Neukölln feiert das Erbe des Grubenkönigs

ausstellung 100 jahre koernerpark_neukölln arcaden

Wer Leute mal so richtig überraschen will, die im Neuköllner Norden gähnende Leere zwischen Hippem und Problemen vermuten, der führt sie gerne zum Körnerpark. Die verblüffte Feststellung „So was Schö-nes gibt’s in Neukölln?!“ kennt auch Jan-Christopher körnerpark-brunnen_neuköllnRämer, der mehr als 10 Jahre in unmittelbarer Nachbarschaft des Klein-ods wohnte.

Gestern eröffnete der Kul-turstadtrat in den Neukölln Arcaden eine Ausstellung, die vom Mobilen Museum Neukölln zum 100-jährigen Bestehen des Körner-parks gestaltet wurde und auf 16 Schautafeln die wechselvolle Geschichte des 3,6 Hektar großen Gartendenkmals darstellt. „Sie ist aber auch der Auftakt zu einem großen Fest“, kündigt Rämer, Weiterlesen

Erinnerung an das Leben mit der Mauer in Neukölln

ausstellung neukölln im schatten der mauer_ekz neukoellner torAm 3. Oktober jährt sich der Tag, an dem die politische Teilung Deutschlands in West und Ost Geschichte wurde, zum 25. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Mobile Museum Neukölln ausstellung neukölln im schatten der mauer_ekz neuköllner torerneut die Ausstellung „Neukölln im Schatten der Mauer“, die erst-mals 2009 bei 48 Stunden Neukölln auf der Lohmühlenbrücke und anschließend in den Neukölln Arcaden präsentiert wurde.

Nun gastieren die 14 Bild-Text-Tafeln, die mit einem lokalen Schwerpunkt Mauer-geschichte dokumentieren, wieder in einem Einkaufszentrum im Neuköllner Norden. „Aus für Grenzgänger“, „Frontstadt“, „Flüchtlinge“ sowie Weiterlesen

Für manche neu, für andere ein alter Hut

Die Ausstellung, die seit 13 Tagen und noch bis zum 4. Mai im Einkaufszentrum Neuköllner Tor  gezeigt  wird, heißt  zwar „Neues Wohnen Neukölln“, doch neu ist sie selber  nicht. Bereits  vor  über  zwei Jahren begann im Rathaus Neukölln die Wande-

ausstellung neues wohnen neukölln_ekc neuköllner tor ausstellung neues wohnen neukölln_ekc neukoellner tor

rung der Schautafeln, die von Studenten vom Center for Metropolitan Studies der TU Berlin und dem Mobilen Museum Neukölln erstellt wurden, um Wohnquartiere von 1900 bis heute zu portraitieren. So ist die Ausstellung wenigstens für alle neu, die ihren Start verpasst haben.

Postkarten, Fotos, Briefe und Tagebücher: ein Kapitel Weltgeschichte in Neukölln

erinnerung-installation_tacheles-künstler_lilienkulturgarten neuköllnUm mit jemandem zu sprechen, der alles miterlebt hat, ist es zu spät. „Der letzte Teilnehmer des 1. Weltkriegs ist vor einigen Jahren in Frankreich gestorben“, hat Henning Holsten, Kurator der Aus- stellung 1914/18 – Neukölln im 1. Welt- krieg, recherchiert. Und die heute 100- Jährigen waren noch Kleinkinder, als am 11. November 1918 ein Waffenstillstands-Abkommen unterzeichnet wurde, das den Krieg beendete, der weltweit fast 18 Millionen Opfer forderte. Jeder dritte erwachsene Neuköllner, d. h. rund 45.000 Män- ner, erhielt eine Einberufung zum Kriegsdienst: Etwa 6.600 von ihnen fielen auf den Schlachtfeldern; dazu kamen tausende zivile Opfer der katastrophalen Weiterlesen

1914/18: Ausstellung erinnert an Neukölln im 1. Weltkrieg

straßenschild lilienthalstraße neuköllnDie vom Südstern abgehende Lilienthalstraße werden viele Kreuzberg zuschreiben. Doch die östliche Straßenseite befindet sich noch in den Bezirksgrenzen von Neukölln – und so auch der friedhof lilienthalstraße_neuköllndort gelegene Friedhof. In der Ehrenhalle auf dem Friedhofsge- lände wurde vorgestern eine eindrucksvolle Aus- stellung des mobilen Museums Neukölln zum Thema „1914/18 – Neukölln im Ersten Weltkrieg“ eröffnet. Unter den etwa Weiterlesen

Wie würden Sie entscheiden?

Nachdem sie zuerst in der Stadtbibliothek Neukölln Station gemacht hat, ist die Ausstellung „Ausgestoßen und verfolgt“ nun im Einkaufszentrum Neuköllner Tor zu sehen. Auf Schautafeln vor der VHS-Filiale im 1. Obergeschoss gibt sie Einblicke in das  Leben der jüdischen Bevölkerung  während der Nazi-Zeit in  Neukölln. Die Aus-

begleitheft ausgestoßen und verfolgt_mobiles museum neukölln

lung kann bis zum 24. Mai während der Center-Öffnungszeiten (tgl. außer an Sonn- und Feiertagen von 7 bis 23.30 Uhr) besichtigt werden. An Werktagen Weiterlesen

„Ausgestoßen und verfolgt“ verknüpft individuelle Schicksale auf lokaler Ebene mit politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen

titel arbeitsheft_mobiles museum neuköllnFür Sportler ist es wohl eines der schönsten Erlebnisse, den eigenen Namen als Sieger bei der Stadiondurchsage zu hören. Ganz anders war das bei Rudolf Lewy, der als 17-Jähriger zwar am 1. August 1936 in Berlin die olympische Flamme ein Stück weit tragen durfte, doch der sich – seit- dem die Nazis 1933 an der Macht gekommen waren – immer unbehaglicher fühlte, sobald er beim Weitsprung als Sieger genannt wurde. Der Jude Rudolf Levy emigrierte schließlich 1939 nach New York. Ein Jahr zuvor war bereits sein Vater, Sozialdemokrat und von 1925 bis 1933 Lehrer an der Käthe-Kollwitz-Schule am Richard- platz, nach England gezogen.

Diese und viele andere Erlebnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus werden in der Ausstellung „Ausgestoßen und verfolgt – Die jüdische Bevölkerung während des Nationalsozialismus in Neukölln“ präsentiert, die gestern in der Helene-Nathan-Bibliothek eröffnet wurde. Die Weiterlesen