe von rund 60.000 Euro sowie mit Unterstützung des Bezirkes Neukölln, der die gewünschte Grünfläche sowie die Expertise des Museums Weiterlesen

Für jeden etwas

Voll war es am Wochenende auf dem Tempelhofer Feld – und das lag nicht nur am schönen Wetter, sondern auch an den Veranstaltungen, die dort stattfanden: Am Eingang Columbiadamm zog der 22. Tag der Erinnerung und Mahnung mit Aus- stellungen, Diskussionen, Bühnenprogramm, Kinderfest und etwa 70 Infoständen von  Initiativen und  Institutionen, die  das  Erinnern an  Opfer des  NS-Regimes wach

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halten und sich gegen Rassismus und Neonazimus engagieren, scharenweise Besucher an. Thematischer Schwerpunkt waren das KZ Columbia-Haus und das Zwangsarbeiterlager auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens. Im Mittelpunkt der Diskussionsrunden im Zelt stand dagegen vor allem der gegenwärtige Ras- sismus, den u. a. Mouctar Bah von der Oury Jalloh-Gedenkinitiative so eindringlich schilderte, dass dem Publikum der Atem stockte.

Zum Kontrastprogramm waren es nur wenige Schritte: Gegenüber vom Aktionstag-Gelände wurde – begleitet von Jubel, Anfeuerungsrufen, Applaus und dem Gebrüll der Teams – die  15. Deutsche Jugger-Meisterschaft ausgetragen. Sie war  zugleich

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die dritte Auflage der German Open der noch jungen Sportart Jugger, die mar- tialischer aussieht als sie ist und sich überdies dadurch von anderen unterscheidet, dass Frauen und Männer zusammen in gemischten Teams gepolsterte Keulen und Kugeln schwingen, um die Gegner am Torerfolg zu hindern.

Weniger lautstark, aber nicht minder lebhaft, ging es bereits am Vortag beim  1. Bau- ernmarkt des Allmende-Kontors zu. Obwohl die Zahl der Stände noch sehr über- schaubar  war, strömten  reichlich  Besucher in  den  Nachbarschaftsgarten. Ob  aus

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dem Testballon  etwas Regelmäßiges wird, ist  noch ungewiss. Das müsse man erst mit  den Anbietern diskutieren, erklärten die Veranstalter. Sicher ist aber, dass es kein Ganzjahres-Event werden soll, denn dafür sei das Tempelhofer Feld als Standort denkbar ungeeignet.