Und es ward Licht

weihnachtsbeleuchtung musik-bading_neuköllnWer Neukölln noch nicht allzu lange kennt (was bestimmt für viele der vom Hype angezogenen Zugezogenen gilt), wird es sich kaum vorstellen können: Die Karl-Marx-Straße unterschied sich noch vor wenigen Jahren in der Adventszeit nicht von den Einkaufsstraßen anderer Groß- und Kleinstädte. Auf den Bürgersteigen zwischen dem Platz der Stadt Hof und dem Rathaus waren Buden voller weihnachts-markttypischer Dinge zum Verschenken, Dekorieren, Trinken und Weiterlesen

So gesehen …

Gestern am Rathaus Neukölln: 60 Fenster blinken in verschiedenen Farben und Zeittakten. Ein Mädchen guckt dem Spektakel staunend zu, stellt sich vielleicht bereits vor, wie  es wäre,  selber ein pinkig  leuchtendes Fenster zu haben. Die  Mutter erklärt

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der schätzungsweise Sechsjährigen, dass das Haus keines ist, in dem Menschen wohnen. „Das ist das Rathaus, da drin arbeiten Leute“, sagt sie. „Das ist aber ’ne langweilige Arbeit“, findet das Kind, „wenn die immer nur das Licht an- und aus- machen müssen.“

Ein Video der Lichtinstallation „Marxmix“ von Kamil Rohde, die gestern beim Late Light Shopping gezeigt wurde, gibt es hier.

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Innovatives im Schatten des Late Light Shoppings

late light shopping karl-marx-straße, alte post neukölln, moritz  wermelskirchIm Körnerpark der Weihnachtsbazar, im Reuterkiez zum fünften Mal ein Adventsparcours und in der Karl-Marx-Straße das erste Late Light Shopping mit Licht- installationen und illuminierten Fassaden, late light shopping karl-marx-straße, neukölln, anzengruberstraßeoverknee- stiefelhohen dreidimen- sionalen Naturobjekten neben Marktständen in der Anzengruberstraße und einer spektakulären Public Kneipping-Aktion auf dem Platz der Stadt Hof: Neukölln hatte ges- tern einiges zu bieten.

Da wollte sich auch der Kindl-Boulevard an der Hermannstraße nicht lumpen lassen. Zusätzlich zum stimmungsvollen vorweihnachtlichen Lichterglanz, der die Passanten zum Blick nach oben animiert, wurde kurzfristig eine weitere Attraktion ins Adventssamstag-Programm aufgenommen.

Elf Eimer waren kreuz und quer auf dem Boden der Passage verteilt, und wenn man genau hinhörte, konnte man unterschiedlichste Variationen eines ploppenden Geräuschs genießen. Bauliche Mängel zu einem akustischen Adventskalender zu machen, das ist doch wirklich innovativ. Für das heute aufzustellende 12. Eimerchen ist noch reichlich Platz, beim 24. könnte es aber durchaus etwas eng werden.

=ensa=